Juchhu! Unsere Ostfriesland Rundfahrt startet. In diesem Jahr haben wir uns für einen späteren Start entschieden, da wir Anfang des Jahres von einer (zutreffenden) Langzeitwetterprognose beeinflusst worden sind. Wie kalt und ungemütlich es im Mai/Juni sein kann, haben wir ja im letzten Jahr erlebt. Bisher sind wir auch sehr zufrieden mit unserer Entscheidung. Es war ja entweder kalt, oder gleich sehr heiß…von Regen, Hagel und Gewitterstürmen will ich gar nicht erst anfangen. Die Aussichten jetzt sind ganz gut. Angenehme Temperatur, aber leider viel Wind😒,aber wie heißt es doch so schön…“einen“ Tod muss man sterben. Lieber Wind, als Hitze…allerdings kann man sich nicht wirklich auf die Vorhersage verlassen. Wir haben schon einige warme Sachen zu Hause gelassen, da es scheinbar wieder sommerlich heiß ♨ wird. Damit verringert sich auch das Reisegepäck😎Vier Tage müssen wir ja selbst transportieren.
Ursprünglich wollten wir mit der Bahn nach Oldenburg fahren, wo die offizielle Tour beginnt…die für uns neue Luxusvariante, mit Gepäck Transport😎 Diverse unglückliche und auch nicht (alle) von der Bahn verschuldeten Vorfälle, haben uns dazu bewogen, gleich von zu Hause zu starten. Von Winsen durch die Lüneburger Heide zur ersten Übernachtung nach Bothel…in der Nähe von Schneverdingen. Uwe hat noch gute Erinnerungen an eine Radtour vor 40 Jahren. Hinter Niederhaverbeck den Spitzbubenweg zu befahren, ist für Uwe ein guter Grund gleich in Winsen zu starten.
Mit reichlich Vorfreude sind wir kurz nach 9 Uhr bei sehr schönem Wetter aufgebrochen. Die alt bekannten Wege, über Wulfsen, Toppenstedt dann auf welligen Wegen vorbei an der Waldklause nach Garstedt. Der nicht enden wollende Anstieg vor Egestorf war ein kleiner Test für unsere, in den letzten Wochen verweichlichten Beinmuskeln. Mit ein bisschen innerlichem Jammern, und den Bildern der Tour de France vor dem geistigen Auge, sind wir aber gut gekraxelt. Hinter Döhle ließen wir den Autoverkehr hinter uns, und begegneten nur noch Fußgängern, Radfahren, oder Pferdekutschen, aber da die Heide noch nicht blüht, hielt sich das Verkehrsaufkommen so früh noch in Grenzen in Grenzen.






Sehr schnell hatten wir Wilsede, und somit unser Sylvester Restaurant erreicht 😎 vor 12 Uhr und mit dem Aufmachen. Im Garten haben wir uns mit Buchweizen Kuchen und Kaffee gestärkt.



Im Eingangsbereich des Restaurant haben Schwalben die erste Brut schon großgezogen und starten nun den Bau eines zweiten Nestes.
Nach genügender Erholungspause sind wir auf teils sandigen, aber befahrbaren Wegen weiter, mehr rauf als runter gefahren. Hinter Niederhaverbeck kamen wir dann zum Spitzbubenweg, der zuerst noch recht großzügig war, aber später immer schmaler wurde. Wildromantisch ist eine gute Beschreibung.



Im wahrsten Sinne des Wortes ging es über Stock und Stein auf immer schmaler werdender Spur. Anhalten und Fotos machen war schwierig bis unmöglich. Nachfolgende Radfahrer, Gegenverkehr und sehr konzentriertes Fahren ließen das nicht zu…aber wir fahren ja noch zurück. Beim zweiten Mal ist es schon Routine🤣




So schlimm war Grauen aber nicht, Gebell gab es auch nicht…und am Ziel in Bothel hatten wir die 70 km knapp überschritten. Der erste Tag hat uns gut gefallen. Mit reichlich Steigung zwar anstrengend, aber trotzdem Klasse! Jetzt freuen wir uns auf ein leckeres Abendessen im Biergarten 😀🍴🍷Das haben wir uns verdient 😎

