Da wir auf der Winsen – Bremen Tour ein sehr ordentliches „gegen den Wind Berg Training“ hatten, kam uns die Idee, unsere Kondition an richtigen Bergen zu testen. Auf alten Wegen sind wir an der Bahn längs, bis Harburg und dann zum Außenmühlen Teich gefahren. Das gute Restaurant haben wir heute rechts liegen lassen,😉und schon ging es stetig ansteigend in die Harburger Berge „hoch“.
Zwar haben wir das Steil Stück durch das Appelbüttler Tal – quasi die „Hirschberger Wand“ des Nordens – ausgelassen, und haben die ein wenig angenehmer (nur was die Steigung angeht) zu fahrende Bremer Straße genommen, aber schweißtreibend genug war es trotzdem.
Außenmühlen Teichfriedliche Stimmungüber die Autobahnin den BuchenwaldSchöne Wegeund schöne Atmosphäre
Immer noch auf leicht ansteigendem Weg haben wir die A7 überquert und sind kurz drauf auf schönen Waldwegen durch einen Buchenwald gefahren. Erfrischend und einfach herrlich. Ein sehr abwechslungsreiches rauf und runter auf unterschiedlichen Wegen folgte. Die Autobahnen, A1, A261, A7 und A39 haben wir diverse Male über,- oder unterquert.
Die rasanteste Abfahrt hatten wir hinter Klecken. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 38 km/h sind wir mit großer Freude auf Helmsdorf zu gesaust. Das hat Spaß gemacht…der Mühe Lohn🤩.
Das Seevetal, auf die Hoster Mühle zu, ist immer wieder ein Augenschmaus. Einziger Nachteil, es ging wieder bergauf, aber wir sind doch ganz gut in Form. Die Amelinghausen Runde sind wir in diesem Jahr noch nicht gefahren…da gibt es auch reichlich Höhenmeter zu absolvieren 🫠Das sollte nun gut machbar sein.
Der Besuch bei Philipp und Alex war super schön und auch sehr lecker…und klein Ava ist einfach zum verlieben 😍
Heute morgen hatten wir gar keine Chance dem Wind auszuweichen. Zu 90 Prozent kam er kräftig von vorne…aber wir sind ja voll im Training. Landschaftlich gefiel uns der Anfang und das Ende besonders gut. Ein Teil der Strecke verlief leider an Straßen, die gut befahren sind…von Autos. Entweder habe ich bei der Planung nicht aufgepasst, oder der Weser Radweg verläuft wirklich so blöde.
Die Weser bei VerdenAuf dem Deich Blick nach linksund Blick nach rechtBedrohlich
Trotzdem gab es links und rechts Schönes zu sehen. Einige wenige Störche, die noch Energie tanken sind uns auch aufgefallen. Manchmal auch Regen von vorne… der starke Wind hat aber gleich alles wieder trocken gepustet…manchmal hat er also auch was Gutes.
Storch bei der ArbeitBlick aufs WeserstadionCSD ParadeKaffee Kunstdie berühmtesten Bremer
In Bremen wurden wir noch von der CSD Parade ausgebremst. Gestern Abend in der fröhlichen Runde haben wir alle noch CSD Erlebnisse zum besten gegeben…übervolle Züge, gesperrte Straßen, lustige und bunte Menschen…all das haben wir Stunden später hautnah erlebt…Plus eine 30 minütige Zug Verspätung, weil der Lok Führer zu spät kam….
Die Belohnung gab es aber, als wir endlich Harburg erreichten. Der Elbe längs hat uns der Wind nach Hause geblasen. Angefühlt hat es sich, als hätten wir einen Raketenantrieb gezündet! Jippyee!!!
Ausgeruht und, nach einem guten Frühstück, frisch gestärkt, ist die Kälte heute morgen fast an mir abgeprallt. Barfuß und mit Sandalen habe ich es gut geschafft, aber in der ersten Stunde habe ich meine Handschuhe doch vermisst. Wir haben mehr oder weniger den direkten und somit den landschaftlich nicht so schönen Weg genommen. Wald, und somit etwas Schutz, gab es dennoch 😉
blauer Himmel?Uwe ist guter Dingeguter Radweg
Windig war es von Anfang an, aber leider mit steigendem Potenzial. Mal von der Seite, mal direkt von vorne 🤢…aber, soetwas sind wir gewohnt…unser tägliches Berg Training gib uns…
Da ich davon absehe, jedesmal einen Unfallbericht zu schreiben, wenn wir eine Radtour machen…schreibe ich jetzt nur, dass Uwe auch für Frösche bremst…und den Osteoporose Test hat er wieder bestanden.
