Auf geht’s,

…oder irgendwas ist immer. Der Tag fing ja freundlich an. Die Sonne am blauen Himmel, ein gutes Frühstück und eine Radtour vor uns. Schnell noch die Blumen gießen, etwas Verpflegung schneiden und, schon war es passiert. Mal eben den Kaffeebecher umgestossen 😭…das leckere Getränk ergoss sich über die Herdplatte und tropfte fleißig an den Schubladen herunter (auch hinein) und auf den Küchenboden. „Wat´n Malöör“, aber bis der Uwe aus der Maske kam, hatte ich alle Spuren beseitigt…und wenn ich nicht mit fünf Lappen, leicht bräunlich eingefärbt, die Wäscheleine angehübscht hätte 😉 wäre es gar nicht aufgefallen😄

Gut gelaunt und voller Tatendrang sind wir erst in Richtung Bardowick, dann zum Schiffshebewerk in Scharnebeck aufgebrochen. Der ständige und stärker werdende Gegenwind hat uns ebensowenig aufgeregt, wie die Baustellen. In Bardowick mussten wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, aber die gesperrte K 30 war cool. Die Straße war für den Autoverkehr gesperrt, aber die komplette linke Fahrbahn war als Radweg umgewidmet…eine sehr komfortable Sache👍

Was die Radwege anging, hatten wir damit das Beste hinter uns🫣. Gott sei Dank war uns das noch überhaupt nicht klar. Wir hatten uns erhofft, im Wald dem starken Wind zu entgehen, was im Prinzip auch geklappt hat, nur die Wege waren nicht sehr hilfreich, wobei es schon viel Fantasie und guter Laune bedurfte, um das Elend überhaupt als Weg zu bezeichnen…weg ja, aber nicht Weg.

Teilweise hatte man das Gefühl, als sei Hannibal mit seinen Elefanten gerade eben durch den Wald gezogen, andere Stellen waren von Schwerlastfahrzeugen mächtig aufgewühlt und eher komplett zerstört. Man kann sich bei solchen Widrigkeiten, in schlechter Laune ergeben, oder man versucht das Schöne zu sehen und das Blöde auszublenden. was heute erstaunlich gut geklappt hat. Selbst der ständige, unangenehm böige frontale Wind von 20 bis 45 km/h hat uns heute nicht klein gekriegt 😎

Ebensowenig unsere heutige Bleibe. Ein Truckermotel mit angeschlossener Pommesbude. Was solls. Sehr viel mehr gibt es z.Z. in dieser Gegend nicht. Das Zimmer ist sauber, hat ein Bett für die Nacht, und satt geworden sind wir auch.

Nach 67 recht anstrengenden Kilometern braucht man nicht mehr viel 🤣

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