Ein langer Tag

… oder, immer positiv denken 😊

Da die wenigen Stellplätze für Fahrräder im ICE schon sehr zeitig ausgebucht waren, mussten wir vor sechs Monaten mit der späten Abfahrt nach Salzburg, bzw. heute dann erst bis München, vorlieb nehmen. Da die sehr kleinen Packtaschen auch nach fünfmal neupacken doch recht schnell gepackt sind, zog sich der frühe Vormittag wie Kaugummi in die Länge. Restliche Bügelwäsche erledigen, Staubsaugen, Blumen nochmal gießen…das war alles schnell erledigt. Um unangenehmen Anschluß Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen haben wir beschlossen, sehr früh mit dem Zug nach Hamburg zu fahren, und in Hamburg in Ruhe Mittag zu essen 🍽️…und uns zu freuen, das wir erst morgen in Salzburg ankommen 😎

Nach gefühlten drei Ewigkeiten schlich sich die Abfahrtszeit langsam näher, nur noch 9 Minuten…wir hatten schon längst genau ausgekundschaftet wo der Fahrrad Wagen hält…da kam die obligatorische Ansage mit der umgekehrten Wagenreihung😡 Also mal eben an das andere Ende des Bahnsteigs hechten. Nur gut das der Hamburger Hauptbahnhof so großzügig ausgelegt ist😡

Der Einstieg mit Fahrrad ist immer sehr aufregend und lässt sich problemlos steigern wenn im sehr knapp bemessenen Fahrrad Abteil ein Kinderwagen extrem im Weg steht…dessen Besitzer sich aber gar keiner Schuld bewusst ist, bzw. nicht Willens ist Platz zu machen bis die Räder untergebracht sind…schließlich war aber auch das geschafft. Acht Räder samt Gepäck und den dazugehörigen Menschen…fanden rechtzeitig in den Zug hinein…und der fuhr pünktlich los😁…echt wahr.

…und noch schöner 🙂  nach sechseinhalb Stunden bequemer Fahrt sind wir pünktlich in München angekommen 😎 wo wir jetzt noch ein Glas Leckeres genießen 🍷🍺

Ob das gut geht?

Was für Radtouren haben wir nicht schon gemacht? Von Salzburg nach Triest. Vom Königssee zum Bodensee. Vom Brenner über Bozen, Meran „und“ den Reschenpass nach Rosenheim…und immer hat Uwe einen Föhn mitgeschleppt. Über alle Berge, durch alle Widrigkeiten…und nun das? Uwe nimmt keinen Föhn mit! 😮 Jahre habe ich versucht ihm das auszureden, ohne Erfolg. Bin ja echt gespannt was dabei rauskommt.

Ähnlich ist es aber mir mit zwei Handtüchern, die immerhin 250 Gramm wiegen, ergangen…und vielleicht den Strümpfen. Uwes Frage, ob ich einen Strumpfhandel plane, fand ich leicht übertrieben…bei nur 6 bis 8 Paar…dünne, dicke, lange und auch kurze. Da kommt schnell was zusammen 😳 Ok, die Winterstrümpfe habe ich wieder ausgepackt 🙂 wie die Handtücher. Die habe ich ähnlich sinnlos mit rumgeschleppt, wie Uwe den Fön…und extrem selten gebraucht…einmal zum Trockenen der Handwäsche. Ob wir mit wirren Haaren und von einer Duftwolke (?) umgeben durch Österreich radeln 😉 …nee, das passt echt nicht!

Unser „Trainingsprogramm“ in der letzten Woche war vielleicht nicht wirklich durchdacht, 🙄 aber klasse. Ein tolles Geburtstagsfrühstück in Stade hat die Grundvoraussetzung für die notwendige Power gelegt…um bei 32 Grad mit dem Rad nach Winsen zurückzufahren 🙄

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Des Weiteren haben wir noch einen Ausflug auf anderen Wegen nach Hamburg gemacht. Natur meets Industrie könnte man sagen. Eine willkürliche Wegführung bot ganz andere Eindrücke.

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Stellenweise war der Kontrast heftig. Nur wenige Minuten liegen zwischen dem Natur Idyll und der Schwerindustrie. Zwar lag Saturn auch noch auf dem Weg, aber eigentlich ist der Weg das Ziel 😎

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😎

Hansestadt Lübeck

Die etwas durchwachsene Wetterlage in Norddeutschland, mit einer Bandbreite von sonnigen 35 Grad bis zu windigen und gewittrigen 23 Grad hat uns heute, mit der Bahn 😉 nach Lübeck verschlagen.

