Regentag

Gestern waren wir noch guter Dinge und überzeugt, dass wir den Norderney Ausflug machen können. Heute morgen waren die Regen und Gewitter Ansagen katastrophal, so dass wir kurzentschlossen einem Museumstag entgegensahen…mit Hilfe der Wetter App. Der große Regen sollte gegen 10 Uhr einsetzen. Mit den ersten Regentropfen und 10 Minuten vor Öffnungszeit sind wir am „Waloseum“ angekommen. Wir waren nicht die einzigen, die heute Indoor Aktivitäten suchten. Kurz bevor alle Leute nass wurden, öffnete das Museum, wie mir schien früher, damit die Leute nicht so nass wurden. Sehr interessant fand ich den Aushang am Eingang in Kassenbereich: „Wir zeigen keine lebenden Wale!“

Highlight in diesem Gebäude ist eindeutig das 15 Meter lange Pottwal Skelett eines Bullen, der 2003 vor Norderney strandete. Die Informationen rund um das Thema Wal sind sehr anschaulich und interaktiv dargestellt. Die obere Etage ist den Bewohnern der Nordsee und der Vogelwelt der Nordseeküste gewidmet. Ähnlich groß wie ein Pottwal Skelett, ist das Notstrom Aggregat von Norddeich Radio, das in der heutigen Walhalle installiert war…die am 1. Mai 1907 unter dem offiziellen Rufzeichen KND (Küstenfunkstelle Norddeich) in diesem Gebäude ihren Betrieb aufgenommen hatte und bis zur Schließung am 31. Dezember 1998 hier beheimatet waren; in Kriegszeiten auch andere Standorte.

Die Quarantäne Abteilung der Seehundstation ist ebenfalls in diesem Gebäude untergebracht. Hier werden kleine Heuler und manchmal auch Kegelrobben tierärztlich versorgt und beobachtet, bevor sie zu den anderen Tieren in die Seehundstation gebracht werden…die wir später auch noch besucht haben. Allerdings hatten wir auf der Herfahrt zum Waloseum auch das Automobil und Spielzeugmuseum entdeckt. Das musste natürlich auch noch besucht werden.

Im Café nebenan gab es heute keinen Eiskaffee, sondern bei den frischen Temperaturen eine heiße Waffel. Flexibel sein ist das Motto 😎Der Besuch in der Seehundstation am anderen Ende der Stadt, hat uns überrascht. Allein hier sind 93 Tiere untergebracht. Wie viele noch in Quarantäne sind, wissen wir nicht.

Anschließend sind wir noch ein bisschen Im Hafen rum gefahren und haben uns das bunte und teils windige Treiben angeschaut.

Knappe 25 Kilometer sind heute dazu gekommen. Morgen geht es nach Jever. 🍻

Emden – Norden

Nach der gestrigen Hitzeschlacht, ging es heute gemäßigter zu – zumindest was die Temperaturen betraf. Zunächst aber fing der Tag etwas verkehrt herum an. Nach der schweißtreibenden Tour habe ich gestern im Hotel einen Waschtag veranstaltet. Mit Rei in der Tube ist das schnell erledigt und nun sind die hohen Temperaturen von Vorteil. Die Trockenzeit ist sehr kurz. Allerdings habe ich heute morgen meine Radler Leggings mit links nach außen getragen 🙄. Mir ist das leider erst nach dem Frühstück aufgefallen, als ich mich gegen die Sonne eingecremt habe. 🙈

Ein kleiner Abstecher zum Bahnhof von Emden, um eine alte Dampflok der DB anzusehen, war besonders für Uwe interessant. Weiter ging es zur Kesselschleuse…die Uwe gestern schon als solche erkannt hat. Für mich hat der Begriff Kesselschleuse keine erkennbare Bedeutung…ein Kessel Buntes, oder ein Kessel Eintopf…halt etwas großes. Weiterbildung durch Uwepedia heute morgen. Diese Rundkammerschleuse ist die größte in Europa und verbindet gleich vier Kanäle miteinander. Wieder was gelernt.

