Mit etwas Wehmut machte ich eine Bemerkung über die „fast“ vollendetet Tour an der Oste. Bis zur Mündung sind wir ja nicht gefahren. Manchmal dauert es eine ganze Weile bis es klick macht. Manchmal braucht es einen Vorschlaghammer, oder eine Bemerkung von Uwe…als ich so schwafelte, dass wir ja irgendwann noch mal an die Mündung der Oste fahren könnten, hat der Uwe mich mit seinem speziellen „Ach Anna“ Blick angeschaut, und gesagt, „Wieso, da waren wir doch schon 2018! Die Tour mit Torben!“ Ok…da fiel es mir dann auch wie Schuppen aus den Haaren! 🙄
2018
2018
2018
Somit können wir auch das nicht ganz so radfahrmäßige Ende, nämlich mit der Bahn nach Hause gefahren zu sein, weil es wie zu einem Weltuntergang geschüttet hat, verkraften 😅
Für die Statistiker: Gesamt Kilometer der Oste Tour beliefen sich auf 250 Kilometer mit dem Rad…
…und ganz unter uns. Im Auto ist immer noch einiges von der Tankfüllung Silvester 2020 😎😎
Dass wir nicht bis zur Mündung gefahren sind, lag an mangelnder Zeit, oder an zuvielen Kilometern. Der Tag fing jedenfalls ganz gut an…damit meine ich nicht die Feststellung von Uwe, „Die Bäckerei fängt um 2:30 Uhr an!“ , auch nicht die prekäre Lage des Hotels, 50 Meter von der Bahn entfernt…sondern die herrliche Schwebefähre in Osten. Das war ein sehr schönes Highlight der Tour.
Die Stadt Osten
Schwebefähre
Über dem Wasser
Die Daten
Die Schwebefähre ist ein Bausatz der Wuppertaler Schwebebahn, mit leicht modifizierten Komponenten. Die Fähre wird heute ehrenamtlich betrieben und bemüht sich um den Status als Weltkulturerbe.
Von Osten, „über“ die Oste nach Hemmoor ging es dann Richtung Mündung des Flusses in die Elbe. Leider mussten wir feststellen, dass die Kilometer sich vermehrten, und die Zeit schnell weniger wurde. Zwischenzeitlich haben wir noch den deutschen Olymp erklommen. Puh, nicht hoch, aber die alte Poststraße stammte bestimmt noch aus der Römerzeit. Gefühlt sind wir durch den Wald geritten, über Stock und Stein, Sandkuhlen, Baumwurzeln und alte Asphalt Brocken…sehr schöne Umgebung, aber anstrengend!
Von den Römern angegt
Der Olymische Berg
Klappbrücke an der Oste
Die mittlerweile große Oste
Die Verabredung in Stade mit Fred und Gerd haben wir nur mit etwas Verspätung geschafft. War es der Gegenwind, die ständig mehr werdenden Kilometer? Egal! Es war ein prima Tag mit Höhen und Tiefen (und die bleiben ja in Erinnerung) und mit einem sehr schönen Abend mit Gerda und Fred.
Die Statistik 😎…und wir lassen uns überraschen, was das Wetter morgen so hergibt 😊
Der erste Teil des heutigen Weges gab uns häufig Einblicke in den schönen gemütlichen Verlauf der Oste. Waldwege und Auen, dann aber auch immer wieder Maiswände. Der Radweg verlief mal rechts, mal links von der Oste, mal nahe dran, dann auch weiter weg.
Bis Bremervörde war das Landschaftsbild wildromantisch, herrlich und einfach wunderschön; allerdings war schrottig mit 2 Kilometer Sandweg auch dabei…aber, das ist Klagen auf hohem Niveau.
Schleuse zur schiffbaren Oste
Vörder See
Vörder See
Seemann im Vörder See
In Bremervörde haben wir noch das diesjährige Defizit an Eis essen grandios bekämpft, bevor es um dem Vörder See ging. Beides war Genuss pur. Eis essen im Sonnenschein und ebenso wie um den großen See zu radeln. Der Vörder See bietet kostenlose Sportgeräte, gepflegtes Ambiente, ebenso wie natürliche Wuchsfreiheit.
