Hindernisse

Nach einem guten Frühstück sind wir guter Dinge losgefahren. Das immer wieder mit sportlichen Höchstleistungen verbundene Umsteigen mit Fahrrädern und Gepäck hat sehr gut geklappt. Gut gelaunt betrachteten wir den blauer werdenden Himmel. Kurz vor Göttingen wurde dann der Zug immer langsamer, bis er kurz nach Nörten-Hardenberg ganz stand. Und stand…für ungefähr 2 Std.. Das heißt, nach 15 Minuten fuhr der Zug erstmal wieder zurück nach Nörten-Hardenberg, damit die Türen geöffnet werden konnten.

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langes warten

Die Informationen kamen nur spärlich. Notarzteinsatz vor Göttingen, Strecke gesperrt, unbekannt wann es weitergeht, Handy Empfang nur vor der Toilette 🙄 Genau das Richtige für mich. Uwe blieb wie immer cool. Wie sagt man so schön: „Wenn einer eine Reise tut…“ Statt um 11 Uhr, erreichten wir Kassel um 13 Uhr, was natürlich die restliche Tagesplanung über den Haufen warf.

Kassel

Bergpark Herkules

So machten wir nur einen sehr kurzen Abstecher zum Herkules, der sich selbst aus der Entfernung gewaltig ausnahm. Eine riesige Bergparkanlage, erbaut von 1701 bis 1717, die bestimmt ein lohnenswertes Ziel ist, aber nicht mit Fahrrad und schon gar nicht mit Gepäck 😉

In Kassel haben wir noch einen langen Blick auf ein Dokumenta Gebäude werfen können. In einem Bistro wollten wir schnell eine Kleinigkeit essen und trinken. Also schnell. Locker 40 Minuten auf Essen und Trinken gewartet…und statt Alster gab es auch noch Bier…aber wir hatten dann wenigstens etwas!

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Uwes Garmin hat uns dann schnell und gut aus Kassel und an die Fulda geführt. Die folgenden 30 Kilometer bis Hannoversch Münden haben uns aber für vieles entschädigt. Eine so schöne, wirklich traumhafte Strecke. Das war Genussradeln pur 😎

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Die Altstadt von Hannoversch Münden mit den vielen gepflegten Fachwerhäusern, ist sehr sehenswert. Einzig die Geschäftsauswahl tut eher in den Augen weh. Takko, Kick, diverse Billigläden und etliche Telefonläden sorgen nicht gerade für eine nette Atmosphäre. Den Weserstein, wo Werra und Fulda sich küssen und zur Weser werden, haben wir natürlich auch besichtigt. Unter einer uralten, riesigen Kastanie ist der Stein mit dem Spruch zu finden.

Da für morgen Regen vorhergesagt ist, was natürlich nicht passieren wird, wollten wir aber trotzdem noch einige Kilometer hinter uns lassen. Nach Kilometer 49,75 haben wir uns in Hemeln niedergelassen…und heißkalt geduscht, einen Kurzschluß mit dem Fön produziert….und wieder auf Essen und trinken gewartet 🙄

Norddeutscher Hochsommer

…oder, jetzt geht los!

Wie sagt Uwe so schön: „Der Norddeutsche Hochsommer gibt wieder alles.“ Es regnet den ganzen Tag vor sich hin. Mal mehr, mal weniger 🙄

 

Bei solch feuchten Bedingungen macht es natürlich großen Spaß in den Urlaub zu fahren. Da wir Optimisten sind, glauben wir, dass der Regen verschwindet und uns nicht auf unserer Radtour begleitet 😎

Gesamtübersicht

Der Plan

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Heimat

Die rote Strecke bringt uns von Kassel ins Sauerland nach Eversberg und die blaue ist der Ruhr Radwanderweg, von Winterberg nach Duisburg. Natürlich sind die Vorbereitungen nicht ohne! Ein wichtiges Utensil ist die Waage. Normalerweise finden wir mit der Waage die gewichtigsten Unterschiede. Diesmal ist es aber nicht ganz so wichtig. 5 Kg Gepäck haben wir ins Sauerland zu meinem Bruder geschickt. Ich selbst habe mehr Technik in den Taschen als Kleidung

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Wir freuen uns auf ein neues Abenteuer.