Emden lag dann schnell hinter uns und weiter ging es auf abwechslungsreichen Wegen Richtung Norden…so und so. Fast hätte uns aber eine Baustelle der Bahn in Suurhusen ein Hindernis in den Weg gelegt, aber es gibt noch nette, hilfsbereite Menschen. Die Bahn Überquerung war komplett gesperrt. Es gab keine Umleitung und Google hatte auch keine tolle Idee, außer an der Straße entlang zu fahren, aber dieser nette Mensch hat uns mit dem Rad auf Schleichwegen auf die andere Seite der Bahn und des Kanals gebracht…das waren bestimmt 3 km für den Bayern Fan. Ich frage mich, ob der nette Mann die Tour heute und in den nächsten Tagen öfters macht. Die Baustelle bleibt bis zum 6.8.2026

Wie in den letzten Tagen ging es nicht in direkter Linie nach Norden. Fast alle Sehenswürdigkeiten in erreichbarer Nähe, waren in der Routenplanung. Entlang an den unterschiedlichsten Entwässerungsgräben, hin zu kleinen Ortschaften mit alten mächtigen Kirchen, die immer, schweißtreibend zu erreichen, auf dem höchsten Punkt des Ortes liegen 🥵, dafür innen aber angenehm kühl 🥶 sind. Kurz vor Freepsum bemerkte Uwe, „Wir sind jetzt 1 Meter unter dem Meeresspiegel!“ kurz drauf war dann auch das Hinweisschild „Tiefster Punkt“ zu sehen…womit laut Google der Tiefste Punkt in Ostfriesland gemeint ist. In Krummhörn tauchte wie aus dem Nichts das heiß ersehnte und eiskalt servierende Eiskaffee auf. Es war wie bei „Wünsch dir was“! Nach dieser tollen Erfrischung gab es bis Greetsiel zwar viel zusehen, aber kein Café mehr. Rechtzeitig die Gunst der Stunde genutzt.

Am Anfang des Tages hat „Rückenwind“ seinem Namen alle Ehre gemacht. Wir segelten mehr durch die Landschaft…wir ließen uns treiben! 🤩Leider hielt das nur in den ersten Stunden an, dann drehte der Wind. Wir mussten ordentlich strampeln um weiterzukommen. Als wir den „Otto“ Leuchtturm in Pilsum in der Ferne ausmachen konnten, wurde der Gegenwind immer kräftiger…auf dem Deich konnte man fliegen lernen.

Im malerischen Greetsiel haben wir eine Fischbrötchen Pause gemacht, (natürlich mit Alster Wasser) und fasziniert dem sehr regen Treiben zu geschaut. Als Tourist kann man sich schlecht über zu viele Touristen beschweren, sonst hätten wir das gemacht 🤣

Zum guten Schluss noch die Strecke und die Tageskilometer.

Wiesmoor – Emden

Im Frühtau der Hitze entkommen, so könnte das heutige Motto heißen. Für den Großteil des Tages ist uns das auch gelungen. Um 9 Uhr saßen wir schon wieder im Sattel und sind nach kurzer Zeit an einem schön gelegenen See entlang (der auch wieder Meer heißt), um dann für kurze Zeit sogar durch einen Wald zu fahren, mit einem Blätterdach über uns. Besser wäre es allerdings gewesen, dass sich auch am heißen Nachmittag Blätterdächer gefunden hätten, aber davon später mehr.

Das wir uns ab Ostgroßefehen auf einer alten Bahntrasse befinden, hat Uwe sofort erkannt. Bis Aurich sind wir, abgesehen von einem Abstecher in Holtrop zu Edeka Bruns um ein Eis 🍧zu essen, auf dieser sehr gut ausgebauten Trasse geblieben. Für Radfahrer ein Traum. Offiziell ist es Teil des Ostfriesischen Wanderweges.

Vierzig Minuten später in Aurich angekommen, hatten wir zwar noch keinen weiteren Appetit, aber bei gleich zwei Eisdielen am Marktplatz, konnten wir nicht widerstehen und haben uns noch einen Eiskaffee gegönnt…wer weiß wann man wieder etwas bekommt. Ebenso habe ich eine Regenhülle für den Technik Rucksack bekommen…also wird es hier wohl eher nicht regnen.

