Emden – Norden

Nach der gestrigen Hitzeschlacht, ging es heute gemäßigter zu – zumindest was die Temperaturen betraf. Zunächst aber fing der Tag etwas verkehrt herum an. Nach der schweißtreibenden Tour habe ich gestern im Hotel einen Waschtag veranstaltet. Mit Rei in der Tube ist das schnell erledigt und nun sind die hohen Temperaturen von Vorteil. Die Trockenzeit ist sehr kurz. Allerdings habe ich heute morgen meine Radler Leggings mit links nach außen getragen 🙄. Mir ist das leider erst nach dem Frühstück aufgefallen, als ich mich gegen die Sonne eingecremt habe. 🙈

Ein kleiner Abstecher zum Bahnhof von Emden, um eine alte Dampflok der DB anzusehen, war besonders für Uwe interessant. Weiter ging es zur Kesselschleuse…die Uwe gestern schon als solche erkannt hat. Für mich hat der Begriff Kesselschleuse keine erkennbare Bedeutung…ein Kessel Buntes, oder ein Kessel Eintopf…halt etwas großes. Weiterbildung durch Uwepedia heute morgen. Diese Rundkammerschleuse ist die größte in Europa und verbindet gleich vier Kanäle miteinander. Wieder was gelernt.

Emden lag dann schnell hinter uns und weiter ging es auf abwechslungsreichen Wegen Richtung Norden…so und so. Fast hätte uns aber eine Baustelle der Bahn in Suurhusen ein Hindernis in den Weg gelegt, aber es gibt noch nette, hilfsbereite Menschen. Die Bahn Überquerung war komplett gesperrt. Es gab keine Umleitung und Google hatte auch keine tolle Idee, außer an der Straße entlang zu fahren, aber dieser nette Mensch hat uns mit dem Rad auf Schleichwegen auf die andere Seite der Bahn und des Kanals gebracht…das waren bestimmt 3 km für den Bayern Fan. Ich frage mich, ob der nette Mann die Tour heute und in den nächsten Tagen öfters macht. Die Baustelle bleibt bis zum 6.8.2026

Wie in den letzten Tagen ging es nicht in direkter Linie nach Norden. Fast alle Sehenswürdigkeiten in erreichbarer Nähe, waren in der Routenplanung. Entlang an den unterschiedlichsten Entwässerungsgräben, hin zu kleinen Ortschaften mit alten mächtigen Kirchen, die immer, schweißtreibend zu erreichen, auf dem höchsten Punkt des Ortes liegen 🥵, dafür innen aber angenehm kühl 🥶 sind. Kurz vor Freepsum bemerkte Uwe, „Wir sind jetzt 1 Meter unter dem Meeresspiegel!“ kurz drauf war dann auch das Hinweisschild „Tiefster Punkt“ zu sehen…womit laut Google der Tiefste Punkt in Ostfriesland gemeint ist. In Krummhörn tauchte wie aus dem Nichts das heiß ersehnte und eiskalt servierende Eiskaffee auf. Es war wie bei „Wünsch dir was“! Nach dieser tollen Erfrischung gab es bis Greetsiel zwar viel zusehen, aber kein Café mehr. Rechtzeitig die Gunst der Stunde genutzt.

Am Anfang des Tages hat „Rückenwind“ seinem Namen alle Ehre gemacht. Wir segelten mehr durch die Landschaft…wir ließen uns treiben! 🤩Leider hielt das nur in den ersten Stunden an, dann drehte der Wind. Wir mussten ordentlich strampeln um weiterzukommen. Als wir den „Otto“ Leuchtturm in Pilsum in der Ferne ausmachen konnten, wurde der Gegenwind immer kräftiger…auf dem Deich konnte man fliegen lernen.

Im malerischen Greetsiel haben wir eine Fischbrötchen Pause gemacht, (natürlich mit Alster Wasser) und fasziniert dem sehr regen Treiben zu geschaut. Als Tourist kann man sich schlecht über zu viele Touristen beschweren, sonst hätten wir das gemacht 🤣

Zum guten Schluss noch die Strecke und die Tageskilometer.

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