Eder – Lahn Tour,

oder von Kassel nach Koblenz.

Sehr häufiges Motiv zu Begin einer Radtour…8,5 Kilo Gepäck p.P.

Lange geplant, endlich in Angriff genommen. Uwe hat diese Tour schon seit einigen Jahren in der Schublade. Oft waren es andere Urlaube oder Touren die dazwischen kamen, Corona hat auch für Aufschub gesorgt, aber jetzt geht’s wirklich los. Schon die dritte Radtour in diesem Jahr.  Da wir das Fliegen aus Klima Gründen meiden, das Autofahren aus Fitness- und Klimagründen reduziert haben, genießen wir vermehrt das Radfahren. Seit gestern findet passender Weise auch das Stadtradeln in Winsen statt.

Die ersten zwei Touren haben wir komplett von zu Hause, nach zu Hause gemacht…ohne fremde Hilfe. Das ist schon ein tolles Gefühl!  Nun fahren wir mit der Bahn bis Kassel um dann auf eigenen Rädern Richtung Koblenz zu strampeln, um da dann wieder in den Zug nach Hause zu steigen.

Für die erste  Übernachtung  haben wir uns Fritzlar ausgesucht, nicht ganz weit weg von Kassel, aber da muss man ja erstmal ankommen…was sehr gut geklappt hat. Aus (Annas) Sicherheitsgründen haben wir von Winsen einen Zug früher (10 Minuten) genommen. Da es am frühen Morgen recht frisch war, hat die etwas längere Wartezeit auf den ICE für Gänsehaut und kalte Füße gesorgt, schließlich ist gerade mal Sommer, da ist man strumpflos unterwegs. Das Reisen in einem ICE 3 ist recht angenehm, wenn man zwei von den drei Fahrradstellplätzen ergattert hat 😉 Mir ist beim Fahrrad aufhängen schmerzhaft klar geworden, dass man am Besten nicht die eigenen Rippen zum abstützen benutzt…aber was soll Frau machen, wenn sie die Hände voll hat…(auf Uwe hören🥴 und warten😂)

In Kassel haben wir recht schnell den Radweg erreicht, der durch den wunderschönen Staatspark Karlsaue führt…mit Märchen Schloss und Wassergräben ohne Krokodile, aber mit Schwänen, Gänsen und Schulkassen. Des Weiteren bin ich noch angesprochen worden: „Sie haben so ein pinkes Outfit…waren Sie schon in Barbie?“ Ungefragt hat der Typ seine Meinung und die Story kundgetan. Jetzt wird es noch schwieriger Uwe von dem Film zu überzeugen…außerdem habe ich keine pinke Sandalen!

Zuerst an Fulda und später an der Eder entlang führte der Radweg auf teils ganz tollen Wegen, aber immer weg vom motorisierten Verkehr…und die Wegführung hat nicht jeden Hügel mitgenommen 😃. Der Weg blieb meistens im Tal. Bei Guxhagen und in Fritzlar hatten wir jedoch Gelegenheit einige Höhenmeter zu sammeln…und…mir hat keiner gesagt, dass Fritzlar und somit unser Hotel, auf einem Berg liegt.

Fritzlar ist aber eine schöne, sehr gut erhaltene Fachwerkstadt in Nordhessen, in der auch im Jahre 723 die Christianisierung in Nord und Mitteldeutschland ihren Ursprung nahm…für uns sind aber mehr der schöne Ortskern und die herrliche Landschaft ausschlaggebend gewesen. Rund um den Marktplatz und dem Dom sind sehr schöne, feenhaft schiefe Fachwerkhäuser zu bewundern.

Zum Abschluß noch die übliche Statistik. Bedingt durch schwüle Wärme und schmerzende Rippen war es zwar anstrengend, aber ein toller Tag mit sehr vielen schönen Eindrücken.

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