Hinter Aurich sind wir recht häufig am Ems – Jade Kanal entlang gefahren. Der Kanal wurde ursprünglich für den Kohletransport aus dem Ruhrgebiet zu den Kaiserlichen Kriegsschiffen gebaut, die in Wilhelmshaven stationiert waren. Die Ems musste mit dem Jadebusen verbunden werden. Heute trägt der Kanal die Hauptlast der ostfriesischen Entwässerungsinfrastruktur, die ein dauerhaftes Bewohnen der Region überhaupt erst ermöglicht. Wikipedia hilft unterwegs aus, wenn sich Fragen auftun und Uwepedia keine Antwort hat 😉

Leider hat der Kanal kein Blätterdach zu bieten. Wenig Strauch-, oder Baum Bewuchs, eher Mais und Kornfelder links und rechts. Die Bewirtungs Etablissements waren bei zunehmender Hitze auch sehr ausgedünnt. Puh. Kurz vor Emden…7,5 Kilometer bis zum Hotel…aber da! Plötzlich habe ich Sonnenschirme entdeckt! Juchu!!! Ein Gasthof! Ein geöffneter Gasthof! Klasse!

Insgesamt habe ich drei 0,3 l Alsterwasser getrunken, Uwe zwei. Das hat uns bei 31 Grad durchhalten lassen. Einen kleinen Bummel durch Emden haben wir nach einer ausgiebigen Dusche auch noch geschafft – wir wollten doch gerne ins Otto Museum 😎

Zum Schluss noch die Tagesstrecke

Oldenburg – Wiesmoor

Regen ade, nun wird es sommerlich. Bei frischen 20 Grad sind wir wieder gegen 9 Uhr gestartet. Da wir das Navi nicht irritieren wollten, haben wir Oldenburg auf vorgeschlagenem Weg verlassen…mit einem mittelschwerem Fauxpas. Wir waren schon fast in ländlichem Gebiet, als ich Uwes Ruf: „Rechts vor Links!“, nicht schnell genug umsetzten konnte und ausgerechnet der Polizei die Vorfahrt genommen habe! 🙈Gott sei Dank hat die Streifenwagenbesatzung meine entschuldigende Geste -meine linke Hand mit Daumen nach links- angenommen und hat mich nicht gründlicher belehrt, bzw. bestraft!

Die Routenplanung ist ab Oldenburg vom Reiseveranstalter „Rückenwind“. Leider ist der Name nicht Programm…allerdings, ohne Gepäck und bei sonnigem Wetter macht der Gegenwind 🌬️nicht mehr so viel aus. Auf schönen und ruhigen Wegen waren wir recht schnell in Bad Zwischenahn am Meer. Das Meer ist zwar nur ein See, aber dafür ein sehr großer. Die Gemeinde liegt in einer der schönsten Parklandschaften im Nordwesten Deutschlands und wird auch gerne als „Perle des Ammerlands“ bezeichnet. Besonders zur Rhododendron Blüte ist die Gegend zu empfehlen.

Nach einer (zu) frühen Kaffeepause, sind wir die schöne Landschaft genießend, gemütlich und ohne Zeitdruck weitergefahren. Die Route verlief zwar sehr im Zickzack und nicht so zielgerichtet wie wir sonst planen und fahren, aber das nennt sich Urlaub.😎 Die Temperatur hat sich mittlerweile dem sommerlichen deutlich angenähert.

Dass sich direkt vor unseren Rädern ein sehr großes Gelände mit Baumschule und Schaugarten von Lorenz von Ehren befindet, hat uns überrascht…die Baumschule hier im Ammerland ist eine der größten in Europa! Uns ist Lorenz von Ehren in Hamburg Marmstorf ein Begriff…wo neben der Baumschule auch ein sehr exquisiter Pflanzen und Garten Möbel Verkauf angesiedelt ist.

