Wetzlar – Weilburg

Zuerst aber ins Leica Museum

Bei der Hotel Buchung sind wir auf das Leica Museum aufmerksam geworden. Das Hotel allein ist schon eine Wucht, quasi eine eigene Fotoausstellung. Einzig beim Essen im hauseigenen Restaurant „Oskar’s“ fand ich es schon befremdlich, bei meiner Frage nach einem trockenen Rotwein zu hören: „Sehen Sie die blaue Flasche da? Die mit dem blauen Etikett!“ Ich war so perplex, daß ich gar nicht auf die Idee kam nach der Weinkarte zu fragen. Das Essen, wie auch der Rotwein waren jedoch klasse!

Das Leica Museum beschreibt ausführlich den Werdegang der Firma Leitz, mit Hauptaugenmerk auf die Erfindung der Leica Camera, der ersten Kleinbildkamera der Welt. Nach dem ersten Weltkrieg lag die Wirtschaft am Boden, Der Mikroskop Verkauf der Firma war rückläufig. Es war eine schwierige Entscheidung und ein Wagnis mit der Camera in Serien Produktion zu gehen. Die Vorteile waren jedoch nicht von der Hand zu weisen…statt 5 kg nun knapp 500 gr. welche auch noch in eine Jackentasche passten. Der unglaubliche Erfolg spricht für sich. Beeindruckend ist für mich auch die liberale, mitarbeiterfreundliche Einstellung. Einführung des 8 Stunden Tages, bezahlter Urlaub, Pensionskasse etc., sowie die riskante Rettung von Verfolgten während des Nazi Regimes.

Die steile Abfahrt hinunter in die schöne Altstadt war ein guter Test für die Bremsen…und bevor wir die interessante Stadt verließen, haben wir uns noch ein Eis gegönnt…im „Ponte Vecchio“…an der alten Lahn Brücke aus den 13 Jahrhundert.

Die heutige Etappe bis Weilburg wäre eigentlich ein Katzensprung für uns…wenn es bei Gegenwind nicht ständig rauf und runter gagangen wäre. Zur letzten Führung am heutigen Tag im Weilheimer Schloß haben wir es nicht mehr geschafft. Schieben wir es einfach auf Herrn Leitz und seine fähigen Mitarbeiter.

Mit einem Bummel durch die Altstadt, inclusive einem Besuch im gut gepflegten, sehr schönen Schloss Garten, haben wir uns auf das Abendessen vorbereitet 😉

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