Bei gutem Wetter kann jeder

Die schlimmsten Vorhersagen für den heutigen Tag haben sich leider bewahrheitet. Es regnete wie aus Kübeln. Da kommen Erinnerungen hoch!

Damals vor Lofer hatten wir ähnlichen Regen, und sind zufällig über meine Schwester gestolpert. Im letzten Jahr sind wir auf der Neckartour ähnlich abgesoffen, als wir meine Schwester besucht haben. Nun frage ich mich die ganze Zeit, ob meine Schwester sich vielleicht in der Nähe herumtreibt 😉

Zum Glück sind wir gut für Regenfahrten ausgestattet. Meine neuen Packtaschen haben ja schon im letzten Jahr den Dichtigkeitstest mit Bravour bestanden. Regencape, Basecap und Flipflops sind bei warmem Regen optimal. Uwe mit den Birkenstocks sah viel dreckiger aus. Ich habe meine „Schuhe“ einfach ab und zu in einer tiefen Pfütze abgespült.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der Weg führte, zunächst von Hemeln die Weser abwärts bis Bad Karlshafen, wo wir dann den Fluss gewechselt haben und der Diemel aufwärts gefolgt sind. Bis Trendelburg verlief der Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse. Kurz vor Eversburg (!) haben sich die himmlischen Schleusen noch einmal komplett geöffnet, so dass wir in einer Unterführung Schutz gesucht haben.

Frisch geduscht, mit gutem Essen im Magen lässt es sich leicht über so einen Tag berichten, aber insgesamt gesehen, war es trotz aller Widrigkeiten eine interessante und schöne Wegstrecke ❤

Diese Diashow benötigt JavaScript.

…und einem schönen Tagesziel, Warburg. Gegessen haben wir im Gasthof „Zur Alm“, sehr gut!

Hindernisse

Nach einem guten Frühstück sind wir guter Dinge losgefahren. Das immer wieder mit sportlichen Höchstleistungen verbundene Umsteigen mit Fahrrädern und Gepäck hat sehr gut geklappt. Gut gelaunt betrachteten wir den blauer werdenden Himmel. Kurz vor Göttingen wurde dann der Zug immer langsamer, bis er kurz nach Nörten-Hardenberg ganz stand. Und stand…für ungefähr 2 Std.. Das heißt, nach 15 Minuten fuhr der Zug erstmal wieder zurück nach Nörten-Hardenberg, damit die Türen geöffnet werden konnten.

WP_20170711_11_54_46_Pro

langes warten

Die Informationen kamen nur spärlich. Notarzteinsatz vor Göttingen, Strecke gesperrt, unbekannt wann es weitergeht, Handy Empfang nur vor der Toilette 🙄 Genau das Richtige für mich. Uwe blieb wie immer cool. Wie sagt man so schön: „Wenn einer eine Reise tut…“ Statt um 11 Uhr, erreichten wir Kassel um 13 Uhr, was natürlich die restliche Tagesplanung über den Haufen warf.

Kassel

Bergpark Herkules

So machten wir nur einen sehr kurzen Abstecher zum Herkules, der sich selbst aus der Entfernung gewaltig ausnahm. Eine riesige Bergparkanlage, erbaut von 1701 bis 1717, die bestimmt ein lohnenswertes Ziel ist, aber nicht mit Fahrrad und schon gar nicht mit Gepäck 😉

In Kassel haben wir noch einen langen Blick auf ein Dokumenta Gebäude werfen können. In einem Bistro wollten wir schnell eine Kleinigkeit essen und trinken. Also schnell. Locker 40 Minuten auf Essen und Trinken gewartet…und statt Alster gab es auch noch Bier…aber wir hatten dann wenigstens etwas!

WP_20170711_14_23_32_Pro

Uwes Garmin hat uns dann schnell und gut aus Kassel und an die Fulda geführt. Die folgenden 30 Kilometer bis Hannoversch Münden haben uns aber für vieles entschädigt. Eine so schöne, wirklich traumhafte Strecke. Das war Genussradeln pur 😎

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Altstadt von Hannoversch Münden mit den vielen gepflegten Fachwerhäusern, ist sehr sehenswert. Einzig die Geschäftsauswahl tut eher in den Augen weh. Takko, Kick, diverse Billigläden und etliche Telefonläden sorgen nicht gerade für eine nette Atmosphäre. Den Weserstein, wo Werra und Fulda sich küssen und zur Weser werden, haben wir natürlich auch besichtigt. Unter einer uralten, riesigen Kastanie ist der Stein mit dem Spruch zu finden.

Da für morgen Regen vorhergesagt ist, was natürlich nicht passieren wird, wollten wir aber trotzdem noch einige Kilometer hinter uns lassen. Nach Kilometer 49,75 haben wir uns in Hemeln niedergelassen…und heißkalt geduscht, einen Kurzschluß mit dem Fön produziert….und wieder auf Essen und trinken gewartet 🙄

Norddeutscher Hochsommer

…oder, jetzt geht los!

Wie sagt Uwe so schön: „Der Norddeutsche Hochsommer gibt wieder alles.“ Es regnet den ganzen Tag vor sich hin. Mal mehr, mal weniger 🙄

 

Bei solch feuchten Bedingungen macht es natürlich großen Spaß in den Urlaub zu fahren. Da wir Optimisten sind, glauben wir, dass der Regen verschwindet und uns nicht auf unserer Radtour begleitet 😎

Gesamtübersicht

Der Plan

WP_20170710_14_54_47_Pro

Heimat

Die rote Strecke bringt uns von Kassel ins Sauerland nach Eversberg und die blaue ist der Ruhr Radwanderweg, von Winterberg nach Duisburg. Natürlich sind die Vorbereitungen nicht ohne! Ein wichtiges Utensil ist die Waage. Normalerweise finden wir mit der Waage die gewichtigsten Unterschiede. Diesmal ist es aber nicht ganz so wichtig. 5 Kg Gepäck haben wir ins Sauerland zu meinem Bruder geschickt. Ich selbst habe mehr Technik in den Taschen als Kleidung

WP_20170710_12_37_43_Pro

Wir freuen uns auf ein neues Abenteuer.

🙂