Nachdem wir die Parklandschaften hinter uns gelassen hatten, wurde es immer ländlicher und dünn besiedelt. Das stört im allgemeinen überhaupt nicht, nur wenn man Kaffeedurst verspürt. 🙄 Die letzten 13 Kilometer verliefen an einem ruhigen Kanal entlang…das versprochene Werbeschild mit „Hofcafé“, entpuppte sich aber Luftnummer, da das Café geschlossen war. 😒

Wir waren sehr erstaunt über die heftige Menge an Entengrütze auf dem Wasser in dem Kanal, erfuhren aber, dass es sich um etwas anderes handelt. „Da hat jemand den Inhalt eines Aquariums entsorgt. Das sind neue, uns unbekannte Algen, die sich bei der Wärme explosionsartig vermehren!“ erfuhren wir von den Arbeitern.

Ungefähr 243 Meter vor unserem Hotel haben wir noch eine Eisdiele überfallen. Rettung in letzter Minute. Na ja, im Hotel hätten wir auch etwas bekommen, aber nicht so einen leckeren Eiskaffee 😎

Oldenburg

Hier beginnt nun die offizielle Rundfahrt, Ostfriesische Impressionen. Die Fahrt von Bremen hierher war geprägt von Gegenwind, etwas Regen und geradeaus fahren. Keine wirklich schöne Strecke, aber sehr praktisch. Die größte Herausforderung heute bestand darin, rechtzeitig auf das Navi zu schauen um die wenigen Abbiegungen nicht zu verpassen. Neu für mich war, dass zwischen Bremen und Delmenhorst nur eine kleines Flurstück liegt. Geht fast nahtlos ineinander über.

Tagesroute

Diverse Höhenmeter sind heute ebenfalls nur auf Grund von Autobahn Überquerungen zustande gekommen…und die Weserüberquerung am Morgen, aber die Brücke war nicht so anspruchsvoll…und nach einem guten Frühstück ein Leichtes für uns😎 Kurz vor Oldenburg gibt es eine komplette Straßensperrung, so dass wir einer Umleitung folgen mussten…die aber sehr gut ausgeschildert war.

So als Lieblingsgericht von Mücken, sollte man eigentlich professioneller ausgestattet sein, und nicht wie ich unterwegs dazu kaufen müssen. Den Anti Juck Stift von Azaron habe ich jetzt zweimal. Einen für zu Hause…wo der auch liegt…und einen für unterwegs…jetzt in meiner Lenkertasche.🤣🤩 Kleine runde Pflaster habe ich in der Apotheke in Delmenhorst auch bekommen…zu Hause liegen mindestens 60 Stück 🙄

Laut Wetterbericht sind für die nächsten Tage keine Regenfälle vorhergesagt…aber was heißt das schon. Heute sollte es ja auch nur kühl sein. Wir lassen uns mal überraschen. Genug zu sehen und zu schauen wird es bestimmt geben.

Oldenburg liegt in etwa auf Meeresspiegelniveau, so dass Küstenschiffe keine Schleuse passieren müssen, um an die Nordsee zu gelangen. Gegen den Druck des Nordseewassers bei Sturmfluten schützt seit 1979 das Sperrwerk an der Huntemündung bei Elsfleth. 

Morgen geht es über Bad Zwischenahn und Westerstede (bekannt für eine grandiose Rhododendron Landschaft und Blüte im Frühjahr) bis nach Wiesmoor. Wir freuen uns 🤩

Tages Nachlese

Es kann nicht anders sein, heute ist ein Glückstag. Nach unserer, so gut wie, trockenen Ankunft im Hotel haben wir die üblichen Routinen bespielt. Duschen, Kaffee trinken, Blog schreiben und dann los trödeln zum Abendessen. Meine Idee zum Bremer Schnoor zu bummeln und irgendwann ein Restaurant zu suchen…

Der Bummel war gut, aber heute nur Augen Shopping. Den sehr schönen maritimen Laden gibt es noch…und wir sind in wenigen Tagen auf dem Rückweg ja wieder in Bremen…ein Schelm, der Böses dabei denkt🤩

