Seevengeti statt Gent

Eigentlich wären wir heute damit beschäftigt, die Fahrradtaschen möglichst sinnvoll für zwei Wochen Belgien und Niederlande zu packen. Leider ist etwas dazwischen gekommen 😖 Ein kleines, mieses, aber wirkungsvolles Bakterium, das Uwes Darm und Magen höchst unliebsam auf Trab gebracht hat. Die Wirkung ist ähnlich wie bei einer Darmspülung, nur dass der Magen auch mitmachen will 🤢. Schonkost und viel schlafen hat zwar Besserung mit sich gebracht, aber auch jegliche Kondition verschwinden lassen…die in den Beinen, und auch die vom Magen! Wir wollen ja bei einer Radtour nicht nur das Radeln genießen, sondern auch das gute Essen.

Belgien z.B. hat die größte Sternerestaurant Dichte gemessen an Einwohnern. Cathrin und Edi, die wir in Belgien treffen wollten, haben sehr davon geschwärmt und gemeinsame Essen stand auf dem Plan 😞…aber aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Neuer Versuch im nächsten Jahr!

Nun sind wir dabei, langsam mit Radfahren zu starten. Kleine 20 bis 30 km Runden, die die Beinmuskulatur wieder an die Arbeit gewöhnen, stehen jetzt auf dem Programm. Da es bei uns trocken, aber sehr windig ist, überlegen wir sehr genau wie wir fahren…am liebsten mit Rückenwind zurück.

Zwar kennen wir die nähere und auch weitere Umgebung wie unsere Westentasche, aber es gibt immer wieder neues zu sehen, oder altes präsentiert sich neu!

Die untere Seeveniederung, die auch „Seevengeti“ genannt wird, befindet sich in direkter Nachbarschaft des großen Rangierbahnhofs Maschen, bzw. entstand durch den Bau des Bahnhofes. Am Ufer des Steller Sees wurden unbrauchbare Sand- und Torfböden, aber auch Gestein zu einer ca. 10 ha großen Erhebung aufgeschüttet. Die Fläche blieb sich selbst überlassen und entwickelte sich zu vielfältigen Biotopen, die eher in der Steppe und nicht im Marschland zu finden sind…wie z.B. die Serengeti.

Das mittlerweile unter Naturschutz stehende Gebiet beherbergt auch das Junkernfeld mit seinen gut 2 Millionen Schachbrett Blumen die im Frühjahr blühen. Die größte Ansammlung der hübschen Blume in der Bundesrepublik Deutschland.

Der eigene Garten bietet zur Zeit auch einiges…fürs Auge und auch für den Magen 😃 Da die Temperaturen momentan eher zum Grog trinken einladen und nicht zum Aperol Spritz…tut es vielleicht nicht ganz so weh zu Hause zu bleiben.

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