Pünktlich

zum Urlaubsbeginn sind wir ausgebremst worden 😫 Um 2:58 Uhr bin ich heute Nacht mit heftigen Ohrenschmerzen wach geworden. Sehr gemein und sehr unangenehm. So war die zweite Tat des Tages, nach dem Frühstück nicht für die Radtour zu packen, sondern zum Arzt zu radeln. Die Ärztin hat eine Mittelohrentzündung diagnostiziert, mir Antibiotika verschrieben…und Ruhe verordnet 🙄 Das kann ich ja bekanntlich besonders gut.

Naja, seit 10 Tagen habe ich außerdem ein dickes Knie, was mich aber beim Radeln nie gestört hat, aber dem hat die Ärztin ebenfalls Ruhe verordnet. Nun liege ich halt so rum und habe mehr Zeit für Quark Wickel. Das hat in den letzten Tagen schon Einiges gebracht.

Uwe hat es gut. Er kann wenigstens mein Fahrrad reparieren. Heute morgen ist ein Anruf vom Fahrrad Laden gekommen. Das vor zwei Monaten bestellte Hinterrad ist geliefert worden…obwohl Uwe überzeugt ist, dass es zufällig im Lager gefunden wurde, nachdem er gestern reklamiert hatte.

Das Stadtradel Abenteuer ist genauso abgesagt, wie die Ostsee Küsten Radtour 😡Dabei waren unsere Kilometer nach 10 Tagen so vielversprechend!

Noch liegen wir auf Platz 1 in der Pro Kopf Wertung.

Zwei Wochen Urlaub liegen nun vor uns…so richtig in Ruhe und Gemütlichkeit 🥴 Das muss ich erstmal üben 🙄 Bei guter Urlaubsplanung ist der Kühlschrank natürlich leer und die Biokiste abbestellt 🤣

Immer wieder beliebt

ist ein Ausflug nach Volksdorf, bzw. ein Besuch bei Ingo. Dass wir Anfang Juni tatsächlich mal bei Erbsensuppen Wetter radeln, ist für uns eine neue Erfahrung. Bisher fanden unsere Ausflüge zu Ingo bei eher warmen, oder gar heißen Temperaturen statt. Heute wünschte ich mir stellenweise sogar meine Handschuhe herbei und ich war sehr froh, dass ich die Halbschuhe den Sandalen vorgezogen habe. Ein stetiger Rückenwind, böig auffrischend, half uns die leicht ansteigende Strecke (größtenteils alter Bahndamm) gut zu bewältigen.

Querungen

Die Streckenführung beinhaltet in großen Teilen die oben erwähnten alten Bahndämme, Parks und auch das Naturschutzgebiet Höltigbaum…den früheren Truppen-Übungs-Platz (TRPÜ). Insgesamt haben wir auf der 43 Km langen Strecke gerade mal 6 Ampeln und eine Anrufschranke. Die Müllverbrennungsanlage (MVA), bzw. die große Baustelle macht im Vergleich zum letzten Jahr große Fortschritte…der Himmel eher nicht 🙂

Die nicht „immer“ ebenmäßigen Straßenbeläge haben heute für einige Rütteleien gesorgt, die meiner Smartwatch einige Probleme bereiteten…zumindest auf dem Rückweg. Einmal hat die Uhr die Aufzeichnung abgebrochen, und später bei einigen Bodenwellen gar einen Notfall vermutet…somit ist die Streckenaufzeichnung nur für die Hinfahrt gelungen…aber der Weg war eh der gleiche 😉

Der Besuch bei Ingo war viel zu schnell vorbei. Die leckere und wärmende Erbsensuppe hat unsere Energiereserven für die Rückfahrt wieder aufgefüllt. Der Wind kam gar nicht sooo störend von vorne wie vorher vermutet. Zum einen gab es ausreichend grünen Windschutz und zum anderen glich das nun absteigende Gelände den Wind gut aus. Kurz vor Bergedorf habe ich im vorbeifahren im Parkgelände an der Bille eine interessante Entdeckung gemacht…

Dass der Baum andersartig ist, ist mir heute aufgefallen…nach bestimmt 20 mal vorbei radeln…die sehr hilfreiche App „Flora Incognita“ hat mir verraten, dass es sich um eine Wassertanne handelt…einen Urweltmammutbaum.