Der Besuch im europäischen Hansemuseum hat uns sehr deutliche Parallelen der heutigen engstirnigen und egoistischen Denkweise zur Nationalstaatlichkeit aufgezeigt. Der sehr erfolgreiche Hanseverbund hat sich an den vielen Egoismen aufgerieben und ist auseinander gebrochen, anstatt die Vorteile des gemeinsamen und offenen Handels zu genießen. Die Ähnlichkeiten zur heutigen Zeit sind beängstigend 😳

Nichts desto Trotz sitzen wir im Wiener Caféhaus und essen italienisches Eis 😁…der obligatorische Besuch im Niederegger Marzipan Shop kommt auch noch 😃😎🤗

Nachlese

Nachdem wir die Tour so gut bewältigt haben, ganz ohne Platten, oder gar Unfälle, genießen wir jetzt das „gute“ Wetter zu Hause. Die Gartendusche ist bei den Temperaturen sehr angenehm. Des weiteres gibt es vielleicht noch ein bisschen Erwähnenswertes. Das sehr schöne Baum Foto, ein Schelm wer böses dabei denkt 😉

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Baumkunst?

 😎

Erwähnenswert ist auch unsere Schlafstatistik. Ich hätte nicht gedacht, dass man soviel am Stück schlafen kann…und so gut.

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Das hat wohl die nötige Power für den nächsten Tag gegeben…das „gute“ Essen war es jedenfalls nicht. Bis auf wenige Ausnahmen, war der Drang zu „alles in die Fritteuse“ unübersehbar; vom fehlenden guten Geschmack ganz abgesehen 😦  Etwas liebevoller, etwas mehr Mühe und ein ganz anderer Eindruck, womöglich ein guter, könnte entstehen.

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Rauschende Abfahrt

Auf dem Foto nicht so deutlich zu sehen, aber die Abfahrt war klasse 😎 Uwe hat es auf 42, 8 km/h gebracht, ich nur auf 41,5 😉 Das ist im bergigen der Vorteil. Hingegen bei Gegenwind an der Elbe, fehlt das gute Abfahrtsgefühl komplett.

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waschen?

Mal sehen was wir in den nächsten Tagen noch anstellen…morgen mal kurz nach Lüneburg radeln 🙂 quasi etwas ausradeln

😎

Home sweet home

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Die Rettung vor dem Gewitter

Geschafft ❗ Nach weiteren 65,5 Km sind wir, leider mit viel Gegenwind, wieder zu Hause angekommen. Der Schlenker über Boizenburg hat sich gelohnt. Die Stadt ist schön restauriert, leider auch das Kopfsteinpflaster 😦 Vom Weg her war es für uns beschwerlicher. Drei Kilometer in den Ort reinfahren, um dann weitere drei Kilometer stetig bergan den Ort wieder zu verlassen. Aber wir sind ja im Training! Bergan und Gegenwind geht auch 🙂 wenn auch mühsam 😉

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Ab Lauenburg sind wir auf bekannten Wegen gefahren…immer der Elbe folgend, bis Drennhausen. Dort ist das Elbcafe, welches auch sehr leckeres Eis hat. Das macht müde Radler wieder munter >3

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Die Elbe verlassend und quasi auf dem direkten Weg ging dann mit neuer Kraft nach Hause. 😎

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Der letzte Tag

Etwas Statistik zum Schluss…

…ergibt insgesamt 731 gefahrene Kilometer ❗

 

Wie weit noch Steuermann?

Schon gestern Abend waren wir unsicher 🤔 wo wir unser Ziel für heute setzen sollten. Dömitz zu nahe und Boizenburg zu weit. Das Wetter spielte bei der Planung ebenfalls eine große Rolle. Für heute war moderater Rückenwind vorhergesagt, und für morgen starker Gegenwind. Also setzten wir die Devise aus…möglichst weit Richtung Heimat, bzw. Boizenburg zu kommen. Letzteres haben wir bei unseren Elbtouren nie mitgenommen, da es einen ziemlichen Umweg ↪️ nach Hause bedeutet.

