Ich wähle die Überschrift in der Hoffnung, dass nicht wieder 15 Jahre mit zu warmen Wintern vergehen.
Winterwunderland
Natürlich liegt der besondere Zauber auch in der Seltenheit. Wir genießen nun schon 10 Tage winterliche Verhältnisse…die vor Jahren ganz normal und viel länger dauerten. Das die Medien gleich von Katastrophen berichten, ist dem Klick-Journalismus geschuldet; verkauft sich halt besser…und macht viele Leute unnötig panisch…weil man dem glaubt, was man liest, und nicht mehr dem eigenen Wissen.
Da wir auf der Winsen – Bremen Tour ein sehr ordentliches „gegen den Wind Berg Training“ hatten, kam uns die Idee, unsere Kondition an richtigen Bergen zu testen. Auf alten Wegen sind wir an der Bahn längs, bis Harburg und dann zum Außenmühlen Teich gefahren. Das gute Restaurant haben wir heute rechts liegen lassen,😉und schon ging es stetig ansteigend in die Harburger Berge „hoch“.
Zwar haben wir das Steil Stück durch das Appelbüttler Tal – quasi die „Hirschberger Wand“ des Nordens – ausgelassen, und haben die ein wenig angenehmer (nur was die Steigung angeht) zu fahrende Bremer Straße genommen, aber schweißtreibend genug war es trotzdem.
Außenmühlen Teichfriedliche Stimmungüber die Autobahnin den BuchenwaldSchöne Wegeund schöne Atmosphäre
Immer noch auf leicht ansteigendem Weg haben wir die A7 überquert und sind kurz drauf auf schönen Waldwegen durch einen Buchenwald gefahren. Erfrischend und einfach herrlich. Ein sehr abwechslungsreiches rauf und runter auf unterschiedlichen Wegen folgte. Die Autobahnen, A1, A261, A7 und A39 haben wir diverse Male über,- oder unterquert.
Die rasanteste Abfahrt hatten wir hinter Klecken. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 38 km/h sind wir mit großer Freude auf Helmsdorf zu gesaust. Das hat Spaß gemacht…der Mühe Lohn🤩.
Das Seevetal, auf die Hoster Mühle zu, ist immer wieder ein Augenschmaus. Einziger Nachteil, es ging wieder bergauf, aber wir sind doch ganz gut in Form. Die Amelinghausen Runde sind wir in diesem Jahr noch nicht gefahren…da gibt es auch reichlich Höhenmeter zu absolvieren 🫠Das sollte nun gut machbar sein.
Der Besuch bei Philipp und Alex war super schön und auch sehr lecker…und klein Ava ist einfach zum verlieben 😍
Heute morgen hatten wir gar keine Chance dem Wind auszuweichen. Zu 90 Prozent kam er kräftig von vorne…aber wir sind ja voll im Training. Landschaftlich gefiel uns der Anfang und das Ende besonders gut. Ein Teil der Strecke verlief leider an Straßen, die gut befahren sind…von Autos. Entweder habe ich bei der Planung nicht aufgepasst, oder der Weser Radweg verläuft wirklich so blöde.
Die Weser bei VerdenAuf dem Deich Blick nach linksund Blick nach rechtBedrohlich
Trotzdem gab es links und rechts Schönes zu sehen. Einige wenige Störche, die noch Energie tanken sind uns auch aufgefallen. Manchmal auch Regen von vorne… der starke Wind hat aber gleich alles wieder trocken gepustet…manchmal hat er also auch was Gutes.
Storch bei der ArbeitBlick aufs WeserstadionCSD ParadeKaffee Kunstdie berühmtesten Bremer
In Bremen wurden wir noch von der CSD Parade ausgebremst. Gestern Abend in der fröhlichen Runde haben wir alle noch CSD Erlebnisse zum besten gegeben…übervolle Züge, gesperrte Straßen, lustige und bunte Menschen…all das haben wir Stunden später hautnah erlebt…Plus eine 30 minütige Zug Verspätung, weil der Lok Führer zu spät kam….
Die Belohnung gab es aber, als wir endlich Harburg erreichten. Der Elbe längs hat uns der Wind nach Hause geblasen. Angefühlt hat es sich, als hätten wir einen Raketenantrieb gezündet! Jippyee!!!