Ganz zufällig lag mein Lieblings Bastel Bedarfsladen auf dem Weg…da musste ich doch rein schauen…und eine klitzekleine Kleinigkeit kaufen😍
Annas BastelParadis
Jetzt machen wir uns hübsch, um dann später zu Philipp zu radeln…und auch wieder zurück zum Hotel.
Die Statistik darf natürlich nicht fehlen und wird 😎…vielleicht auch noch der Wetter-Wind-Bericht
…wobei der Ausgangspunkt der liebe Philipp in Verden ist. Die Idee hatten wir schon länger, aber nun lockt die kleine Ava, die im April zur Welt gekommen ist.
Das Wetter hat auch sein übriges dazu beigetragen erst jetzt zu fahren. Juni und Juli waren bis auf wenige Tage verregnet. Letzte Woche bei 36 Grad war ebenfalls nicht unser Ding. Bewegungsloses Sitzen war schweißtreibend genug.
Sandiger Weg Schöne Allee
Heute sind die Voraussetztungen nahezu perfekt. Vielleicht ein bisschen kühl, aber wir wollen nicht meckern. Losgefahren bei strahlendem Sonnenschein, aber gerade mal 15 Grad 🥶. Es ging relativ früh (9:30 Uhr) los, da ab 13/14 Uhr der Wind kräftig auffrischen sollte…und zwar von vorn.
Die hügelige Wegführung sorgte schnell dafür, dass uns warm wurde. Feld-, Wald- und Teerwege sorgten für Abwechslung. Das schönste und gleichzeitig anstrengenste Wegstück, ist kurz hinter Asendorf…eigentlich herrliche, Auto – und fast Menschen freie Natur. Ein Duft von Sommer lag in der Luft, da noch Heu gemacht wurde. Allerdings spürt man auch den nahenden Herbst…in dem Zusammenhang ist es sehr vorteilhaft Helm zu tragen…die vielen fallenden Eicheln richten so jedenfalls kaum Schaden an.
Die Kunststätte Brossard haben wir rechts liegen lassen und sind halblinks den staubig und steinigen Waldweg bergauf gefahren…was man so fahren nennt! Trotz der leichten Quälerei 🥵 haben wir Natur genossen. Natürlich ging es später wieder bergab! Gott sei Dank auf einigermaßen gutem Asphalt. Das rollte von ganz alleine.
Im Weiteren konnten wir auch die lila blühende Heide genießen. Einfach wunderschön. Zur Mittagszeit, als sich der kleine Hunger meldete, tauchte wie aus den Nichts ein schöner Platz für eine kleine Mahlzeit auf. Pefekt!
Blühende…HeideBank mit Tisch am WegesrandBedrohlich,aber nichts passiert
Kurz bevor der Wind anstrengend wurde hatten wir unser heutiges Ziel, Stemmen, erreicht. Sehr unbekannter Ort, hat aber ein schönes Tagungshotel mit angeschlossenem Restaurant…worauf wir uns schon freuen. Nun noch die Statistik…
Der letzte Fahrrad Tag hatte einiges zu bieten. Zum einen eine schöne Strecke, selbst die Umleitungen waren sehr schön, und zum anderen auch noch einen Adrenalin ansteigenden Unfall. Warum einfach, wenn es auch anders geht. 🫨
Mit ein bisschen Wehmut haben wir unsere gemütliche Unterkunft verlassen,
Der Hinterhof ein Traum
Asinello
Die Sonnenanbeterin
Wir sind cool
Aufenthaltsraum
und überall kleine Eselchen
aber die nächste Übernachtung wird schließlich auf einem Hotelboot stattfinden. Das klingt doch auch interessant.
