So, wie wir gestern Nachmittag irrwegig zum Hotel gefunden haben, ging es heute morgen weiter. Fälschlicherweise sind wir der Dender gefolgt und nicht der Schelde. Einmal nicht aufgepasst, oder noch geträumt. Das Navi hatte keine Schuld, vielleicht Uwe, der vergessen hat, die Route unserem Hotel anzupassen. Die war noch auf dem Stand vom letzten Jahr. So schlimm war der Umweg gar nicht, eher besser. Sonst hätten wir über eine stufige Schleuse schieben müssen. Nun konnten wir relativ bequem über die Dender radeln.






Der Radweg verlief, als wir ihn wieder gefunden haben, ziemlich direkt an der Schelde längs. Meist geteerter Radweg mit viel Natur und kaum Verkehr. Eine nicht fahrende Fähre hat mir dann einige Kilometer später eine Brücke erspart, die ich sehr interessant fand…ich wäre sogar freiwillig rüber, wenn ich gemusst hätte.
Gleich hinter Wetteren mussten wir Baustellen bedingt schottrige, sandige Umleitungen fahren, die aber sehr gut sichtbar ausgeschildert war. Grund: Eine Deichertüchtigung auf vielen Kilometern.
Irgendwie hat es heute nicht mit einer Kaffee- und Kuchen- Pause geklappt. Zum einen waren keine Örtlichkeiten am Radweg zu entdecken, (ganz im Gegensatz zu gestern) und zum anderen waren wir plötzlich schon kurz vor Gent. Also haben wir nur eine kurze Salami Pause gemacht und waren gegen 14 Uhr schon am Ziel 🌞 Uwe geht es „normal“…das antwortert er jedenfalls immer, wenn ich ihn frage: „Wie fühlst Du Dich?“ Schmerzen hat er hauptsächlich, wenn er niesen muß…was Gott sei Dank nicht so häufig vorkommt.
Frisch geduscht und guter Dinge haben wir uns sofort ins Getümmel gestürzt. Antwerpen war ja schon toll, aber Gent ist echt der Hammer. An der Sint-Michielsbrug war ich total geflasht. Der berühmte Blick auf die drei Türme von Gent! Sint Niklaaskerk, Belfried und St. Bavo Kathedrale! Wirklichkeit oder Traum? Gleich taucht bestimmt Harry Potter auf, oder andere Fabelfiguren! Wow, war das ein toller Anblick. Selbst Uwe als alter Reisehase war sehr beeindruckt. Gent kannte er bis dato auch nicht, was er als Fehler bezeichnete.





Nach einer Stärkung haben wir eine kleine Böötchentour genossen…im oben ohne Boot bei 23 Grad und mit einem Glas Sekt…was will man mehr.





Ein erster Überblick ist geschafft. Morgen haben wir den ganzen Tag zur Verfügung und zudem mit Cathrin und Edi nette Gesellschaft, die sich hervorragend in Gent auskennen…und ich nehme mir morgen auch frei und mach ne Blogpause 😎