Ausgeruht und, nach einem guten Frühstück, frisch gestärkt, ist die Kälte heute morgen fast an mir abgeprallt. Barfuß und mit Sandalen habe ich es gut geschafft, aber in der ersten Stunde habe ich meine Handschuhe doch vermisst. Wir haben mehr oder weniger den direkten und somit den landschaftlich nicht so schönen Weg genommen. Wald, und somit etwas Schutz, gab es dennoch 😉
blauer Himmel?Uwe ist guter Dingeguter Radweg
Windig war es von Anfang an, aber leider mit steigendem Potenzial. Mal von der Seite, mal direkt von vorne 🤢…aber, soetwas sind wir gewohnt…unser tägliches Berg Training gib uns…
Da ich davon absehe, jedesmal einen Unfallbericht zu schreiben, wenn wir eine Radtour machen…schreibe ich jetzt nur, dass Uwe auch für Frösche bremst…und den Osteoporose Test hat er wieder bestanden.
Ganz zufällig lag mein Lieblings Bastel Bedarfsladen auf dem Weg…da musste ich doch rein schauen…und eine klitzekleine Kleinigkeit kaufen😍
Annas BastelParadis
Jetzt machen wir uns hübsch, um dann später zu Philipp zu radeln…und auch wieder zurück zum Hotel.
Die Statistik darf natürlich nicht fehlen und wird 😎…vielleicht auch noch der Wetter-Wind-Bericht
…wobei der Ausgangspunkt der liebe Philipp in Verden ist. Die Idee hatten wir schon länger, aber nun lockt die kleine Ava, die im April zur Welt gekommen ist.
Das Wetter hat auch sein übriges dazu beigetragen erst jetzt zu fahren. Juni und Juli waren bis auf wenige Tage verregnet. Letzte Woche bei 36 Grad war ebenfalls nicht unser Ding. Bewegungsloses Sitzen war schweißtreibend genug.
Sandiger Weg Schöne Allee
Heute sind die Voraussetztungen nahezu perfekt. Vielleicht ein bisschen kühl, aber wir wollen nicht meckern. Losgefahren bei strahlendem Sonnenschein, aber gerade mal 15 Grad 🥶. Es ging relativ früh (9:30 Uhr) los, da ab 13/14 Uhr der Wind kräftig auffrischen sollte…und zwar von vorn.
Die hügelige Wegführung sorgte schnell dafür, dass uns warm wurde. Feld-, Wald- und Teerwege sorgten für Abwechslung. Das schönste und gleichzeitig anstrengenste Wegstück, ist kurz hinter Asendorf…eigentlich herrliche, Auto – und fast Menschen freie Natur. Ein Duft von Sommer lag in der Luft, da noch Heu gemacht wurde. Allerdings spürt man auch den nahenden Herbst…in dem Zusammenhang ist es sehr vorteilhaft Helm zu tragen…die vielen fallenden Eicheln richten so jedenfalls kaum Schaden an.
Die Kunststätte Brossard haben wir rechts liegen lassen und sind halblinks den staubig und steinigen Waldweg bergauf gefahren…was man so fahren nennt! Trotz der leichten Quälerei 🥵 haben wir Natur genossen. Natürlich ging es später wieder bergab! Gott sei Dank auf einigermaßen gutem Asphalt. Das rollte von ganz alleine.
Im Weiteren konnten wir auch die lila blühende Heide genießen. Einfach wunderschön. Zur Mittagszeit, als sich der kleine Hunger meldete, tauchte wie aus den Nichts ein schöner Platz für eine kleine Mahlzeit auf. Pefekt!
Blühende…HeideBank mit Tisch am WegesrandBedrohlich,aber nichts passiert
Kurz bevor der Wind anstrengend wurde hatten wir unser heutiges Ziel, Stemmen, erreicht. Sehr unbekannter Ort, hat aber ein schönes Tagungshotel mit angeschlossenem Restaurant…worauf wir uns schon freuen. Nun noch die Statistik…
Natürlich ist, wie überall, auf den großen Bühnen Sommerpause. So auch in Kopenhagen an der neuen Oper. Allerdings habe ich per Zufall entdeckt, dass es Karten für ein Führung hinter den Kulissen gibt. Das ist ja auch ziemlich interessant. Zumal man dabei auch meist etwas Insiderwissen erfährt.
