Nachlese

…auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Person,

die morgendliche Frühstückslektüre.

Bekanntlich sind wir zuhause und versuchen uns wieder an das „normale“ Leben zu gewöhnen. Es hat durchaus Vorteile nach dem Frühstück nicht immer gleich alles sicher verstauen zu müssen; man kann wieder etwas rumstehen lassen. Sei es nur eine Tasse. Macht man das im Wohnmobil und fährt los, kann man gleich ganz viele Teile entsorgen. Ein Weinglas hat in Levis Selbstmord begangen! War es nun ein Schlagloch, oder ein großer Stein? Egal, es waren viele Scherben. Wir haben dann einfach den Wein aus Wassergläsern getrunken, was unter diesen Umständen durchaus akzeptabel war.

Da ich noch eine Tankrechnung gefunden habe, ist der amtliche Benzinverbrauch für 7154 Kilometer nun auf 2045 Liter angestiegen…28,6 l/100km 😦

Wir haben uns jetzt wieder dem Fahrrad zugewandt! Kleine Kontrollfahrt; ist die Elbe noch da? Ja, schön wie immer. Einige Gänse auch; keine Migranten, also keine Kanada Gänse, sondern Graugänse.

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Die kleinen Punkte am Ufer sind Gänse

Die weitere Erfahrung: Uwe kommt auch ohne Tempomat klar, zumindest auf dem Fahrrad 🙂

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Die erste kleine Runde liegt hinter uns.

23 Kilometer! Benzin Verbrauch –  NULL!

Kalorien Verbrauch – JA!

Das sehr verwöhnte Hinterteil muss am Besten langsam wieder an härtere Sitzmöbel gewöhnt werden. Die Beine haben sich über die Bewegung gefreut. Dienstag wollen wir nach Hamburg fahren um die Karten für das Weihnachtsoratorium abzuholen…das sind dann schon hin und zurück mindestens 70 Kilometer, ohne ungewollte Umwege 🙂

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Happy People

Einer geht noch

Nun hat uns das normale Leben wieder. Wie schnell das nur geht. Eben noch in Halifax aufgewacht…na gut. Das ist jetzt ziemlich genau 30 Stunden her. Der Flug war „relativ“ angenehm; wie es halt für Condor so üblich ist. Außergewöhnlich war hingegen der Cognac auf Kosten des Hauses. Sehr pünklich haben wir nach sechs Stunden Flugzeit den Frankfurter Flughafen erreicht.

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Sonnenaufgang in Frankfurt

Die endlos langen Wege auf diesem großen Flughafen lassen zwei Stunden Umsteigezeit in null koma nix schmelzen…besonders wenn man nochmal durch die Siecherheits Schleuse muss. Puh, ich hatte mich so gut vorbereitet, und doch ging es wieder schief. Vor vier Jahren wollte der Zoll meine Fotoausrüstung beschlagnahmen. Also habe ich für den selbigen Fall Rechnungen kopiert.

Natürlich hat sich niemand für diesen Posten interessiert. Diesmal hatte mich die Bundespolizei am Wickel. Klingt eigentlich nicht gefährlich, wenn man sich für einen braven Bürger hält. Stehen dann aber zwei mit Maschienenpistolen bewaffnete Männer gegenüber, weil mein Fotorucksack Sprengstoff verdächtige Spuren aufwies, wird einem schon etwas anders.

Ein Sicherheitsbeamter hat so ziemlich alles unter den Augen der Polizisten aus dem Rucksack herrausgenommen und untersucht, Kameras, Ladegeräte, Akkus, Kaugummi, Tempos, das Smartphone wurde begutachtet…und fast nichts Verdächtiges gefunden. Die letzte Seitentasche! Der Sicherheitsbeamte war dann aber plötzlich sehr irritiert: „Steine!?“ entfuhr ihm verblüfft.

Meine Geschichte über die „Inuckshuk“ hat ihn und die Bundespolizisten dann aber doch nicht interessiert. Ich durfte alles wieder einpacken und mit Uwe – dessen Bordcase zwar auch gründlich auf Sprengstoff getestet wurde, aber längst mit grünem Licht genemigt wurde – weiterhetzen. Kleiner Schreck in der Morgenstunde der uns wieder munter gemacht hat.

Nun sind wir aber mit unseren Schätzen wieder gut zu Hause angekommen.

Es geht los

Nach einem intensiv Studium “ wie erstelle ich einen Blog…und wie findet der sich im Internet wieder“, stelle ich fest, es ist wie im wahren Leben. Da gibt es das Backend (vielleicht Hinterzimmer); also der Platz wo im Verborgenen gewerkelt, gegrübelt und verarbeitet wird. Geflucht wird auch!

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Das Frontend hingegen ist das Vorzeigezimmer. Mal eben so hingemalt. Keine Spuren von Arbeit oder gar Schweiß zu sehen. Eigentlich möchte ich jetzt unter dem Garten Foto  weiterschreiben …und das seit 10 Minuten 😡

…also die ersten 10 Minuten, die zweiten…

Macht alles keine Arbeit und morgen fragt man sich wo das Problem war. Jetzt heißt es erstmal…Gute Nacht Deutschland.

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Zu erledigen

 

Kurz vor der großen Reise ist noch Wichtiges zu erledigen. Zum einen die Kommunalwahl für den Kreisrat. Das wurde auch erfolgreich erledigt, obwohl die in Plakat Größe ausgehändigten Wahlzettel nicht einfach zu bearbeiten waren. Wer sich diesen Unsinn nur ausgedacht hat.

Ebenso dringend zu erledigen ist das Kochen von 10 Kg Pflaumen, um dann nach Stunden sehr viel weniger Kilos an hoffentlich leckerem Pflaumenmus in Gläser zu füllen. Wenn wir wieder kommen gibt es keine Pflaumen mehr. Also ran an die Arbeit.

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Arbeiten muss in der Hauptsache der Herd. Viele, viele Stunden köcheln, möglichst ohne anzubrennen.

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Nach etlichen Stunden köchelns, das sehr leckere Ergebnis. 33 Gläser Pflaumenkraut und ein sehr zufriedener Uwe.