🙂

 

 

Hamburg – Bille Tour

…und Sir Jeffrey Tate

Erst vor wenigen Tagen ist Sir Jeffrey Tate gestorben, also sollte nach Rad losen Regentagen eine Tour mit einem kurzen Besuch an der Laeizshalle stattfinden. Uwe hatte die Idee nach Hamburg zu fahren, um dann an der Bille entlang über Bergedorf zurück nach Winsen zu fahren. Ich hatte den Wunsch zwei Rosen an der Laeizshalle zum Gedenken an Sir Jeffrey Tate niederzulegen. Gesagt getan. Eine wunderschöne Tour mit vielen neuen Eindrücken liegt nun hinter uns.

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Stolze Mama mit Entenklein

Der erste Teil des Weges verlief parallel zur Bahn über Hörsten und den Badeseen, dann am Seevekanal entlang, wo wir, recht spät für das Jahr, den ersten Enten Nachwuchs gesehen haben. Harburg hatten wir schnell erreicht.  Immer wieder ein Highlight ist die alte Harburger Elbbrücke. Die schönste Radfahrer- und Fußgängerbrücke überhaupt 🙂

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Alte Harburger Elbbrücke

Nachfolgend Wilhelmsburg, welches zur Zeit durch die Verlegung der Reichsstraße nicht ganz so bequem zu befahren ist wie sonst, aber das geht vorbei…und fürs Auge findet sich immer etwas.

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Die Baustellen in der Hafencity kannten wir und wussten somit wo es lang geht. Nach einer kleinen Essenspause sind wir zum Hauptbahnhof gefahren, haben zwei Rosen gekauft und damit die Laeiszhalle geschmückt.

 Hamburg_050617_4Außer uns hatte leider keiner die Idee. Schade, Sir Jeffrey Tate war ein toller Mensch und ein sehr guter Dirigent, der trotz schwerer Handycups nie geklagt und so viel erreicht hat! Durch seine Musik wird er weiterleben.

Unsere Tour verlief für eine kurze Wegstrecke auf alten Wegen. Wieder vorbei an den Deichtorhallen, entlang am Großmarkt und weiter nach Entenwerder. Dort sind wir dann aber nicht am Billwerder Sperrwerk Richtung Kaltehofe abgebogen, sondern geradeaus weitergefahren. Zuerst durch ziemlich grobes Industriegebiet…bis Uwes Garmin uns urplötzlich scharf rechts in ein verstecktes Wohngebiet wies. Es dauerte nicht lange und eine ebenso plötzliche Abbiegung ließ uns mehr oder weniger im Unterholz verschwinden.

Ein wunderschöner, teilweise verwunschener Weg, schlängelt sich sehr gemütlich bis Bergedorf entlang der Bille.  Sogar das Deutsche Maler- und Lackierer Museum haben wir entdeckt – aber nicht besucht!  Die Boberger Niederung haben wir nur am Rande erlebt. Eigentlich wollten wir noch für Herbert ein Papierschiffchen in die Bille setzten, aber mangels Papier war uns das leider nicht möglich 😦

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Um wieder in Richtung Heimat zu kommen, haben wir uns in Bergedorf an den Schleusengraben der Dove-Elbe gehalten, um dann über Neuengamme, nach 74 Km unsere Fähre in Zollenspieker zu erreichen, die, wie immer an Feiertagen sehr gut besucht war.

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Zollenspieker

Die restlichen Kilometer haben unsere Räder wie immer fast von alleine geschafft. Um die 80 km wieder voll zu bekommen, bin ich auf dem Wendehammer vor unserer Tür noch viermal im Kreis gefahren. Dann gab es den verdienten Kaffee…und gleich geht’s in die Wanne 😎

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Den Oberlauf der Bille, die Quelle liegt bei Trittau, erradeln wir ein anderes Mal 😎

 

 

 

 

 

 

Alsterwanderweg

Die heutige Radtour war schon länger im Visier von Birgit und Det, unseren Nachbarn und uns. Heute war es dann so weit. Alle hatten Zeit und das Wetter war ebenfalls mit uns. Trocken, sonnig aber nicht heiß.