Nach einem hervorragenden Frühstück, und nachdem ich endlich meinen Fahrrad Schlüssel in den Untiefen meines Gepäcks wieder gefunden hatte, 🙄 konnte es denn auch losgehen. Am Ortsausgang, fanden wir die „Arche“ an alter Stelle, also Uwe weiß immer genau wo, was zu finden ist. Figuren, Cafés, oder ähnliches. Ich weiß schon, dass diese Dinge auf der Strecke sind, aber wo 🤔…?

Eigentlich war es von Anfang an warm bis heiß. Je nachdem wie die Elbe mäandert, hatten wir Rücken-, Seiten-, oder auch 🌬️Gegenwind 😖. In Dömitz haben wir nach 50 km eine notwendige Pause eingelegt…in unserem ausgebuchten😣 Lieblingshotel. Eiskaffe und Käsekuchen unsere Akkus aufgeladen 😁

Ab Hitzacker sind wir richtig gut vorwärts gekommen. Plötzlich schien Boizenburg doch erreichbar… Rückenwind fast pur. Wir sind bei großer Hitze über’n Deich geheizt ❤

Wenn die Entfernung auf den Hinweisschildern förmlich schmilzt… 39 km…viel zu weit…26 km…oh, geht vielleicht…bei 18 km waren wir echt guter Dinge, wenn da nicht plötzlich die Wolken, drohend aufgetürmt, immer näher kämen. Eigentlich sind wir aber an dem „Eis“ Schild hängen geblieben 💡 Ja, Eis 🍦. Rechts ran…oh, auch Pension…und plötzlich kam sehr heftiger Wind auf! Gefragt, getan.

Das Eis rückte in Hintergrund und wir bekamen das letzte Zimmer…und das Wetter verlor seinen Schrecken. Das 30 Minuten später für kurze Zeit ein Gewitter vom Feinsten niederging, störte uns nicht mehr im mindesten 😊

Unsere Unterkunft ist eine nette Pension, die ziemlich genau das Gegenteil von dem gestrigen Hotel ist…aber in keinster Weise schlechter…und endlich mal reichhaltige Salat- 🥗 und Gemüse Gerichte auf der Karte hat…lecker 😋

Das drohende Gewitter hat uns bei 100, 44 km diese Etappe beenden lassen…somit besteht der Rekord mit Torben noch immer🏆…und Eis haben wir (noch) nicht gegessen 😊

😎 alles richtig gemacht 😎

Kunstobjekte

Und das Übernachten in selbigen bedeutet meistens Abstriche in der praktischen Note . 🤔 Es gab gar keine Möglichkeit etwas aufzuhängen, keine Kleiderbügeln, keine Haken. Zwei haben sich als Lampen entpuppt. Zum Frühstück mussten wir zur Tanke fahren, zwar nur um die Ecke und eher ungemütlich, aber besser als nichts. Angeblich sollen sich 3 Parteien ein Bad teilen…in dem es auch keine Haken gibt…naja, wir waren die einzigen Gäste…sonst hätte ich wohl Pickel bekommen🙃Auf dem platten Land waren wir froh, überhaupt ein Zimmer gefunden zu haben. 😉

Während des Frühstücks hat es ganz nett geregnet…erst als wir drinnen waren fing es an…💦 Somit war die Temperatur recht angenehm, als wir dann im trockenen losradelten. Leider hatten wir heute wieder ein extremes Bergtraining in Form von ständig steifem Gegenwind. Das ist Daueranstieg, ohne eine erlösende Abfahrt 🥴😫

Mit der Havel haben wir dann auch bekannte Wege erreicht. Das schönste Teilstück ist eigentlich die Halbinsel zwischen Elbe und Havel. Allerdings verringert sich der Genuss, bei soviel unangenehmem Wind. Augen zu und durch, heisst es wohl🙄 Eine Stärkung haben wir uns heute in Rühstädt gegönnt. Der Ort verdient den Namen Storchendorf wirklich. Fast alle Gebäude haben ein Nest auf dem Dach.

