Über Stock und über Stein

…oder wir sind Kummer gewohnt.

Heute Nacht sind wir von sehr ungewohnten Geräuschen wach geworden. Es hat geregnet! Ziemlich heftig sogar. Entsprechend angenehm war heute die Temperatur. Bei ca. 24 Grad ist das Radeln sehr viel angenehmer…und Eis essen ist trotzdem klasse.

Mit einem gut gefüllten Bauch sind wir von Olpe Richtung Siegen gestartet. Es hat nicht lange gedauert, bis wir auf erste Hindernisse stießen. In Wenden, wo Bitte herkommt, findet bis Dienstag die „Wendsche Kärmetze“ statt…das größte Volksfest in Südwestfalen. Der ganze Ort ist ein einziger Kirmesplatz. Wir hatten Mühe dem Radweg zu folgen, bzw. diverse Sperrungen zu umfahren.

Später haben dann festgestellt, dass es vielleicht gar nicht schlecht gewesen wäre vom „Siegerland Radweg“ abzukommen. Seinen Namen als Radweg hat er jedenfalls nicht verdient. Nicht nur, dass es ständig rauf und runter ging – (kennen wir ja schon) teilweise war die Beschaffenheit selbst für gute Mountainbikes eine Zumutung…und wir haben beladene Trekking Räder! Dann gab es plötzlich Teilstücke an der viel befahrenen Bundesstraße…und immer wieder Abkürzungen den Berg rauf und auf der anderen Seite runter.

Die rasante Abfahrt durch Oberholzklau bis nach Niederholzklau, hat aber sehr viel Spaß gemacht 😁. Die wirklich ungemütlichen Teilstücke waren zwischen Siegen und Betzdorf…Gott sei Dank hatten wir vorher noch ein sehr gutes Eis gegessen…so war mein Nörgeln (vielleicht) nicht ganz so ausgeprägt…

Auch wenn die Strecke heute nicht so schön war, hatten wir trotzdem unsere Freude ☺

Bergbahntrassen?

Wir haben uns ja nun schon fast mit dem Bergischen Land angefreundet. Heute morgen ging es zumindest für einige Kilometer auf alten Trassen weiter.

Unsere Beine schaffen wieder was! So haben wir nur kurz mit den Schultern gezuckt, als wir abbiegen mussten. Wie heißt es so schön: „Wat mutt, dat mutt!“…wieder so ein „Berg-Panorama-Radweg“

Ob es nun am täglichen Training lag, oder ob die Steigungen moderater waren, heute haben wir fast alle fiesen Anhöhen fahrend bewältigt…und wenn ich an diese geniale Abfahrt denke…mit 14% und qualmenden Bremsen den Berg runter. Das war ähnlich gut wie von Mallnitz runter ins Drautal. Natürlich hat es nicht gequalmt, aber bei den Kräften die auf die Bremsen einwirken, konnte man fast damit rechnen. Ich habe mich auf jeden Fall sehr über die gelungene Reparatur meiner Bremsen 1 Tag vor Tourstart gefreut. Die hatten nämlich Öl verloren und das Bremsen war schwierig bis gefährlich.

Der heutige Tag steht mehr unter dem Motto Talsperren-Vorbeifahrt. An fünf (Kerspe-, Lingese-, Brucher-, Genkel- und Aggertalsperre) sind wir vorbeigefahren und an Nr. 6, der Bigge Talsperre haben wir Quartier im BiggeSeeFront bezogen.

Die Temperaturen waren heute etwas freundlicher. Es ist unter 30 Grad geblieben und vereinzelt tauchten sogar Wolken auf. Allerdings sind kühlende Tunnelfahrten immer noch sehr beliebt. Die Eiscafé Dichte lässt zwar immer noch zu wünschen übrig, aber spätestens, wenn man kurz vor einem Schwäche-, Nörgelanfall ist taucht so eine rettende Oase auf.

