Die Relativitätstheorie

…oder, warum einfach, wenn es auch schwierig geht.

Morgens um 9:50 Uhr auf dem Bahnsteig in Hannover. Wenn wir mit der Bahn und den Rädern unterwegs sind, bin ich ziemlich hellwach. Heute war ich fast beruhigt, als ich nur 3 Fahrräder ausmachte, die in den IC Richtung Amsterdam wollten. Wo dann die anderen 5 SUV E-Bikes plötzlich herkamen, war mir unbegreiflich. Ganz spontan fällt mir der Spruch ein: „Wenn Dummheit leuchten würde, hätten wir kein Energieproblem“. Die schweren E-Bikes samt schwerem Gepäck durch den schmalen Eingang zu hieven ist nichts für eine Person. Von vorne ziehen (was ich dann gemacht habe) und von hinten schieben…dann das Rad im Gang stehen lassen und sich wundern, daß es nicht weitergeht als das nächste Rad kommt. 🙈

Ich habe zuerst unser Gepäck reingetragen und dann versucht Platz zu schaffen, damit es weitergehen konnte. Nach der vierten Durchsage, dass man einsteigen solle und die Türen schließen, ist selbiges wirklich passiert. Augenscheinlich ist auch das Stellplatz Roulette gut aufgegangen,da keine Beschwerden kamen.

Jetzt liegen Breda und Deventer als Umstiege vor uns…was ja auch noch lustig werden kann🙄

Warum schimpfen immer alle auf die Deutsche Bahn? Schlimmer geht immer. Das Umsteigen nach Breda war… auf der einen Seite einfach, da auf dem selben Gleis, auf der anderen Seite nichts für schwache Nerven, da es keine Anzeige gibt, wo denn der „eine“ Fahrradwagen hält. Die Auskünfte die wir auf dem Bahnsteig erhalten haben, fielen sehr unterschiedlich aus und enthielten zuviel von „vielleicht“ und „kann sein“! 🙈 Also, wir sind erstaunlich gut reingekommen, aber nur weil alle Räder, die im Zug waren, raus wollten. Es gibt ca. 5 – 6 Stellplätze. (In Freiburg würde das für 10 Räder reichen). Das ganze System wird ohne Reservierungen geführt. Wer Platz findet kann rein, und wer nicht, wartet auf den nächsten Zug. Sehr zuverlässig 🙄. Wie schon gesagt, nichts für schwache Nerven…und für meine schon gar nicht

Wie war das noch schlimmer geht immer? Und es kam schlimmer. Den Abschnitt Breda – Antwerpen haben wir ganz anständig geschafft. Auffallend ist aber, dass die diversen Auskünfte bezüglich Fahradabteil allesamt doof waren. Freundlich, aber doof.

In Antwerpen, auf der tiefsten Ebene angekommen, haben wir vergeblich einen Fahrstuhl gesucht und schließlich die Rolltreppen genommen…was sich wegen der Hecklastigkeit des Gepäcks, als nicht gut erwies. Auf der zweiten Rolltreppe habe ich hinter mir keine guten Geräusche gehört…als nächstes habe ich den gesamten Bahnhof zusammen geschrieen. Uwe lag auf der  Rolltreppe und das Rad stand sehr bizarr in die Höhe. Gott sei Dank Dank waren sehr hilfreiche Menschen hinter Uwe die ihm sofort geholfen haben und weiteres runter rutschen verhindert haben. Die erste Hilfe Tasche hat ihrem Namen alle Ehre gemacht…bis die Profis kamen. Glück im Unglück? Das wird sich morgen zeigen. Die Schulter ist geprellt. Das Bein hat ziemlich geblutet, was aber von den Profis gut behandelt wurde. Den wunderschönen Bahnhof von Antwerpen konnten wir nicht wirklich genießen.

Im Hotel genießen wir jetzt einen sehr guten Gin-Tonic. Die schöne Stadt sehen wir uns morgen an…so gut es geht.

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