Die Route führte über Damme, an dem Kanal „Damse Vaart“ entlang, der bis Sluis ziemlich gerade verläuft. Den Weg haben wir schon per Auto kennengelernt, als wir zu dem guten Restaurant, „De Zuidkant“ gefahren worden sind. Links und rechts Bäume, so dass der stärker werdende Wind ausgebremst wurde. Windmühlen und andere Hingucker sind uns auch ins Auge gefallen.
Eine Umleitung führte uns um Sluis herum, da dort ein großer Flohmarkt stattfand und allgemein verkaufsoffen war. An der Ruine entlang um die Stadt herum. So haben wir auch einen bemerkenswerten weißen Pfau entdeckt.
Ruine Sluis
Der weiße Pfau
Der normale Pfau ist auch da
Die Nordseebrandung
Tolle Wegführung
Die Nordsee Küste haben wir trotz Umleitung(en) gut und zeitnah erreicht. Der Wind, mit stürmischen Böen von bis zu 65 km/h war teilweise schwer zu bewältigen. Wir haben uns gegen den strandnahen Radweg auf dem Deich entschieden, da dort der Wind direkt, schräg von der Seite und ungebremst auf Land traf…oder auf Radfahrer! Auf Grund der starken Winde haben wir auf einen Besuch im Naturpark Zwin verzichtet. Je näher wir Richtung Breskens kamen, desto mehr Rückenwind konnten wir aber genießen…nur fliegen ist schöner 😎.
In Breskens haben wir Cathrin und Edi, die dort ihren Urlaub verbringen, noch einen Besuch abgestattet. Liegt ja auf unserem Weg, da wir die Fähre Breskens – Vlissingen nehmen wollten. Zudem fehlte noch etwas auf unserem kulinarischen Trip. Die Pannenkoeken 😍Ein kleiner, leckerer Mittagsimbiss! Bevor wir zu den Pfannkuchen kamen, hatte die Pflastertasche noch einen Einsatz. Es gab einen kleinen Auffahrunfall. Da wir beide über Fahrrad Navis verfügen🫨…hatte ich entdeckt, dass wir plötzlich nicht mehr auf dem rechten Weg waren. Ich habe gebremst, Uwe nicht, da er noch auf das Navi geschaut hat. Rums! Und Uwe hat ein weiteres Pflaster benötigt…ich eigentlich einen Schnaps! Für die Zukunft wird eine (oder zwei) kleine Schnapsfläschen den Weg in die Pflastertasche finden! Das ist klar!
Noch ein Pflaster
Das Hotelschiff…
Koenigin Emma
Gut geparkt
Rettungsleiter?
Sonnendeck
Die Kabine
Die Überfahrt und der Weg zum Hotelschiff waren teilweise sehr stürmisch…besonders der eine Kilometer in Vlissingen, wo wir frontal gegen den Wind radeln mussten. Puh, mit 9 km/h sind wir vorwärts gekrabbelt. Das Hotelschiff zu finden war ein Kinderspiel, aber das dazugehörige Hotel, wo man einchecken muss, war etwas mühsam zu finden. Mal wieder von hinten, durch die Brust ins Auge🙄, aber irgendwann gefunden! Eigentlich eine schöne Übernachtungsmöglichkeit, leider war aber die Klimaanlage defekt und auf meiner Seite zog es wie blöde! 🫨🥶Augen zu und durch😂
Die Henkersmahlzeit, vor der am nächsten Tag folgenden Heimreise, haben wir in Vlissingen in einem sehr schönen Restaurant zu uns genommen… „de Gecroonde Liefde“…laut Übersetzungs-App „die gekrönte Liebe“ – das konnte nur was Gutes sein.
Ein sehr schöner Abschluss. Ob ich mich nochmal aufraffe um über die 10 stündige Heimreise mit ihren „Highlights“ zu berichten, weiß ich noch nicht. Ich habe mir heute schon den Frust von der Seele geschrieben…in einem zweiseitigen Brief an die Deutsche Bahn…kann ich auch gleich noch als Kopie an die Niederländische Bahn schicken. Die haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert!
Bei kräftigem Gegenwind sind wir gestern auf sehr direktem Wege nach Brügge geradelt. Das Frühstück war sehr lecker und als wir frohgemut unsere sieben Sachen gepackt hatten und mit den Rädern los wollten, fing es erstmal an zu regnen. Bäh! Wir haben abgewartet! Gott sei Dank war es der letzte 5 Minuten Schauer für den Tag. Der Wind blieb uns aber erhalten.