Bahntrassen mit Alpe d’Huez

Uns war ja klar, dass es gleich wieder steil nach oben ging. Den Anstieg zu der schönen Nordbahntrasse haben wir aber gerne in Kauf genommen. Die nächsten 20 schönen Kilometer sind wir gemächlich gen Vohwinkel gerollt…sind auf die Korkenzieher Bahntrasse gewechselt…die ebenso schön dahin rollt. Leider gab es ein ziemlich böses, bzw.  schweißtreibendes Erwachen.

Der Abzweig nach Burg führte uns über Stock und Stein…durch Wald und unter der Müngstener Eisenbahn Brücke hindurch, der höchsten in Deutschland. Gott sei Dank nicht überweg.

Ja, dass war richtig anstrengend. Ich glaube wir waren die Einzigen weit und breit, die ohne E-motorik unterwegs waren…und dazu noch jeweils 9 Kilo Gepäck dabei hatten.

Wir haben uns das Ganze einfach schön geredet. „Der Wald sieht ja wildromantisch aus.“ „18% runter, 10% rauf, da bleiben ja nur 8% übrig.“ Jammern bringt einen nicht den Berg rauf…Käsekuchen schon eher. Und es ist auch nicht verkehrt „oben“ an der nächsten Tanke auch noch ein Eis zu genießen.

Aus dem Nichts waren wir dann plötzlich wieder auf einer Trasse unterwegs. Der unsägliche Panorama Radweg…der deutlich mehr steigend, als auf der Höhe verlief, lag hinter uns. Wir sind einfach rechts abgebogen…und der Weg hat es nicht gemerkt🤣 Plötzlich war alles wieder schön…und das Ziel nur noch 10 km entfernt…kein Problem, wir sind Helden! Mit jedem schönen Kilometer verblassen mindestens 10 schlechte 🤣

Da wir heute Abend schon wieder in einem Brauhaus gelandet sind, wurde schon eine Umbenennung der Tour von „Bahntrassen“, – in „Brauhaus“ Tour vorgeschlagen… 👍Auf dem Marktplatz ist heute (uns zu Ehren?) etwas Remmidemmi…an dem wir so gar kein Interesse haben. Uns beschäftigt viel mehr…können wir das Fenster heute Nacht auflassen…und schlafen!?

Bochum

…ich komm aus Dir. Bochum, ich fahr weiter auf schönen Bahntrassen.

Erstaunlicherweise sind wir relativ pünktlich in Bochum angekommen. Nur 12 Minuten Verspätung und es war eine angenehme Fahrt, als wir erstmal im Zug waren…Uwes Hinterrad wäre in Harburg fast ausgesperrt worden, aber mit vereinten Kräften habe ich die Tür am Schließen gehindert…und der Zugchef hat sich später entschuldigt.

Die Morgenstunden empfanden wir sehr angenehm, als wir um 8 Uhr von Winsen nach Harburg geradelt sind…in Bochum aus dem Zug steigend, hatten wir das Gefühl vom Kühlschrank in den Backofen zu wechseln. Gott sei Dank hat der liebe Uwe sehr gute Strecken ausgesucht. Größtenteils alte Bahnstrecken, die sinnvoll umgewidmet sind…und mittlerweile ein schützendes Blätter Dach bieten.

Für Baustellen und mangelnde Eiscafés an der Strecke, kann man den Uwe nicht verantwortlich machen. Eine Umleitung hat uns zielsicher zum höchsten Berg in der Umgebung geführt…die andere war auch nicht viel besser, nur deutlich kürzer. Die Tankstellendichte ist Gott sei Dank recht groß und immer ist eine gefüllte Eistruhe vorhanden, was an Tagen wie diesen sehr hilfreich ist.

Drei schöne Tunnel konnten wir auch genießen. Die Temperaturen dort sind ähnlich erfrischend angenehm wie im alten Elbtunnel…eine Mini Abkühlung.

Nun lassen wir den warmen Abend im Wuppertaler Brauhaus ausklingen…die Mass Radler zu heben ist eine Herausforderung, die man genießt.

Noch ein Wort zu den Steigungen. Ich finde „Bergisches“ Land gewaltig untertrieben…es hat fast schon alpinen Charakter. Von der schönen Bahntrasse „runter“ nach Wuppertal war zwar angenehm, aber morgen früh mussen wir wieder hoch…und morgen früh wird sie bestimmt noch steiler sein!