Als wir weiterschlendern, fallen die ersten kleinen Regentropfen. Links und rechts kleine Restaurants…wir versuchen im erst Besten die aushängende Speisekarte zu lesen, aber keine Chance! Das ging so unglaublich schnell! Ich war knapp schneller im Restaurant, als draußen die Schleusen hemmungslos die Tore aufrissen…und das für 40 Minuten. Gott sei Dank sind wir per Zufall in ein gutes Restaurant gestolpert! Zu dem ohnehin schon üppigem Glückverteiler heute hat Uwe auf dem Weg zum Hotel noch einen 10€ Schein gefunden. Wie gesagt, heute ist ein Glückstag! 🍀…da rege ich mich auch nicht mehr über Mücken auf…vorerst!

Heute keine Bergwertung

Nach den für uns ungewohnten Höhenmetern gestern, gab es heute ein Zeitfahren. Dem angedrohten Regen möglichst schnell davon fahren, war das Motto des Tages, zumal ich für den Technik Rucksack eine Regenhülle vergessen habe 🙄🙈. Allerdings habe ich die Feuchtigkeitsempfindlichen Geräte in den Wasserdichten Packtaschen verstauen können. Der Rucksack ist eigentlich für die „Gepäcktransport Zeit“ gedacht…da ich meine Technik lieber im Handgepäck habe😎

Die Nacht war „etwas“ nervig, da mir immer mal wieder eine Mücke 🦟ins Ohr säuselte, während Uwe friedlich schlummerte. Diese blöden Viecher! Warum können die sich nicht mit meinen Beinen zufrieden geben…das linke Bein hat schon insgesamt 8 Stiche, da macht einer mehr oder weniger nichts aus…aber Nein! Diese freche Mücke musste mich immer wieder vom einschlafen abhalten…wobei gar nicht sagen kann ob es nur eine, oder ein ganzes Rudel war. Meine Uhr sagt zwar, dass ich knapp 9 Stunden geschlafen habe, aber mir kam es so vor, als ob ich kaum eine Stunde am Stück geschlafen habe.

Während des guten Frühstücks gab es der ersten fetten Schauer. Für uns Motivation genug, zügig und ohne viel Pause nach Bremen zu fahren…immer die Wetter App im Blick.

Das erste Drittel der heutigen Route führte durch die Wümmeniederung, wobei die Rodau, Wiedau und der Trochelbach immer mal wieder unseren Weg kreuzten. Bei Sonnenschein wäre der Eindruck noch besser gewesen, aber das Blätterdach hat den Regen sehr gut abgehalten. Von leichtem Regen, dann zu Niesel-piesel und dann war der Regen plötzlich weg!!

Weiter ging es auf Nebenstraßen, durch kleine Ortschaften, Maisplantagen, und immer wieder über Bäche und kleine Flüsschen. Je näher wir Bremen kamen, desto größer wurden die Ansiedlungen, aber mit wenig Autoverkehr. Sonntag? Oder Ferienzeit? Dann hatten wir noch einen Gewerbepark zu überwinden, um schließlich bei den StadtWerkenBremen langsam an die Weser zu gelangen.

Mit Pause machen und schauen war nicht viel…um 13 Uhr sollte es fett in Bremen regen…was dann auch genauso kam. Gut 800 Meter hatten wir noch bis zum Hotel, als es anfing zu regnen…Gott sei Dank erst vorsichtig. Der Platzregen machte sich erst breit, als wir unter dem geräumigen Hotel Vordach standen. So ungefähr muss sich ein Sechser im Lotto anfühlen 😎

Tageskilometer

Die heutigen Höhenmeter haben sich in der Mehrzahl durch Überqueren von Autobahnen ergeben. Mein Gerät sagt 70 Höhenmeter, Uwes Garmin 135.