Auf Nebenwegen waren wir, fast ohne uns zu verfahren und schon gegen Mittag in unserer Unterkunft angekommen. Was waren wir happy, dass wir unser Zimmer schon so früh beziehen konnten. Vorher bekamen wir aber noch eine liebevolle Einführung über Brügge und einen leckeren Kaffee. Das B&B Asinello ist ein Übernachtungs Highlights dieser Tour. Ein kleines, aber sehr liebevoll geführtes B&B mit nur drei Zimmern. Geschmackvoll, kreativ und sehr schön eingerichtet.
Das Wetter hat sich in Brügge von der sehr schönen Seite gezeigt. Wir sind die fotografischen Highlights gestern bei Sonnenschein abgegangen. Indoor Aktivitäten hatten wir uns für heute aufgehoben.
Cathrin und Edi sind nachmittags zu uns gestoßen. Wir sind noch durch Brügge geschlendert und abends dann zu einem außergewöhnlich guten Essen nach Damme und wieder zurück gefahren (worden). Danke Cathrin und Edi 😍
Heute haben wir diverse Kirchen und Museen besichtigt. Bei Dauerregen bis 15 Uhr eine gute Möglichkeit halbwegs trocken zu bleiben. Ich habe noch meine alte Sandalen gegen neue getauscht…na gut, ich musste natürlich bezahlen, aber die alten, ausgelatschten und super rutschigen Treter habe ich zurückgelassen. Außer mir hat niemand Sandalen angehabt, dabei ist das echt praktisch. Vorne läuft das Wasser rein und hinten wieder raus. Manchmal ein bisschen kalt, aber gut zu ertragen…wenn kein Fahrtwind vorhanden ist 🤣
Morgen dreht der Wind…sagt jedenfalls die Vorhersage. Plötzlich Südwest Wind…mit Böen bis 60 km/h…das hieße Rückenwind…nur fliegen ist schöner 😎
Den gestrigen Ruhetag in Gent haben wir sehr genossen…mit allem drum und dran! 🤗 Pommes, Schokolade, Bier (ja, ich habe ein Bier genossen!) ein leckeres Abendessen beim Thai. Alles mit Cathrin und Edi. War das lecker. Den besten Senf ever haben wir natürlich auch gekauft.
Allerdings haben wir auch die Vorboten für den heutigen Tag zu spüren bekommen. Der Wind hat aufgefrischt 🌬️…quasi ein bisschen für heute geübt, denn heute kam der Wind beständig und sehr ausdauernd, fast immer kalt von vorne. Puh, vor zwei Tagen sind wir in kurzen Hosen gefahren und heute vermisse meine Winterklamotten. Ich fand die Kälte ja schlimmer als den Wind…als dann aber der Regen dazu kam, war ich schon mega genervt. Mein lautes Schimpfen hat der Wind jedoch einfach davon getragen. Zuerst hatten wir ja noch die Hoffnung, an den Regenwolken vorbei huschen zu können. Fehlanzeige. Sandalen mit Strümpfen zu tragen ist modisch schon voll daneben…allerdings war ich nach einer Baustellen Vorbeifahrt dankbar für meinen Mut zur Hässlichkeit. Was für ein Dreck! Matschiger, schwarzen Sand, oder ähnliches.
Die Route verlief heute in einem undurchschaubaren Zickzack Kurs. Unter anderem damit wir nicht schon mittags am Ziel sind😅
Ich kann mich noch nicht ganz entscheiden, was ich als heutiges Highlight herausheben soll? Irrungen und Wirrungen in Maldegem? Wir hatten das Ziel aus den Augen, bzw. aus dem Navi verloren…besser gesagt, das Hotel war gar nicht als Ziel gespeichert. Mit Smartphone und Komoot habe ich eine Route berechnen lassen. Immer gerade aus…und mit Rückenwind! Yeah. Das hat Spass gemacht. Allerdings mussten wir kurz vor unserem Hotel vom Radweg links abbiegen…einfach so eine autobahnähnliche Schnellstraße mit dem Rad queren 🙈. Etwas mulmig war mir schon zumute…ist aber echt so vorgesehen.