Die Wuppertaler Schwebebahn gibt es natürlich auch…fährt fast durch unser Zimmer 😅

Nachlese

Unsere beschauliche und gemütliche kleine Radtour ist schon vorbei. Der Alltag hat uns wieder fest im Griff. Die stimmungsvolle Gartenparty sollte aber unbedingt eine Erwähnung wert sein. Sie war ja schließlich der Grund für die kleine Reise. Die kurze Strecke von Barmstedt nach Neumünster war natürlich kein Problem. Das Wetter schon eher. Gemütlich zu radeln und frieren, oder sich warm strampeln? Wenn da nicht die dunklen Wolken vor uns gewesen wären! Wir hatten wohl das taktisch richtige Verhalten angewandt, so dass wir weder nass wurden, noch deutlich gefroren haben.

Ausserdem gibt es unterwegs Interessantes zu entdecken. Bis dato kannte ich die Vollmeile nicht und schon gar nicht einen Vollmeilenstein! Vollpfosten hingegen kenne ich einige 😉

Neumünster hatten wir mittags schon erreicht. Eine gute Gelegenheit um Kaffee und Kuchen zu genießen. Etwas Warmes braucht der Mensch. Offiziell ist der Check-in im Hotel erst um 16 Uhr…da sollte die Party anfangen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, sind wir nach dem Motto: „fragen kostet nichts“ schon früh am Hotel gewesen. Unsere Packtaschen hätten bestimmt schon mal parken können…aber, wie wunderbar! Wir konnten schon um 13 Uhr das coole Zimmer in Beschlag nehmen …in unserem Alter braucht man ja so seine Zeit 😅…auch für ein Spaziergang zum Blumenladen am Bahnhof blieb noch Zeit.

Das Alte Stahlwerk ist ein Designer Hotel mit recht coolem Ambiente. Industrie Design mit sehr gelungenen Graffiti. Immer wieder entdeckt man Neues! Vor zwei Jahren haben wir im Hotel zum ersten Mal übernachtet. Immer wieder gerne…zumal der Fussweg zur Gartenparty sehr überschaubar ist.

Dem Dresscode „Flowery“, sind wir in sehr dezenten Hawaiihemden und ich mit frisch gekaufter Blume im Haar, sehr treffend nachgekommen. Leider waren die Temperaturen nicht wirklich sommerlich. Auf die gute Laune und fröhliche Stimmung hatte das aber keinen Einfluss, sonst beibt man nicht, wie die Mehrzahl der Gäste, von 16 Uhr bis fast Mitternacht 😉

Die Heimfahrt am Sonntag war aufgeteilt. Bis Hamburg Hauptbahnhof sind wir mit dem pünktlichen ICE gefahren. Anschließend sind wir wieder selbst tätig geworden. Mit dem 9 Euro Ticket und der Großbaustelle zwischen Harburg und Winsen, ist jegliches Zugfahren auf der Strecke am Besten zu vermeiden. Die Bahnsteige in Hamburg sind sehr drängelig voll, da ist man froh, schnell dem Gewusel zu entkommen. Mit 31 km die kürzeste Etappe, aber bei ungewohnten 29 Grad die schweißtreibendste. In den 4 Tagen hatten wir eine ziemliche große Temperatur Spanne zu bewältigen. Von 15 bis knapp 30 Grad.

Arboretum Ellerhoop

Vor zwei Jahren, auf unserer „Schleswig-Runde“, fehlte die Zeit um das Arboretum zu besuchen. Für das große Gelände sollte man mindestens 2 bis 3 Stunden einplanen…und für langsames Gehen angezogen sein. Das Temperaturen Roulette zeigte sich heute von seiner kühlen Seite. Vor zwei Tagen konnten wir uns bei 39 Grad kaum bewegen und heute kommt das Thermometer mühsam auf 20 Grad.

Nach einem leckeren Frühstück sind wir an der Elbe, natürlich voll gegen den Wind, bis zur Haseldorfer Marsch gefahren. Vorbei an „Mutter und Kind“ Gruppen.

