Lange als Wunschziel auf der Liste gehabt und nun endlich realisiert. Die Anreise haben wir wieder im Abenteuer Modus „genossen“. Reisen mit der Bahn bringt immer wieder neue Überraschungen. 90 Minuten vor Abfahrt hat die Bahn sich gemeldet und bekannt gegeben, dass der gelante Zug um 8:00 Uhr von Winsen nach Hamburg (mal wieder) ausfällt. Dass wir von vorneherein eh schon anders geplant hatten, wusste die Bahn ja nicht. Wir wollten den 7:39 Uhr Zug nehmen, was fast gut geklappt hat. Um 7:45 Uhr sind wir in den Zug der eigentlich um 7:21 Uhr fahren sollte eingestiegen, der 7:39 Uhr Zug hat vielleicht um 7:50 Winsen erreicht…war uns egal. Wir waren zeitig in Hamburg und konnten uns noch Verpflegung organisieren, da die „ins Ausland fahrende Züge“ keine Bord Gastronomie haben😣
In Hamburg hatten wir gut 30 Minuten lang Zeit, das tägliche Elend von der „Zug fällt aus“, „heute von Gleis??“, oder die „verspätet sich um… “ zu beobachten. Insofern hat es uns gewundert, dass wir nur mit 9 Minuten Verspätung von Hamburg Richtung Kopenhagen gestartet sind. Dass sich das noch wegen eines Oberleitungsschaden in Dänemark, auf über 30 Minuten angestaut hat, kam uns ganz gelegen. So hatten wir nur einen Cappuccino lang auf die Freigabe unseres Zimmers warten müssen. 😁 Unbedingt anzumerken ist noch, das mit dem überqueren der Grenze nicht nur Grenzpolizisten an Bord kamen, sondern auch kostenlose Lunchbags, die von dem Dänischen Bahn Personal verteilt wurden 👍👍
Die Zugfahrt an sich war ganz nett…beeindruckend über den Nord-Ostsee Kanal z.B. oder auch die Fahrt über den großen Belt, bzw. zur Hälfte unter dem Belt im Tunnel. Die angenehmen Mitreisenden im Abteil waren ein amerikanisches Ehepaar aus Alabama – am Golf von Mexico – ausdrücklich! Nicht am Golf von Amerika, und ein Ehepaar aus der Nähe von Stockholm…letztere berichteten, dass die Bahnzustände in Schweden weitaus schlimmer sind als in Deutschland. Ein totaler Renovierungsstau und keine Aussicht auf den Beginn. Vielleicht sind wir Deutschen einfach nichts Gutes gewohnt 😉😅
In Kopenhagen angekommen haben wir ohne große Diskussion den Weg zum Hotel gefunden. Ich wollte zwar lieber nach rechts, aber Uwes pfadfinderische Fähigkeiten sind viel ausgeprägter als meine…man könnte auch sagen, seine sind vorhanden, meine sind gut verborgen.





Wir haben gemütlich und in aller Ruhe die nähere Umgebung erkundet…Rathaus, Rathausplatz und auch die bekannte Einkaufsstraße „Ströget“…die längste in Europa (jedenfalls bei der Eröffnung 1962 – ein gutes Jahr 😉). Die unhandliche, schwere Einkaufstasche mit unserer Beute, haben wir im leichten Nieselregen ins Hotel gebracht. Nach einer kleinen Pause, haben wir ohne große Anstrengung, fast wie in Antwerpen, ein nicht so gutes Restaurant gefunden 😉. Wir sind satt geworden. Morgen geben wir uns mehr Mühe.