Im Hotel angekommen mussten wir feststellen, dass das dazugehörige Restaurant ausgebucht war. 😓 Also sind wir nach einer heißen Dusche wieder raus in die Kälte zum 4 Kilometer entfernten Grill Restaurant…der Hunger macht es möglich. Gut und lecker gestärkt, haben wir auch den Rückweg geschafft.
…wobei wir am Ende 69 Kilometer auf dem Tacho hatten 😊
So, wie wir gestern Nachmittag irrwegig zum Hotel gefunden haben, ging es heute morgen weiter. Fälschlicherweise sind wir der Dender gefolgt und nicht der Schelde. Einmal nicht aufgepasst, oder noch geträumt. Das Navi hatte keine Schuld, vielleicht Uwe, der vergessen hat, die Route unserem Hotel anzupassen. Die war noch auf dem Stand vom letzten Jahr. So schlimm war der Umweg gar nicht, eher besser. Sonst hätten wir über eine stufige Schleuse schieben müssen. Nun konnten wir relativ bequem über die Dender radeln.
Der Radweg verlief, als wir ihn wieder gefunden haben, ziemlich direkt an der Schelde längs. Meist geteerter Radweg mit viel Natur und kaum Verkehr. Eine nicht fahrende Fähre hat mir dann einige Kilometer später eine Brücke erspart, die ich sehr interessant fand…ich wäre sogar freiwillig rüber, wenn ich gemusst hätte.
Gleich hinter Wetteren mussten wir Baustellen bedingt schottrige, sandige Umleitungen fahren, die aber sehr gut sichtbar ausgeschildert war. Grund: Eine Deichertüchtigung auf vielen Kilometern.
Irgendwie hat es heute nicht mit einer Kaffee- und Kuchen- Pause geklappt. Zum einen waren keine Örtlichkeiten am Radweg zu entdecken, (ganz im Gegensatz zu gestern) und zum anderen waren wir plötzlich schon kurz vor Gent. Also haben wir nur eine kurze Salami Pause gemacht und waren gegen 14 Uhr schon am Ziel 🌞 Uwe geht es „normal“…das antwortert er jedenfalls immer, wenn ich ihn frage: „Wie fühlst Du Dich?“ Schmerzen hat er hauptsächlich, wenn er niesen muß…was Gott sei Dank nicht so häufig vorkommt.
Frisch geduscht und guter Dinge haben wir uns sofort ins Getümmel gestürzt. Antwerpen war ja schon toll, aber Gent ist echt der Hammer. An der Sint-Michielsbrug war ich total geflasht. Der berühmte Blick auf die drei Türme von Gent! Sint Niklaaskerk, Belfried und St. Bavo Kathedrale! Wirklichkeit oder Traum? Gleich taucht bestimmt Harry Potter auf, oder andere Fabelfiguren! Wow, war das ein toller Anblick. Selbst Uwe als alter Reisehase war sehr beeindruckt. Gent kannte er bis dato auch nicht, was er als Fehler bezeichnete.
Nach einer Stärkung haben wir eine kleine Böötchentour genossen…im oben ohne Boot bei 23 Grad und mit einem Glas Sekt…was will man mehr.
Ein erster Überblick ist geschafft. Morgen haben wir den ganzen Tag zur Verfügung und zudem mit Cathrin und Edi nette Gesellschaft, die sich hervorragend in Gent auskennen…und ich nehme mir morgen auch frei und mach ne Blogpause 😎
Der erste Tag im Sattel war wunderschön. Zuerst hat uns das Navi, das Uwe gefüttert hat, sehr gut aus Antwerpen rausgelotst. Mit einer Fähre sind wir zur anderen Schelde Seite gewechselt und hatten dann Natur pur.
Renaturierte Moore wo eine große Vogel Vielfalt zu hören war. Mal führte die Strecke direkt an der Schelde entlang, dann wieder mehr im Hinterland. Interessantes gab es immer zu sehen. Da wir ein Teilstück des „Kunstradwegs“ geradelt sind, gab es auch Kunstwerke zu entdecken.