Auf dem Fahrrad hatten wir uns schnell warm geradelt. Es kam uns gar nicht so kalt vor. Im Arboretum hingegen, das wir gegen 11 Uhr erreichten, machte sich die leichte Fahrrad Kleidung unangenehm bemerkbar. Es gab viel zu bewundern, man blieb stehen, las Erklärungen und machte natürlich Fotos.

Mamutbäume sind seit jeher für mich faszinierend. Der künstliche Rumpf hier, ist eine Nachbildung des größten Baums, der in den USA steht. In diesem Rumpf wurde 2013 ein echter, 40 Jahre alter Mamutbaum gepflanzt. Um die Größe des Originals zu erreichen braucht er noch unglaubliche 2000 Jahre, also ca…es können auch 500 Jahre mehr werden.

Die diversen Themengärten sind sehr schön angelegt und in den jeweiligen Blühjahreszeiten noch sehenswerter. Der Bauerngarten ist jetzt ein Augenschmaus. Wann besucht man am Besten die Kamelien? Neben einigen sehr schönen Exoten ist uns aufgefallen, dass jemand Verantwortliches eine Vorliebe für Lilien haben muss. Die sind in Massen überall im Arboretum zu finden.

Man hätte noch Stunden im Park verbringen können, allerdings wurde uns immer kühler. Der Wunsch nach etwas Warmen wurde dringlicher. Kaffee und Kuchen haben uns schnell wieder fit gemacht. Leider kann man, selbst auf so einer mini Radtour, schlecht frische Pflanzen einkaufen…und der Hofladen hatte soviele davon. Nie ist ein Anhängerverleih da, wenn man ihn braucht!

Unsere nächste Station, bzw. der Übernachtungsstop ist Barmstedt. Der am Rantzauer See gelegene Ort war schnell erreicht, so dass wir noch genügend Zeit hatten uns die Sehenswürdigkeiten der Schloss Insel in aller Ruhe anzusehen. Auf dem weitläufigen Gelände sind überall Kunstwerke zu berwundern. Das Schloss im See ist beliebt als Hochzeitslokalität. Das Gefängnis hat sich mittlerweile komplett zum Cafe gewandelt. Der Pförtner war gleichzeitig Gerichtsdiener und durfte auch eine „Krugwirtschaft“ betreiben.

Zum Schluss noch die Statistik…die kleine Statistik. Unser bisheriger Tagesdurchschnitt ist sonst deutlich höher, aber gemütlich können wir auch. Heute waren wir auf Besichtigungs Tour…morgen sind wir auf Gartenparty in Neumünster.

Elbabwärts

Eine Radtour starten, und sich über Regen freuen, eine unbekannte Größe für uns. Aber nach den sehr heißen Tagen, ist Regen sehr gewünscht…zumal er sich uns angepasst hat. Unglaublich aber wahr. Der Reihe nach:

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir gestartet, als der wenige Regen vorbei war. Gestern gab es soviel unterschiedliche Wetter-Regen-Unwetter-Modelle, dass wir auf mehr gefasst waren. Wir hätten uns sogar über deutlich mehr gefreut.

So sind wir im Trockenen gestartet und waren schnell auf altbekannten Wegen, über die sehr schöne Alte Süderelbbrücke (Radfahreres Traum) in Harburg, dann Wilhelmsburg, wo wir an „Ernst-August seinem Kanal“ nicht wie üblich rechts abgebogen sind. Diemal fuhren wir geradeaus…zur fiesesten Fahrradbrücke überhaupt, die man aber bewältigen muss, um auf kurzem Weg zum Alten Elbtunnel zu gelangen. Der ist übrigens ein „cooler“ Tipp für heiße Tage. Dort ist es ähnlich erfrischend, wie in den Katakomben vom Berliner Dom.

Eine kleine Pause in Övelgönne, wo wir u. a. die letzten Kirschen von zu Hause vernascht haben, vorbei am Alten Schweden, dem riesigen Findling, der beim Bau der vierten Elbtunnelröhre im Weg war. Hier fingen wir uns an zu fragen, wie wir am Besten mit dem bedrohlichen Wolkenverband von links vorne umgehen sollten.