Die Oper Kopenhagen verdankt ihre Existenz einer großzügigen Spende des dänischen Reeders Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller, der zur Zeit der Schenkung 88 Jahre alt war und mit sanftem Druck eine Fertigstellung des komplexen Baus in nur 3,5 Jahren hin bekam…“Ich habe nicht mehr soviel Zeit!“, war seine Aussage! Er ist dann aber noch stolze 99 Jahre alt geworden. Dank ausgefeilter Akustik und modernster Bühnentechnik gilt das Opernhaus als einer der besten Opernsäle der Welt. Insgesamt 6 bewegliche Bühnen, auf den verschiedene Opern Aufführungen aufgebaut werden können, gibt es. So ist es möglich mehrere verschiedene Aufführungen in einer Woche anzubieten. Ein kompletter Bühnen Wechsel innerhalb von wenigen Minuten ist möglich…wenn man sein Handwerk versteht.
Der großzügige Mäzen sorgte mit teils eigenwilligen Wünschen für Aufregung, aber als sehr erfolgreicher Geschäftsmann, war es für ihn ein leichtes sich durchzusetzen…außerdem war er ja der alleinige Geldgeber. Die Sitze z. B. aus England kommend, sind in blauem Samt, anstatt rot wie in den meisten Opernhäusern, gehalten…und mussten einer 5 stündigen Sitzprobe standhalten, der Wagnertest 😉. Die Decke wurde aufwändig mit Blattgold belegt…1,5 Kilo Gold wurden verwendet…ohne dass es kitschig aussieht. Einzig Königin Margrethe II. hatte die Wahl. Die Königin konnte sich aussuchen wo sie die Königsloge haben wollte. Das verwendete Holz im Saal, wie außerhalb ist Ahorn…so behandelt, das es aussieht wie die Streich Instrumente im Orchester. Auf jede Kleinigkeit wurde geachtet.
Der Standort ist präzise gegenüber der Frederik Kirche, die ja auch Marmor Kirche genannt wird. Haargenau mittig…Rosshaargenau…die Reiterstaute von König Frederik V. ist ebenfalls genau mittig vor der Kirche aufgestellt.
…von innerhalb des Operngebäudes aufgenommen
Ja, die Begeisterung hat mich total erwischt. Dabei waren wir früh morgens schon im Ausnahme Zustand. Das Rathaus hat es ebenfalls in sich. Wir hatten keine Zeit für eine Führung, aber allein der optische Eindruck hat sich gelohnt.
Was eindrucksvoller war, kann ich gar nicht sagen, aber die Uhr mit all den Details ist schon unglaublich. Was Menschen alles schaffen…wenn sie nur wollen!
Nun noch ein Nachtrag zur Königlichen Bibliothek…heute kann ich ein Foto nachliefern. Man kann erkennen, wie die Gebäude in einander übergehen…neu zu alt.
Beim Schreiben ist mir, wie schon häufig, aufgefallen, dass ich teilweise vergessen habe zu fotografieren. Heute in der Oper ist mir das besonders aufgefallen. Die Informationen waren so spannend, das ich vergessen habe die Beweise zu fotografieren 😉aber man hat ja noch das Gedächtnis…
Zum Abschuss eines eh schon tollen Tages waren wir noch sehr gut essen! Man gönnt sich ja sonst nichts. NORRLYST…sehr zu empfehlen
Abgesehen von einigen heftige Böen, die einen fast wegpusten, ist das Wetter uns gewogen. Mal Sonne, mal Wolken, aber kein Regen.
Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir Richtung Schloss Amalienborg aufgebrochen. Der Weg führte uns über den nun sehr exklusiven Teil der gestern erwähnten Einkaufsstraße, bis zum Festplatz, der im Sommer mit schöner Blumenanlage aufwartet und im Winter zur Eislaufbahn umgewandelt wird. Von hier sind es nur wenige Meter zum malerischen Nyhaven…und es war kein Fehler vor 10 Uhr unterwegs zu sein. Alle Geschäfte sind noch geschlossen 😉
Bei Königs, also Schloss Amalienborg, konnten wir einen kleinen Wach-Wechsel beobachten. Frederic und Mary waren zwar zu Hause, aber gerade nicht verfügbar. Die markante „Marble Church“, die Marmor Kirche haben wir uns auch von innen angesehen. Schwanen Orgel und die hohe Kuppel sind sehenswert, außerdem eine gute Gelegenheit den Füßen eine Rast zu geben.