Das schöne und abwechslungsreiche Landschaftsbild hat sich nach dem See sehr gewandelt. Für eine gewisse Zeit haben wir die Deichlandschaft auch interessant gefunden…dann gab es zuerst schlechtere Wege, aber immerhin noch Wege. Der war dann aber plötzlich weg…und die ungewohnte Sonne war Schuld daran, dass ich KEIN Foto von dem nicht vorhandenen Weg gemacht habe. Ein gutes Stück des Weges zurück, rechts und kurz drauf nochmal rechts, und…
Pause an der Fährstation. Mit Kaffee und leckerem Kuchen haben wir den verschwundenen Weg gar nicht mehr vermisst. 😇
Die anschließende, sehr kurze, aber schöne Fährfahrt haben wir im Gespräch mit dem Fahrmann verbracht. Also wir haben ihn nicht von der Arbeit abgelenkt. Zwei Fahrgäste, zwei Personen am arbeiten und einer am schwarmeln…
Fährfahrt über die Oste
Ganz nebenbei haben wir auf diese Weise eine gute Abkürzung zu unserem Hotel gefunden. Am Deichfuß ohne Blick auf die Oste, später an der Straße entlang…wir haben dann kleine Dörfer, wenig Verkehr und schattige Alleen gefunden. Für morgen steht eine Hin – und Rückfahrt zur Elbmündung der Oste an…und abends treffen wir Fred und Gerda in Stade, was zur Folge haben könnte, dass wenig Zeit zum Schreiben ist…kann man aber nachholen 😉
In diesem Jahr muss man einfach spontan agieren. Die letzten Wochen und Monate hat sich trockenes und warmes Wetter kaum für drei Tage gehalten. Um so erstaunter waren wir, dass sich eine stabile Schlechtwetter Lücke auftat, die sich für eine kleine Radtour anbot. Die grössere, über Fehmarn und an der Ostsee entlang, haben wir mangels buchbarer Quartiere auf das nächste Jahr vertagt.
Um die Oste-Radtour machen zu können, muss man zunächst erst einmal zur Oste kommen. Die Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn ist auf Grund des Mini Napoleon C.Weselsky zur Zeit sehr schwankend, und es ist ja auch gar kein Problem sich ganz nebenbei noch die blühende Heide anzuschauen. Bis Undeloh hatten wir neben reichlich Autoverkehr und ruppigen Fahrern, auch mit Steigungen zu kämpfen, wurden aber auch mit schönen An- und Aussichten belohnt.
Strahlende Gesichter
Blühende Heidlandschaft
Hinter Undeloh wurde die Landschaft freundlicher zu uns 😅. Gefühlt sind wir ab da mehr runter als rauf gefahren. Bei 90 Kilometern Tagesziel kam uns das sehr entgegen. Die Streckenführung war größtenteils auf angenehmen Radwegen, in schöner Landschaft und losgelöst vom Verkehr. Das ungewohnt schöne und warme Wetter gab dem Ganzen noch die besondere Note.
Die Mittagspause fand heute auf einer schönen Rundbank unter einer großen Eiche in Form eines reichhaltigen Frucht Joghurts mit Haferflocken statt; was der heimische Kühlschrank noch zu bieten hatte 😊 Das Essbare (?) am Wegesrand haben wir lieber stehen lassen.
Bei Tiste haben wir dann auch die Oste erreicht. Eine schöne Landschaft, weitab vom lauten Autoverkehr. Was für ein schöner Tag.
Schöne Wege…
im Oste Tal
In Sittensen lag zufällig ein Eiscafe direkt am Wegesrand, wo wir uns mit einem leckeren Latte Macchiato ☕für die letzten Kilometer stärkten. Nach ziemlich genau 90 Kilometern hatten wir das heutige Etappenziel erreicht. Bequemerweise ein schönes Hotel mit einem guten Restaurant…allerdings haben wir nach dem leckeren Essen noch einen kleinen Spaziergang gemacht, damit die Beine nicht vergessen, wie das Laufen geht 😅