Unsere Abschluss Tour für die diesjährigen Stadtradelwochen sollte zum Energieberg Georgswerder führen. Auf der Fähre Hoopte-Zollenspieker sind wir schon Stammkunden 😊. Allerdings hatten wir an diesem Tag noch unangenehme Begleiter. Drohende Wolkenverbände. Zuerst sah es ja noch wunderhübsch aus. Dunkle Wolken in sicherer Entfernung, nicht in unsere Richtung ziehend und selbst fährt man in der Sonne.

auf Marschenbahndamm unterwegs
In Höhe Ochsenwerder hat es uns dann doch erwischt, ziemlich gründlich. Bis zur Tatenberger Schleuse sind wir direkt unter einer fetten Regenwolke gefahren. Mit Regencapes sind wir obenherum zwar sehr gut geschützt, aber speziell meine Schuhe sind nichts für solche Fluten. Patschnass und in der Folgezeit hatte ich kalte Füße. ☹ Augen zu und durch.
Bis zum Entenwerder Haken sind wir alte Wege gefahren. Der Radweg führt unter der B4 durch und weiter am Großmarkt vorbei, ohne Ampel bis zu den Deichtorhallen. Eine tolle Sache!

der Verlauf bis zum Energieberg
Heute haben wir aber an der Norderelbbrücke die Kurve nach Wilhelmsburg genommen. Vorbei an der Ballin-Stadt, dem Auswanderer Museum führte uns das Navi zielgerichtet zum Energieberg, ansonsten ist dort ein ziemliches Straßen- und LKW-Chaos. Das Info Gebäude legt die schreckliche Geschichte des Bergs sehr anschaulich dar. Wie nach dem Krieg die freie Fläche zur Müllkippe verkam. Zuerst die Reste der zerbombten Häuser, dann Haushaltsmüll, und später auch Industrie Müll. Auch das hochgiftige „Dioxin“ wurde dort verklappt. Mittlerweile ist der Berg komplett gesichert und hat mit Windrädern und Methangas Gewinnung die Wandlung zum Energieberg vollzogen😊.
Nach der sehr interessanten Geschichte des Berges haben wir uns auf den Berg begeben. Etliche Stufen führen zu einem Loop/Rundweg. Der 900 Meter lange, sogenannte Horizontweg, bietet in luftiger Höhe eine schöne Sicht in alle Richtungen. Vor allem ungewohnte Aussichten.
Den Energie Bunker besichtigen wir ein anderes Mal, bei besserem Wetter und besserem Schuhwerk.
Der Rückweg führte uns am Gelände der IGA vorbei, über Harburg und die wunderschöne „Alte Harburger Elbbrücke“…heute mit dramatischem Ausblick.

Dunkle Aussichten von der „Alten Harburger Elbbrücke“
Kaum zu glauben, dass wir trocken und ohne Probleme…na ja, bis Stelle gekommen sind.
Kurz vor der Haustür hatte Uwe noch einen Platten ☹, den er aber schnell und fachmännisch beseitigte. Auch das gehört zum Rad fahren. Muss zwar nicht sein, aber…

Panne
Dem ankommenden Regen sind wir jedenfalls gerade noch entwischt 😊