Weiter ging es zum Gefion Brunnen, der groß und imposant da steht und auch als Wunschbrunnen benutzt wird. Die Figurengruppe zeigt Gefion, die Asenjungfrau aus der germanischen Mythologie und ihre zu Stieren verwandelten Söhne, die mit einem Pflug eine Furche zwischen der Insel Seeland und Schweden herauspflügen um damit Seeland vom Festland zu trennen. Von einem sehr großen Wahrzeichen zu einem der kleinsten ist nicht sehr weit, man muss nur den unglaublichen Massen von Asiaten folgen, die alle ein Selfie mit der kleinen Meerjungfrau machen wollen…😳
Nach gut 10 000 Schritten wollten wir eine kleine Fährfahrt machen. Nur kurz das Hafenbecken queren, an der neuen Königlichen Oper einen Kaffee zu trinken…um dann gestärkt weiter nach Christiania zu gehen. Es wurde mehr. Wir sind quasi von den Landungsbrücken nach Finkenwerder gefahren, um zur Elbphilharmonie zu kommen. Also von hinten durch die Brust ins Auge. Dabei sind wir nur in die falsche Fähre eingestiegen. Anstatt eine Station nach gegenüber zu fahren, haben wir eine Rundfahrten durch die neue XL HafenCity Kopenhagens gemacht. Die Umwandlung vom gewerblichen Hafen zum bewohnten Hafen ist fast komplett. Die Irrfahrt hat uns aber sehr gut gefallen und den Füßen gut getan.
Die Oper schauen wir uns morgen noch genauer an. Christiania ist die einst freie Kommune. Da es aber zu hoher Kriminalität kam, wurde wieder der staatliche Riegel vorgeschoben. Optisch hat sich aber nicht viel verändert. Es sieht überall sehr alternativ aus. Das krasse Gegenteil war der anschließende Besuch in der neuen Königlichen Bibliothek. Architektonisch ein sehr neuer, angeschrägter Kubus Bau, der aber direkten Zugang zum Schloss Christiansborg hat…integriert ist die alten Bibliothek.
Schloß Christiansborg ist weltweit das einzige Gebäude, das alle drei Staatgewalten, Legislative (Folketinget), Exekutive (Statsministeriet) und Judikative (Højesteret) unter einem Dach vereint…und dazu noch die königlichen Prunkräume für Empfänge, Staatsbankette und sonstige mediale Ereignisse. Gleich nebenan ist die ehemals schöne alte Börse, die aber im April 2024 einem Dachdecker zum Opfer gefallen und abgebrannt ist. Der ganze Komplex, bzw. die Reste, sind eingehaust und werden mühsam und teuer wieder rekonstruiert. Am 26. September 2024 legte König Frederik X. den Grundstein für die Rekonstruktion der Börse.
Schloss Christiansborg auf Slotholmen
Ein schöner Tag mit vielen neuen Eindrücken geht zu Ende. Wir können nachvollziehen, warum die Menschen die hier leben so zufrieden und glücklich sind.
Lange als Wunschziel auf der Liste gehabt und nun endlich realisiert. Die Anreise haben wir wieder im Abenteuer Modus „genossen“. Reisen mit der Bahn bringt immer wieder neue Überraschungen. 90 Minuten vor Abfahrt hat die Bahn sich gemeldet und bekannt gegeben, dass der gelante Zug um 8:00 Uhr von Winsen nach Hamburg (mal wieder) ausfällt. Dass wir von vorneherein eh schon anders geplant hatten, wusste die Bahn ja nicht. Wir wollten den 7:39 Uhr Zug nehmen, was fast gut geklappt hat. Um 7:45 Uhr sind wir in den Zug der eigentlich um 7:21 Uhr fahren sollte eingestiegen, der 7:39 Uhr Zug hat vielleicht um 7:50 Winsen erreicht…war uns egal. Wir waren zeitig in Hamburg und konnten uns noch Verpflegung organisieren, da die „ins Ausland fahrende Züge“ keine Bord Gastronomie haben😣
In Hamburg hatten wir gut 30 Minuten lang Zeit, das tägliche Elend von der „Zug fällt aus“, „heute von Gleis??“, oder die „verspätet sich um… “ zu beobachten. Insofern hat es uns gewundert, dass wir nur mit 9 Minuten Verspätung von Hamburg Richtung Kopenhagen gestartet sind. Dass sich das noch wegen eines Oberleitungsschaden in Dänemark, auf über 30 Minuten angestaut hat, kam uns ganz gelegen. So hatten wir nur einen Cappuccino lang auf die Freigabe unseres Zimmers warten müssen. 😁 Unbedingt anzumerken ist noch, das mit dem überqueren der Grenze nicht nur Grenzpolizisten an Bord kamen, sondern auch kostenlose Lunchbags, die von dem Dänischen Bahn Personal verteilt wurden 👍👍
Die Zugfahrt an sich war ganz nett…beeindruckend über den Nord-Ostsee Kanal z.B. oder auch die Fahrt über den großen Belt, bzw. zur Hälfte unter dem Belt im Tunnel. Die angenehmen Mitreisenden im Abteil waren ein amerikanisches Ehepaar aus Alabama – am Golf von Mexico – ausdrücklich! Nicht am Golf von Amerika, und ein Ehepaar aus der Nähe von Stockholm…letztere berichteten, dass die Bahnzustände in Schweden weitaus schlimmer sind als in Deutschland. Ein totaler Renovierungsstau und keine Aussicht auf den Beginn. Vielleicht sind wir Deutschen einfach nichts Gutes gewohnt 😉😅
In Kopenhagen angekommen haben wir ohne große Diskussion den Weg zum Hotel gefunden. Ich wollte zwar lieber nach rechts, aber Uwes pfadfinderische Fähigkeiten sind viel ausgeprägter als meine…man könnte auch sagen, seine sind vorhanden, meine sind gut verborgen.