Bis Bargteheide sind wir mit dem Zug gefahren um dann 10 Km über Land zu fahren um nach Kayhude zu kommen, wo die Alster zwar nicht entspringt, aber wir unsere Tour gut starten konnten.

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gemütlich fließt die Alster

Der Streckenverlauf war schon etwas anspruchsvoll. Rauf und runter, überraschende und enge Kurven gefolgt von plötzlichen kurzen, aber steilen Anstiegen. Kleiner werdende Wege, fast im Unterholz verschwindend, dann plötzlich, um eine Biegung fahrend, wieder der breite Weg.

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Die Alster mäandert gemütlich durch ein tolles Landschaftsschutz Gebiet. Weiter durch sumpfige und Urwald ähnliche wildromantische Abschnitte. Anschließend durch prächtige Villenviertel, an alten Stadtvillen und auch neuem Bauhausstil vorbei,  natürlich auch an mancher Bausünde. Das Auge hat sehr viel geboten bekommen.

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eine von vielen Brücken

Wie oft wir die Flussseite gewechselt haben, hat keiner von uns gezählt, aber wir haben sehr unterschiedliche Brücken befahren. Die weitere Tour zur Stadtmitte entlang dem Leinpfad und der Außenalster bot ein wunderschönes Bild. Hamburg meine Perle 😎

 

 

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Hamburg

Nach 50 Km am Bahnhof angekommen, haben wir uns zu früh auf den Zug gefreut. Wegen einer Bombenentschärfung am Harburger Bahnhof fuhr gar kein Zug. War ja nicht schlimm. Wir hatten ja unsere Räder dabei. Nach weiteren, sehr flotten 30 Km mit Rückenwind kamen wir dann an der Fähre in Zollenspieker an.

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Der Rest war ein Kinderspiel. Ein toller Tag, eine tolle Tour und einige Kilometer auf dem Tacho 😎

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Der Tourenverlauf

 

Einer geht noch

Nun hat uns das normale Leben wieder. Wie schnell das nur geht. Eben noch in Halifax aufgewacht…na gut. Das ist jetzt ziemlich genau 30 Stunden her. Der Flug war „relativ“ angenehm; wie es halt für Condor so üblich ist. Außergewöhnlich war hingegen der Cognac auf Kosten des Hauses. Sehr pünklich haben wir nach sechs Stunden Flugzeit den Frankfurter Flughafen erreicht.

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Sonnenaufgang in Frankfurt

Die endlos langen Wege auf diesem großen Flughafen lassen zwei Stunden Umsteigezeit in null koma nix schmelzen…besonders wenn man nochmal durch die Siecherheits Schleuse muss. Puh, ich hatte mich so gut vorbereitet, und doch ging es wieder schief. Vor vier Jahren wollte der Zoll meine Fotoausrüstung beschlagnahmen. Also habe ich für den selbigen Fall Rechnungen kopiert.

Natürlich hat sich niemand für diesen Posten interessiert. Diesmal hatte mich die Bundespolizei am Wickel. Klingt eigentlich nicht gefährlich, wenn man sich für einen braven Bürger hält. Stehen dann aber zwei mit Maschienenpistolen bewaffnete Männer gegenüber, weil mein Fotorucksack Sprengstoff verdächtige Spuren aufwies, wird einem schon etwas anders.

Ein Sicherheitsbeamter hat so ziemlich alles unter den Augen der Polizisten aus dem Rucksack herrausgenommen und untersucht, Kameras, Ladegeräte, Akkus, Kaugummi, Tempos, das Smartphone wurde begutachtet…und fast nichts Verdächtiges gefunden. Die letzte Seitentasche! Der Sicherheitsbeamte war dann aber plötzlich sehr irritiert: „Steine!?“ entfuhr ihm verblüfft.