Gleich zwei dieser wuchtigen und hohen Bäume stehen inmitten von Ahorn, Buche und Birke…es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

Die heutigen 85,5 Kilometer bringen uns unserem selbst gesteckten Ziel ein gutes Stück näher und die kommende Radtour tut hoffentlich ein Übriges dazu 😎

Schönwetter Radeln

Nachdem wir in den letzten Tagen bei eher kühlen Temperaturen geradelt sind, unter anderem die altbekannte Hamburg Runde, hatten wir gestern fast ideale Radfahr Bedingungen…und eine neue Wegführung nach Amelinghausen zum Lopausee. Stellenweise traumhaft, auf sehr wenig befahrenen Nebenstraßen, wo zwar schon der ein oder andere Ochse für Pfingsten geübt hat, aber es waren die Ausnahmen. Gut zu befahrene Waldwege, die nach dem letzten heftigen Regen verfestigt waren…jedenfalls gab es nur wenige kleine Sandkuhlen. Begleitet von schönem Vogelgesang wie der Nachtigall, oder der Goldammer. Natürlich ist auch überall der immer hungrige Meisen Nachwuchs zu hören gewesen. Genuss pur…ok, die regelmäßigen, schweißtreibenden Anstiege gehören dann wohl auch dazu 😉

Ein weiterer „Höhepunkt“ ist die Oldendorfer Totenstatt, eine mystische Anlage mit 4000 jähriger Geschichte. Die Grabhügel in und um die Totenstatt stammen aus der späteren Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Fundstücke können im Museum in Oldendorf besichtigt werden. Für uns bot sich die Gelegenheit den sich hinziehenden Anstieg durch Wald, vorbei an Feldern und Höfen, zu verdauen. Pause machen, staunen und sich freuen.

Kurze Zeit später erreichten wir den schön gelegenen Lopausee, einem Stausee, der ausschließlich als Naturgebiet und der Naherholung dient. Zur Eröffnung des Heideblütenfest ist der See Bühne für das Eröffnungs-Feuerwerk.

Für uns hieß es Kräfte sammeln. Nach dem See folgte ein weiterer langer, uns bekannter Anstieg. Die letzten Stürme haben den Wald deutlich gelichtet. Die Höhe bietet einen weiten Blick übers Land und im weiteren wunderschöne und wenig befahrene Alleen. Einfach nur schön, so dass sich alle Mühen immer lohnen.

Weiter ging es über Melbeck und Deutsch Evern Richtung Lüneburg. Ein Traumstück (mein verwunschener Wald) durch die Ilmenauniederung…und für einen Samstag mit gutem Wetter wenig bevölkert. Den Rest des Weges finden unsere Räder (fast) von allein 😉

Ein schöner Tag mit vielen neuen Eindrücken und einem neuen Rekord, was den Anstieg betrifft, ist zu Ende gegangen…😎

Ohne Fleiß, kein Preis

…aber auf einen Preis haben wir es ja auch nicht abgesehen. Wir wollen mit Spaß und Freude möglichst mehr Kilometer sammeln als im vergangenen Jahr. Also etwas mehr als 1090 Km in drei Wochen…was dann auch bedeutet, dass man im Schnitt jeden Tag am besten 53 Kilometer radelt, besser habe als hätte! Allein vom Wetter ist es eine kleines Abenteuer. Die Vorhersagen sind schon zutreffend, nur meist nicht vom Zeitpunkt 😅😉

Gestern war Brot backen angesagt, was dann immer gute 7 Stunden in Anspruch nimmt. Also „früh“ aufstehen, damit man später noch etwas vom Tag hat. 🤗 Die „kleine“ Ilmenau Runde mit knapp 40 Kilometern, und einige Erledigungen während der Ruhephasen der Brote, ergaben immerhin 48 Kilometer .

Heute sind wir kurz entschlossen schnell nach Lüneburg geradelt. Es gibt dort nette „Bedarfs“ Läden…alles was man nicht braucht, aber immer gut gebrauchen kann (Stifte z.B. 🤣).

Nachmittags stand das Kind auf dem Plan…hin und her, von der Kita zum Zu Hause des Kindes, den fahrbaren Untersatz wechseln, dann zu uns…eigentlich eine nette Fahrrad Runde, die aber heute mit einem nicht vorhergesagten Gewitter recht spannend wurde. Mit dem Kind zu diskutieren, dass der Donner „nicht“ aus der Hütte kam…sondern vom Himmel, dass es doch besser ist „Gas“ zu geben…fand ein rechtzeitiges Einsehen, als es deutlich lauter wurde. Nur gut, dass Uwe das Garagen Tor für uns aufgemacht hatte! Mit den ersten, sehr großen Tropfen, haben wir in letzter Sekunde die trockene Garage erreicht…und konnten diese Wetter Kapriolen unter Dach im Trockenen „bewundern“!

Die heutigen 58 Kilometer waren sehr abwechslungsreich…manchmal muss man einfach Glück haben 🙂

P.S. Ingo, wie sieht es bei Dir aus. Wir hätten am 06/07.06. noch Kilometer Bedarf 😎…sonst können wir uns in Lübeck treffen 😉