Es geht los

Juchhu! Unsere Ostfriesland Rundfahrt startet. In diesem Jahr haben wir uns für einen späteren Start entschieden, da wir Anfang des Jahres von einer (zutreffenden) Langzeitwetterprognose beeinflusst worden sind. Wie kalt und ungemütlich es im Mai/Juni sein kann, haben wir ja im letzten Jahr erlebt. Bisher sind wir auch sehr zufrieden mit unserer Entscheidung. Es war ja entweder kalt, oder gleich sehr heiß…von Regen, Hagel und Gewitterstürmen will ich gar nicht erst anfangen. Die Aussichten jetzt sind ganz gut. Angenehme Temperatur, aber leider viel Wind😒,aber wie heißt es doch so schön…“einen“ Tod muss man sterben. Lieber Wind, als Hitze…allerdings kann man sich nicht wirklich auf die Vorhersage verlassen. Wir haben schon einige warme Sachen zu Hause gelassen, da es scheinbar wieder sommerlich heiß ♨ wird. Damit verringert sich auch das Reisegepäck😎Vier Tage müssen wir ja selbst transportieren.

Im Frühtau zu Berge wir ziehen

Ursprünglich wollten wir mit der Bahn nach Oldenburg fahren, wo die offizielle Tour beginnt…die für uns neue Luxusvariante, mit Gepäck Transport😎 Diverse unglückliche und auch nicht (alle) von der Bahn verschuldeten Vorfälle, haben uns dazu bewogen, gleich von zu Hause zu starten. Von Winsen durch die Lüneburger Heide zur ersten Übernachtung nach Bothel…in der Nähe von Schneverdingen. Uwe hat noch gute Erinnerungen an eine Radtour vor 40 Jahren. Hinter Niederhaverbeck den Spitzbubenweg zu befahren, ist für Uwe ein guter Grund gleich in Winsen zu starten.

Mit reichlich Vorfreude sind wir kurz nach 9 Uhr bei sehr schönem Wetter aufgebrochen. Die alt bekannten Wege, über Wulfsen, Toppenstedt dann auf welligen Wegen vorbei an der Waldklause nach Garstedt. Der nicht enden wollende Anstieg vor Egestorf war ein kleiner Test für unsere, in den letzten Wochen verweichlichten Beinmuskeln. Mit ein bisschen innerlichem Jammern, und den Bildern der Tour de France vor dem geistigen Auge, sind wir aber gut gekraxelt. Hinter Döhle ließen wir den Autoverkehr hinter uns, und begegneten nur noch Fußgängern, Radfahren, oder Pferdekutschen, aber da die Heide noch nicht blüht, hielt sich das Verkehrsaufkommen so früh noch in Grenzen in Grenzen.

Sehr schnell hatten wir Wilsede, und somit unser Sylvester Restaurant erreicht 😎 vor 12 Uhr und mit dem Aufmachen. Im Garten haben wir uns mit Buchweizen Kuchen und Kaffee gestärkt.

Im Eingangsbereich des Restaurant haben Schwalben die erste Brut schon großgezogen und starten nun den Bau eines zweiten Nestes.

Nach genügender Erholungspause sind wir auf teils sandigen, aber befahrbaren Wegen weiter, mehr rauf als runter gefahren. Hinter Niederhaverbeck kamen wir dann zum Spitzbubenweg, der zuerst noch recht großzügig war, aber später immer schmaler wurde. Wildromantisch ist eine gute Beschreibung.

Im wahrsten Sinne des Wortes ging es über Stock und Stein auf immer schmaler werdender Spur. Anhalten und Fotos machen war schwierig bis unmöglich. Nachfolgende Radfahrer, Gegenverkehr und sehr konzentriertes Fahren ließen das nicht zu…aber wir fahren ja noch zurück. Beim zweiten Mal ist es schon Routine🤣

So schlimm war Grauen aber nicht, Gebell gab es auch nicht…und am Ziel in Bothel hatten wir die 70 km knapp überschritten. Der erste Tag hat uns gut gefallen. Mit reichlich Steigung zwar anstrengend, aber trotzdem Klasse! Jetzt freuen wir uns auf ein leckeres Abendessen im Biergarten 😀🍴🍷Das haben wir uns verdient 😎