Meine Geschichte über die „Inuckshuk“ hat ihn und die Bundespolizisten dann aber doch nicht interessiert. Ich durfte alles wieder einpacken und mit Uwe – dessen Bordcase zwar auch gründlich auf Sprengstoff getestet wurde, aber längst mit grünem Licht genemigt wurde – weiterhetzen. Kleiner Schreck in der Morgenstunde der uns wieder munter gemacht hat.

Nun sind wir aber mit unseren Schätzen wieder gut zu Hause angekommen.

Halifax International Airport

…noch 8 Stunden bis zum Abflug!

Die letzte Nacht in unserer Rennschnecke ist nun auch Geschichte. Nach einem (fast) gemütlichen Frühstück, wurden die letzten Sachen verstaut…wohin z.B. mit den neuen Kaffeetassen? Die weise, aber sinnlose Erkenntnis, dass 5 Rollen Press and Seal mehr Platz wegnehmen als 3 Flaschen Schokolikör. Treibholz ist Gott sei Dank nicht so sperrig, passt in die kleinste Lücke 🙂

Einen Inukshuk haben wir auch zusammengesetzt – Steine vom Strand in Sechelt, vom Lake Superior, und von den Flowerpot Rocks -und somit haben wir auch Steine im Gepäck 🙂

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Erstaunlich ist auch der gesamte Benzinverbrauch. Wenn die Buchführung und die Rechenleistung stimmen, so hat unsere Rennschnecke sage und schreibe 1920 l Benzin verbraucht. Wow! In Winsen brauchen wir Jahre dafür!

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Die Fahrt zum Schneckenheim nach Fraserway –  ohne uns zu verfahren!

Die gefahrenen gesamten Kilometer betragen laut Tacho 7154 Kilometer. Bei meiner Buchführung sind mir 48 km abhandengekommen. Wohl irgendwie unter den Tisch gefallen 😦

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Unser Reiseverlauf

Das Abenteuer quer durch Cananda war sagenhaft. So unglaublich viele neue, schöne, atemberaubende Eindrücke. Da war es schon eine tolle Idee diesen Blog zu schreiben. Danke Magdalena. Wer weiß, was sonst alles hinten rausgefallen wäre, wenn jeden Tag so viel Neues vorne reinkommt! Nun ist vieles zum Nachlesen aufgeschrieben, mit entsprechenden Fotos. 80% davon sind von meinem Windows Phone. Die restlichen 3499 (grobe Schätzung) Fotos werden zuhause gesichtet; wenn der Rasen gemäht ist, der Garten auf Vordermann gebracht ist, die Wäsche gewaschen ist, etc.!

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Größenverhältnisse – Canada zu Deutschland

Ganz besonders schön war auch die Zeit mit der Familie in Vancouver. Barbara und Don sind so tolle und herzliche Gastgeber. Vielen lieben Dank! Die Tage in Vancouver und besonders in Sechelt waren außergewöhnlich toll!

Isabel und Greg nach 4 Jahren wiederzusehen, war auch klasse. Bestimmt auch mal in Europa hat Isabel versprochen – nicht vergessen.

Und natürlich auch Walter und Doris…die per Skype quasi mitgefahren sind; wobei Doris zwischendurch mal eben für eine Geburtstagsfeier nach Düsseldorf geflogen ist! Mit 85 Jahren…Andreas nimm Dir mal ein Beispiel daran!

 

 

 

Irrwege in Halifax

Sind wir sonst eigentlich überall relativ gut gelandet, -TomTom (Else) hat uns meist gut geleitet – nur hier in Halifax haben wir uns immer mindestens zweimal pro Tour verfahren…bitte wenden!! Langsam fahren und laut vorlesen, bzw. Meter mit rückwärts zählen, half nicht – wir haben doch einen Umweg gefunden! 😦

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Zu schwer für die Brücke, dürfen wir nicht befahren – haben wir aber  ganz schnell wieder gefunden

Was soll´s. Nun sind wir auf dem letzten Campground unserer Reise angekommen: KOA Halifax West. Liegt schön an einem See, hoffentlich ohne Mücken.