Wir waren schon fast an der alten Dreckschleuder von (Umwelt) Senator Kerstan…also dem uralten, dreckigen Kohle Kraftwerk, das Hamburg immer noch mit Fernwärme beliefert, wohingegen das modernste Kohle Kraftwerk in Moorburg, das nie ans Fernwärme Netz angeschlossen wurde und mittlerweile sogar abgeschaltet ist, als über der Elbe ein mächtiger Schauer runterging…gefühlt in 500 Metern Entfernung. Nachdem wir in aller Schnelle die Regensachen übergestreift hatten, sind wir mutig weiter geradelt. Es hat nicht lange gedauert, bis wir nass waren…so von innen. Es war schwitzig unter dem Cape, aber von Regen war wenig zu sehen…einige wenige Tropfen. In Wedel haben schließlich große Pfützen gesehen. Der Regen war schneller als wir. Das Cape haben wir vor dem steilen Schiebeanstieg am Kraftwerk wieder in der Versenkung verschwinden lassen.

Zum Hotel war es jetzt nicht mehr weit. Berg rauf, runter und wieder rauf, dann waren wir schon da. Als wir es uns im Hotel gemütlich gemacht haben, fing es draußen an zu regnen…mal mehr, mal weniger, mal lauter, mal leiser.

Wir haben uns derweil landfein gemacht, was ja bekanntlich seine Zeit dauert. Es war trocken als wir schließlich zum Essen gehen wollten. Uwe hat vorsichtshalber einen Regenschirm für den knapp 1 km langen Weg ausgeliehen. Kurz vor unserem Ziel fing es leise an zu tropfen, mit steigender Tendenz, so dass wir etwas schneller wurden. Wir betraten das Restaurant „Elbe 1“, nahmen Platz und im selben Moment hat der Himmel die Schleusen geöffnet. Ein Wolkenbruch wie er im Buche steht.

Haben wir uns gefreut. Ein tolles Gefühl, wenn der Regen so rücksichtsvoll ist! Heute haben wir die passende Entfernung für das vorhandene Wetter gewählt…das Hotel war aber schon lange vorher gebucht. Manchmal muss man auch Glück haben.

Das Restaurant ist sehr zu empfehlen…falls jemand mal in der Nähe ist, oder ein Ausflugsziel sucht. Schönste Strandlage, sehr nettes und qualifiziertes Personal und lecker Essen!

Zum Schluss noch die Statistik des ersten Tages unserer Minitour.

Oste Mündung und Sperrwerk

Mit etwas Wehmut machte ich eine Bemerkung über die „fast“ vollendetet Tour an der Oste. Bis zur Mündung sind wir ja nicht gefahren. Manchmal dauert es eine ganze Weile bis es klick macht. Manchmal braucht es einen Vorschlaghammer, oder eine Bemerkung von Uwe…als ich so schwafelte, dass wir ja irgendwann noch mal an die Mündung der Oste fahren könnten, hat der Uwe mich mit seinem speziellen „Ach Anna“ Blick angeschaut, und gesagt, „Wieso, da waren wir doch schon 2018! Die Tour mit Torben!“ Ok…da fiel es mir dann auch wie Schuppen aus den Haaren! 🙄

Somit können wir auch das nicht ganz so radfahrmäßige Ende, nämlich mit der Bahn nach Hause gefahren zu sein, weil es wie zu einem Weltuntergang geschüttet hat, verkraften 😅

Für die Statistiker: Gesamt Kilometer der Oste Tour beliefen sich auf 250 Kilometer mit dem Rad…

…und ganz unter uns. Im Auto ist immer noch einiges von der Tankfüllung Silvester 2020 😎😎

Links und rechts der Oste

…fast bis zur Mündung

Dass wir nicht bis zur Mündung gefahren sind, lag an mangelnder Zeit, oder an zuvielen Kilometern. Der Tag fing jedenfalls ganz gut an…damit meine ich nicht die Feststellung von Uwe, „Die Bäckerei fängt um 2:30 Uhr an!“ , auch nicht die prekäre Lage des Hotels, 50 Meter von der Bahn entfernt…sondern die herrliche Schwebefähre in Osten. Das war ein sehr schönes Highlight der Tour.