Wir haben gemütlich und in aller Ruhe die nähere Umgebung erkundet…Rathaus, Rathausplatz und auch die bekannte Einkaufsstraße „Ströget“…die längste in Europa (jedenfalls bei der Eröffnung 1962 – ein gutes Jahr 😉). Die unhandliche, schwere Einkaufstasche mit unserer Beute, haben wir im leichten Nieselregen ins Hotel gebracht. Nach einer kleinen Pause, haben wir ohne große Anstrengung, fast wie in Antwerpen, ein nicht so gutes Restaurant gefunden 😉. Wir sind satt geworden. Morgen geben wir uns mehr Mühe.
Der letzte Fahrrad Tag hatte einiges zu bieten. Zum einen eine schöne Strecke, selbst die Umleitungen waren sehr schön, und zum anderen auch noch einen Adrenalin ansteigenden Unfall. Warum einfach, wenn es auch anders geht. 🫨
Mit ein bisschen Wehmut haben wir unsere gemütliche Unterkunft verlassen,
Der Hinterhof ein Traum
Asinello
Die Sonnenanbeterin
Wir sind cool
Aufenthaltsraum
und überall kleine Eselchen
aber die nächste Übernachtung wird schließlich auf einem Hotelboot stattfinden. Das klingt doch auch interessant.
Die Route führte über Damme, an dem Kanal „Damse Vaart“ entlang, der bis Sluis ziemlich gerade verläuft. Den Weg haben wir schon per Auto kennengelernt, als wir zu dem guten Restaurant, „De Zuidkant“ gefahren worden sind. Links und rechts Bäume, so dass der stärker werdende Wind ausgebremst wurde. Windmühlen und andere Hingucker sind uns auch ins Auge gefallen.
Eine Umleitung führte uns um Sluis herum, da dort ein großer Flohmarkt stattfand und allgemein verkaufsoffen war. An der Ruine entlang um die Stadt herum. So haben wir auch einen bemerkenswerten weißen Pfau entdeckt.
Ruine Sluis
Der weiße Pfau
Der normale Pfau ist auch da
Die Nordseebrandung
Tolle Wegführung
Die Nordsee Küste haben wir trotz Umleitung(en) gut und zeitnah erreicht. Der Wind, mit stürmischen Böen von bis zu 65 km/h war teilweise schwer zu bewältigen. Wir haben uns gegen den strandnahen Radweg auf dem Deich entschieden, da dort der Wind direkt, schräg von der Seite und ungebremst auf Land traf…oder auf Radfahrer! Auf Grund der starken Winde haben wir auf einen Besuch im Naturpark Zwin verzichtet. Je näher wir Richtung Breskens kamen, desto mehr Rückenwind konnten wir aber genießen…nur fliegen ist schöner 😎.
In Breskens haben wir Cathrin und Edi, die dort ihren Urlaub verbringen, noch einen Besuch abgestattet. Liegt ja auf unserem Weg, da wir die Fähre Breskens – Vlissingen nehmen wollten. Zudem fehlte noch etwas auf unserem kulinarischen Trip. Die Pannenkoeken 😍Ein kleiner, leckerer Mittagsimbiss! Bevor wir zu den Pfannkuchen kamen, hatte die Pflastertasche noch einen Einsatz. Es gab einen kleinen Auffahrunfall. Da wir beide über Fahrrad Navis verfügen🫨…hatte ich entdeckt, dass wir plötzlich nicht mehr auf dem rechten Weg waren. Ich habe gebremst, Uwe nicht, da er noch auf das Navi geschaut hat. Rums! Und Uwe hat ein weiteres Pflaster benötigt…ich eigentlich einen Schnaps! Für die Zukunft wird eine (oder zwei) kleine Schnapsfläschen den Weg in die Pflastertasche finden! Das ist klar!