Die Reihenfolge unserer letzten Tage war perfekt. Peggy´s Cove bei strahlender Sonne und heute Halifax leicht bewölkt. Die Rückfahrt war bis zur Stadtgrenze sehr schön.

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Heute Morgen, Binnensee im Naturpark

Dann fingen wir an uns zu verfahren. Wir wollten das Maritime Museum besuchen. Nach zwei Irrwegen kamen wir auch an…und mussten einen Parkplatz für die Rennschnecke finden. Puh, nach längerer Suche hat ein Superstore Parkplatz uns aufgenommen. Von da sind wir dann zu Fuß zum Museum, vorbei an Kreuzfahrtschiffen…und an vielen großen Parkplätzen…Else hatte uns zu direkt zum Museum geleitet, was zudem an einer Einbahnstraße lag. Na ja, muss ja auch nicht alles einfach sein und etwas laufen schadet ja auch nicht.

Im Museum gab es einiges zu betrachten, unter anderem auch von der Titanic; Relikte und Geschichte. Nach Halifax wurden nicht nur die Überlebenden gebracht, sondern auch die gefundenen Toten.

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Halifax ist auch Ankunftsort der Einwanderer Canadas gewesen, die mit Schiffen kamen. Im Hafengebiet sind diverse Hinweise zu finden.

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Einwanderer Denkmal

Die letzten Stunden gehören jetzt dem Chaos. Koffer packen! Aussortieren…oder auch nicht…ich habe ja den halben Strand von Sechelt (Treibholz) im Koffer!

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Von den restlichen Lebensmitteln noch etwas kochen…die letzte Flasche Wein wartet auch noch, und vielleicht noch ein schöner Sonnenuntergang…

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Morgen haben wir noch wenige Kilometer zu Fraserway um die Rennschnecke abzugeben. Mal sehen, was dort noch an Zeit ist; so für letzte Berichte.

 

 

 

Peggy´s Cove

Gestern Abend Weltuntergangswetter mit heftigen Sturmböen, die uns mit der Schnecke ganz schön verschaukelt haben. Eine kleine Linderung brachte das Einfahren des Esszimmers; also den Slideout einfahren. Heute Morgen war es zwar kalt, noch etwas windig, aber der Himmel war blankgefegt. Wieder ein wunderschönes blau! Unglaublich dieser Kontrast innerhalb weniger Stunden.

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Zu schwer für die Brücke

Aus Halifax herauszukommen gestaltete sich etwas mühsam. Kurz vor einer Gebühren Brücke hat uns ein anderer Autofahrer zu verstehen gegeben, dass wir bzw. die Rennschnecke wohl zu schwer für die Brücke sind  😦

Wie wahr – ca. 2000 kg zu schwer. Der Ausweichweg hat sich dann aber als der viel Schönere herausgestellt.

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Die kurvenreiche, aber wunderschöne Straße längs vieler kleiner Buchten mit Segelschiffen, sah sehr malerisch aus. Der Beifahrersitz ist mein Rumhüpfen mittlerweile gewohnt – der Uwe sowieso 🙂

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Peggy´s Cove ist wunderschön. Ein kleiner Ort mit z.Z. 35 Einwohnern, der täglich von tausenden Touristen überrollt wird, ohne jedoch seinen Charme zu verlieren. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Eigentlich wollten wir noch etwas weiterfahren, aber uns hat es so gut gefallen, dass wir uns zum Lobster Essen niedergelassen haben…und den Tag verbummelt haben…und nebenbei viel zu viele Fotos gemacht haben. Hier eine große Welle, dort ´ne kleine, da der Leuchturm, dort die Anna…! Sonne und Meer! Herrlich!

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Unser heutiger Campground ist etwas freundlicher als der gestrige, der schon fast geschlossen hatte. Hier ist noch jede Menge los. Uwe hat auch schon einen Bayern getroffen, der 10 Jahre lang ganz Amerika bereist hat und Freitag zurück nach München fliegt…wenn der sich mal nicht wundert!