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Unser Lager haben wir heute in Wittenberge aufgeschlagen. Die Verhältnisse sind etwas großzügiger 🤗. Wir wohnen in der „Alten Ölmühle“. Bis 1990 wurde hier noch Öl gepresst. Nun ist ein weiteres kreatives Objekt in alte Gemäuer eingezogen. Ein riesen Areal, mit Kletterturm, Tauchturm, Beach Bar, Konzertbühne…ein Loft Spa…viel zu viel für nur einen Abend…aber sehr schön. Mal sehen. Eine Hausführung gibt es um 20:30 Uhr…gerade jetzt bin ich aber nicht in der Lage mich körperlich zu bewegen…nur mental  😁

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Es fehlt noch die Statistik  😎

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Tempomat

Auch heute Morgen hat uns die Sonne ☀ begrüßt. Nach einem sehr guten und reichhaltigen Frühstück sind wir erneut zu einer Uwe und Garmin Abenteuer Tour aufgebrochen. Gott sei Dank wollten wir vom Hotel nach links starten. Nach rechts war alles wegen einer Bombenentschärfung abgesperrt. Nach ca. 10 km tauchte das erste Problem auf…🤔 Keine Brücke vorhanden…also umdrehen, neuen Weg suchen…

Somit hat es sich ergeben, dass wir auf von Autos wenig befahrenen Nebenstraßen unterwegs waren (manchmal waren wir sogar in der Überzahl). Keine Wanderdünen, keine Steigungen…die Beine waren sehr gut und wir hatten das Gefühl es fährt sich wie mit einem Tempomaten 😎

In Linum, einem sogenannten Storchendorf, haben wir eine kleine Kaffee- und Eispause eingelegt, damit wir bei Kräften bleiben. Ebenso nach weiteren 30 km. Kaffee und Käsekuchen. Das gibt auch langanhaltend Power.

In Stölln hat Otto von Lilienthal seine Flugversuche vom Gollenberg ab 1893 bis 1896 unternommen, was mit einigen schönen Exponaten eindrücklich dargestellt wird.

Auf dem Gollenberg erinnern eine große Skulptur, die Windharfe auf der Spitze des Berges, sowie ein Gedenkstein an der Absturzstelle an den Flugpionier. Am Fuße des Berges ist die Lady Agnes zu besichtigen, ein nach Lilienthals Frau benanntes Langstreckenflugzeug vom Typ Iljuschin Il-62. Es dient als Ausstellungsort und Standesamt und hat sich seit seiner spektakulären Landung auf der Piste des Stöllner Segelflugplatzes im Jahr 1989 zum Besuchermagneten entwickelt.

Dass wir heute Abend in dem stillgelegten Bahnhof von Rhinow übernachten, freut Uwe natürlich ungemein. Wir wohnen im Stellwerk Zimmer.

Da wir zum Essen mit dem Rad unterwegs sind…kommen noch einige Kilometer hinzu…den Rekord mit Torben knacken wir heute aber nicht

👍😎


💡 Ist ja schon Tag 7. Die Woche ist rum!

Go West

Ungewöhnlich, aber sehr gerne gesehen die Sonne ☀ am Himmel. Das Wetter heute zeigte sich von der freundlichen Seite. Einzig der Rückenwind fehlte 😉

In der Morgensonne haben wir uns nochmal die imposanten Bauwerke angeschaut. Uwe hätte das alte Schiffshebewerk auch besteigen können, aber ganz Gentleman wollte er mich nicht so lange warten lassen…zumal es keine Shopping Meile um die Ecke gab. Ich wollte auf gar keinen Fall meine Höhenangst an dem Bauwerk testen. Momentan übe ich an normalen Brücken.

Dass wir jetzt in Oranienburg bei einem sehr netten Italiener sitzen und auf unser Essen warten, und etwas gegen den Durst tun, liegt an Uwe und seinem Garmin. Die beiden haben quasi eine Offroad Tour ausgerechnet. Das wurde mir allerdings erst mitten im Wald in einer „Wanderdüne“ klar. Ich hatte Uwe wohl nicht richtig zu gehört 😉…mache ich sonst nie🙄

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Am Wegesrande

Der knappe Kilometer war dann auch der schlechteste…der Rest war wie in den letzten Tagen…alle Beläge vorhanden, wobei heute die heftigen Steigungen fehlten, und viel Wald den Augen und Ohren gut taten. Die letzten sechs Kilometer sind wir ganz und gar nicht Offroad gefahren. Eine kleine Bundesstraße mit sehr eiligen Autofahrern. Ich habe eh so manches Mal des Gefühl, als wenn eine Prämie auf Radfahrer ausgesetzt ist 😈

Wir sind in froher Erwartung, was den morgigen Tag angeht. Mal schauen wo wir uns morgen einfinden 🙂 😎