Noch ein Pflaster
Das Hotelschiff…
Koenigin Emma
Gut geparkt
Rettungsleiter?
Sonnendeck
Die Kabine
Die Überfahrt und der Weg zum Hotelschiff waren teilweise sehr stürmisch…besonders der eine Kilometer in Vlissingen, wo wir frontal gegen den Wind radeln mussten. Puh, mit 9 km/h sind wir vorwärts gekrabbelt. Das Hotelschiff zu finden war ein Kinderspiel, aber das dazugehörige Hotel, wo man einchecken muss, war etwas mühsam zu finden. Mal wieder von hinten, durch die Brust ins Auge🙄, aber irgendwann gefunden! Eigentlich eine schöne Übernachtungsmöglichkeit, leider war aber die Klimaanlage defekt und auf meiner Seite zog es wie blöde! 🫨🥶Augen zu und durch😂
Die Henkersmahlzeit, vor der am nächsten Tag folgenden Heimreise, haben wir in Vlissingen in einem sehr schönen Restaurant zu uns genommen… „de Gecroonde Liefde“…laut Übersetzungs-App „die gekrönte Liebe“ – das konnte nur was Gutes sein.
Ein sehr schöner Abschluss. Ob ich mich nochmal aufraffe um über die 10 stündige Heimreise mit ihren „Highlights“ zu berichten, weiß ich noch nicht. Ich habe mir heute schon den Frust von der Seele geschrieben…in einem zweiseitigen Brief an die Deutsche Bahn…kann ich auch gleich noch als Kopie an die Niederländische Bahn schicken. Die haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert!
Bei kräftigem Gegenwind sind wir gestern auf sehr direktem Wege nach Brügge geradelt. Das Frühstück war sehr lecker und als wir frohgemut unsere sieben Sachen gepackt hatten und mit den Rädern los wollten, fing es erstmal an zu regnen. Bäh! Wir haben abgewartet! Gott sei Dank war es der letzte 5 Minuten Schauer für den Tag. Der Wind blieb uns aber erhalten.
Auf Nebenwegen waren wir, fast ohne uns zu verfahren und schon gegen Mittag in unserer Unterkunft angekommen. Was waren wir happy, dass wir unser Zimmer schon so früh beziehen konnten. Vorher bekamen wir aber noch eine liebevolle Einführung über Brügge und einen leckeren Kaffee. Das B&B Asinello ist ein Übernachtungs Highlights dieser Tour. Ein kleines, aber sehr liebevoll geführtes B&B mit nur drei Zimmern. Geschmackvoll, kreativ und sehr schön eingerichtet.
Das Wetter hat sich in Brügge von der sehr schönen Seite gezeigt. Wir sind die fotografischen Highlights gestern bei Sonnenschein abgegangen. Indoor Aktivitäten hatten wir uns für heute aufgehoben.
Cathrin und Edi sind nachmittags zu uns gestoßen. Wir sind noch durch Brügge geschlendert und abends dann zu einem außergewöhnlich guten Essen nach Damme und wieder zurück gefahren (worden). Danke Cathrin und Edi 😍
Heute haben wir diverse Kirchen und Museen besichtigt. Bei Dauerregen bis 15 Uhr eine gute Möglichkeit halbwegs trocken zu bleiben. Ich habe noch meine alte Sandalen gegen neue getauscht…na gut, ich musste natürlich bezahlen, aber die alten, ausgelatschten und super rutschigen Treter habe ich zurückgelassen. Außer mir hat niemand Sandalen angehabt, dabei ist das echt praktisch. Vorne läuft das Wasser rein und hinten wieder raus. Manchmal ein bisschen kalt, aber gut zu ertragen…wenn kein Fahrtwind vorhanden ist 🤣
Morgen dreht der Wind…sagt jedenfalls die Vorhersage. Plötzlich Südwest Wind…mit Böen bis 60 km/h…das hieße Rückenwind…nur fliegen ist schöner 😎