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 Jetzt geht´s erstmal mit einem Glas Wein zum Feuer 😎

Die „Fahrkarte“ kommt dann später 😎

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Peggy´s Cove

Stürmisch nach Halifax

Vom Wetter her war die Nacht nass und windig. Als wir heute Morgen nach dem Frühstück zu den Flowerpots aufbrachen, wurde es immer ungemütlicher. Bei dem ganzen Regen der in der Nacht gefallen war, musste einfach alles gut mit Wasser gefüllt sein 🙂

Allerdings nicht ganz so hoch wie gedacht. Den Höhepunkt der Flut hatten wir um 2 Stunden verpasst. Zum einen dauert es immer eine Weile bis wir in die Puschen kommen, und zum anderen macht der Park erst um 9 Uhr Auf…wir waren 8:58 Uhr da 🙂

Der Ausflug zum Meeresgrund war wegen Wassers eingeschränkt; war ja auch klar. Der ablandige Wind sorgte zudem dafür, dass die Flut schneller ablief. Ein kleiner Teil des Meeresbodens am Ende der Stufen war schon wieder zu begehen, aber nur ein kleiner.

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Das Wetter wurde zusehends ungemütlicher. Mehr Wind und mehr Regen. Walter hatte gestern die Ausläufer von dem Hurrikan Matthew erwähnt, allerdings nicht so deutlich.

Die Fahrt von Hopewell Rocks nach Halifax gestaltete sich schaukelig. Es hatte aufgehört weniger zu regnen. Es regnete in Strömen und der Wind hatte auch aufgefrischt…stürmische Böen um die 50 – 80 km/h die Uwe das Fahren nicht leichter machten. Wir haben heil und ohne Blessuren einen fast geschlossenen Campground in Halifax erreicht…mit halbem Service und wahrscheinlich nur für heute Nacht, aber egal. Jetzt noch irgendwo weiter zu suchen wäre blöd. Für heute Nachmittag/Abend ist eine Unwetterwarnung ausgesprochen. Es klingt nicht gut von draußen und die Rennschnecke schaukelt mächtig im Wind.

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Heute ist in Canada Thanksgiving…also Feiertag…also alle Geschäfte zu…tja, somit werden wir das Steak heute Abend wohl ohne ein Glas Wein dazu essen müssen…aber immerhin haben wir Steak 🙂 und Bratkartoffeln 🙂 und wir sitzen warm und trocken…während draußen der Regen an die Fenster prasselt und der Sturm heult.

 

Flowerpot Rocks

…in der Bay of Fundy

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Leichte Regentropfen haben uns am Morgen geweckt. Der Blick nach draußen ließ eigentlich Schlimmeres vermuten, aber den ganzen Tag hatten wir nur zeitweise Regen; mal mehr, mal weniger. Manchmal auch gar keinen. Da wir in den vergangenen Wochen so vom Wetter verwöhnt wurden, beschweren wir uns natürlich nicht…und auch ohne Sonne sehen die Farben der Bäume toll aus; nicht brillant, aber toll 🙂

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Da wir uns ja schon (fast) in der Zielgegend herumtreiben, und zudem noch genügend Zeit vorhanden ist, haben wir heute einen Ausflug in die Bay of Fundy gemacht. Dort kann man den höchsten Tidenhub weltweit bestaunen. Bis zu 14 Meter beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut. Der Tidenhub ist bis Moncton sichtbar, wo wir große Priele gesehen haben.

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Besonders interessant sind aber die sogenannten Flowerpots. Vom Wasser ausgewaschene Steinriesen, die wie Blumentöpfe oben grünen Bewuchs haben. Bei Ebbe kann man zwischen den Riesen auf dem Meeresgrund laufen…nur nicht zu lange, sonst gibt es nasse Füße.

Jetzt treiben wir uns auf der Ponderosa herum; so jedenfalls heißt unser Campground. Von den Cartwrights haben wir aber noch keinen gesehen. 🙂

 

Einheimischer Campground Bewohner 😎

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