Die Schwebefähre ist ein Bausatz der Wuppertaler Schwebebahn, mit leicht modifizierten Komponenten. Die Fähre wird heute ehrenamtlich betrieben und bemüht sich um den Status als Weltkulturerbe.

Von Osten, „über“ die Oste nach Hemmoor ging es dann Richtung Mündung des Flusses in die Elbe. Leider mussten wir feststellen, dass die Kilometer sich vermehrten, und die Zeit schnell weniger wurde. Zwischenzeitlich haben wir noch den deutschen Olymp erklommen. Puh, nicht hoch, aber die alte Poststraße stammte bestimmt noch aus der Römerzeit. Gefühlt sind wir durch den Wald geritten, über Stock und Stein, Sandkuhlen, Baumwurzeln und alte Asphalt Brocken…sehr schöne Umgebung, aber anstrengend!

Die Verabredung in Stade mit Fred und Gerd haben wir nur mit etwas Verspätung geschafft. War es der Gegenwind, die ständig mehr werdenden Kilometer? Egal! Es war ein prima Tag mit Höhen und Tiefen (und die bleiben ja in Erinnerung) und mit einem sehr schönen Abend mit Gerda und Fred.

Die Statistik 😎…und wir lassen uns überraschen, was das Wetter morgen so hergibt 😊

Mit der Sonne an der Oste entlang

…jedenfalls größtenteils 🙂

Der erste Teil des heutigen Weges gab uns häufig Einblicke in den schönen gemütlichen Verlauf der Oste. Waldwege und Auen, dann aber auch immer wieder Maiswände. Der Radweg verlief mal rechts, mal links von der Oste, mal nahe dran, dann auch weiter weg.

Bis Bremervörde war das Landschaftsbild wildromantisch, herrlich und einfach wunderschön; allerdings war schrottig mit 2 Kilometer Sandweg auch dabei…aber, das ist Klagen auf hohem Niveau.

In Bremervörde haben wir noch das diesjährige Defizit an Eis essen grandios bekämpft, bevor es um dem Vörder See ging. Beides war Genuss pur. Eis essen im Sonnenschein und ebenso wie um den großen See zu radeln. Der Vörder See bietet kostenlose Sportgeräte, gepflegtes Ambiente, ebenso wie natürliche Wuchsfreiheit.

Das schöne und abwechslungsreiche Landschaftsbild hat sich nach dem See sehr gewandelt. Für eine gewisse Zeit haben wir die Deichlandschaft auch interessant gefunden…dann gab es zuerst schlechtere Wege, aber immerhin noch Wege. Der war dann aber plötzlich weg…und die ungewohnte Sonne war Schuld daran, dass ich KEIN Foto von dem nicht vorhandenen Weg gemacht habe. Ein gutes Stück des Weges zurück, rechts und kurz drauf nochmal rechts, und…

Pause an der Fährstation. Mit Kaffee und leckerem Kuchen haben wir den verschwundenen Weg gar nicht mehr vermisst. 😇

Die anschließende, sehr kurze, aber schöne Fährfahrt haben wir im Gespräch mit dem Fahrmann verbracht. Also wir haben ihn nicht von der Arbeit abgelenkt. Zwei Fahrgäste, zwei Personen am arbeiten und einer am schwarmeln…

Fährfahrt über die Oste

Ganz nebenbei haben wir auf diese Weise eine gute Abkürzung zu unserem Hotel gefunden. Am Deichfuß ohne Blick auf die Oste, später an der Straße entlang…wir haben dann kleine Dörfer, wenig Verkehr und schattige Alleen gefunden. Für morgen steht eine Hin – und Rückfahrt zur Elbmündung der Oste an…und abends treffen wir Fred und Gerda in Stade, was zur Folge haben könnte, dass wenig Zeit zum Schreiben ist…kann man aber nachholen 😉

…die Statistik 😃😎