Gegen Mittag haben wir eine Stärkung in Form von Appeltarte mit Eis und Latte Macciatio genossen. Ich fand alles echt klasse, bis Uwe mir erzählen musste, „Witzig, dass da extra eine Fahrradbrücke angebaut ist.“ Na toll, meine Höhenangst wird in diesem Urlaub sehr aktiv bekämpft. 🙄
Ein ganz kleines Teilstück des Radwegs führte ziemlich chaotisch durch/vorbei an einem Industrie Betrieb. Seltsam hakenschlagend, unbefestigte Wege, teils herausfordernd durch einen Ort…aber, wenn alles nur glatt läuft, ist es ja langweilig.
Dendermonde begrüßte uns mit einer mächtigen Baustelle, die uns zunächst zum örtlichen Gefängnis geführt hat…da wollten wir lieber nicht nach Quartier fragen. Stattdessen haben Google bemüht und sind fast direkt vor unserer Unterkunft gelandet…so hintenrum, durch die Brust ins Auge und so…
Aus dem Stand waren wir beide schockiert. Das sah alles eher nach einem sehr zwielichtigen Etablissement aus…und der Fahrrad Abstellplatz erst 🙈…und das nach dem tollen Motel One in Antwerpen…
Von außen
Essecke
Wohnbereich
Warme Außendusche
Ein schönes Bett…
…ein sehr hohes Bett
Wir mühten uns noch mit den diversen Öffnungscodes ab, als ein mega Jeep neben uns hielt…also nicht nur einfach ein Jeep. Ausgerüstet für eine schwere Wüstentour. Der Fahrer entpuppte sich als Chef des Ganzen. Mein Gedanke: „Das Geschäft muss sich ja lohnen,“ Uns wurde geholfen. Nett, kompetent und hilfsbereit. Ein Teil des Gepäcks wurde uns abgenommen. Eine steile Treppe über zwei Etagen hoch erreichten wir das Casa Luna Loft…inovativ, creativ, witzig und gar nicht das was wir erwarteten. Geniale Außendusche, witzige Einrichtung…nur das Bett ist nicht so meins…ein Höhen Bett…am Ende der Tour bin ich entweder geheilt, oder komplett geschädigt.
Die Restaurants im Ort haben wir nach „Montags geöffnet“ gecheckt. Das Cleophas in direkter Nachbarschaft hat montags geschlossen. Eins haben wir, fußläufig zu erreichen, gefunden. Montag halt. Satt und zufrieden genießen wir jetzt einen Kaffee.
Das „Schonprogramm“ für den heutigen Tag hatte am Nachmittag schon 16 000 Schritte. Einmal durch den interessanten, 572 Meter langen und 31 Meter tiefen St. Anna Tunnel unter der Schelde hindurch auf die andere Seite.
Die Attraktionen in Antwerpen reihen sich wie eine Perlenkette aneinander.
Diverse Kirchen und Kathedralen die wir besichtigen wollten, waren wegen Gottesdiensten leider für die Touristen geschlossen. Auf der Suche nach einer weiteren Kirche sind wir schließlich am MAS Museum gelandet…wo es auch gleich eine hitzige Debatte gab.
Die Beschreibung im Reiseführer verhieß nichts gutes. Rolltreppen über 9 Etagen an der gläsernen Fassade entlang. Meine Höhenangst in mir wollte da nicht hoch. Uwe schon…irgendwie habe ich es nicht fertig gebracht Uwe alleine Rolltreppe fahren zu lassen. Voll doof!
Von den Autoren hat keiner das Haus besucht. Die Rolltreppen sind extra für Leute wie mich, ohne Blick nach draussen angelegt. Das Ziel, die Dachterrasse war auch angenehm groß und wenig beängstigend.
Anschließend hatte auch die St. Paulskerk geöffnet, die zwar restauriert wird, aber sehenswert ist.
Mittlerweile sind wir schon bei 23 000 Schritten und mit Edi und Cathrin unterwegs. Auch konnten wir die großartige Liebfrauenkathedrale besichtigen, die mit vier Werken von Peter Paul Rubens aufwarten kann.
Nach schönen Stunden mit Edi und Cathrin, inclusive einem sehr leckeren Essen haben wir uns für Mittwoch in Gent verabredet. Morgen wollen wir bis Dendermonde radeln…unfallfrei natürlich 😎