Tages Nachlese

Es kann nicht anders sein, heute ist ein Glückstag. Nach unserer, so gut wie, trockenen Ankunft im Hotel haben wir die üblichen Routinen bespielt. Duschen, Kaffee trinken, Blog schreiben und dann los trödeln zum Abendessen. Meine Idee zum Bremer Schnoor zu bummeln und irgendwann ein Restaurant zu suchen…

Der Bummel war gut, aber heute nur Augen Shopping. Den sehr schönen maritimen Laden gibt es noch…und wir sind in wenigen Tagen auf dem Rückweg ja wieder in Bremen…ein Schelm, der Böses dabei denkt🤩

Als wir weiterschlendern, fallen die ersten kleinen Regentropfen. Links und rechts kleine Restaurants…wir versuchen im erst Besten die aushängende Speisekarte zu lesen, aber keine Chance! Das ging so unglaublich schnell! Ich war knapp schneller im Restaurant, als draußen die Schleusen hemmungslos die Tore aufrissen…und das für 40 Minuten. Gott sei Dank sind wir per Zufall in ein gutes Restaurant gestolpert! Zu dem ohnehin schon üppigem Glückverteiler heute hat Uwe auf dem Weg zum Hotel noch einen 10€ Schein gefunden. Wie gesagt, heute ist ein Glückstag! 🍀…da rege ich mich auch nicht mehr über Mücken auf…vorerst!

Heute keine Bergwertung

Nach den für uns ungewohnten Höhenmetern gestern, gab es heute ein Zeitfahren. Dem angedrohten Regen möglichst schnell davon fahren, war das Motto des Tages, zumal ich für den Technik Rucksack eine Regenhülle vergessen habe 🙄🙈. Allerdings habe ich die Feuchtigkeitsempfindlichen Geräte in den Wasserdichten Packtaschen verstauen können. Der Rucksack ist eigentlich für die „Gepäcktransport Zeit“ gedacht…da ich meine Technik lieber im Handgepäck habe😎

Die Nacht war „etwas“ nervig, da mir immer mal wieder eine Mücke 🦟ins Ohr säuselte, während Uwe friedlich schlummerte. Diese blöden Viecher! Warum können die sich nicht mit meinen Beinen zufrieden geben…das linke Bein hat schon insgesamt 8 Stiche, da macht einer mehr oder weniger nichts aus…aber Nein! Diese freche Mücke musste mich immer wieder vom einschlafen abhalten…wobei gar nicht sagen kann ob es nur eine, oder ein ganzes Rudel war. Meine Uhr sagt zwar, dass ich knapp 9 Stunden geschlafen habe, aber mir kam es so vor, als ob ich kaum eine Stunde am Stück geschlafen habe.

Während des guten Frühstücks gab es der ersten fetten Schauer. Für uns Motivation genug, zügig und ohne viel Pause nach Bremen zu fahren…immer die Wetter App im Blick.

Das erste Drittel der heutigen Route führte durch die Wümmeniederung, wobei die Rodau, Wiedau und der Trochelbach immer mal wieder unseren Weg kreuzten. Bei Sonnenschein wäre der Eindruck noch besser gewesen, aber das Blätterdach hat den Regen sehr gut abgehalten. Von leichtem Regen, dann zu Niesel-piesel und dann war der Regen plötzlich weg!!

Weiter ging es auf Nebenstraßen, durch kleine Ortschaften, Maisplantagen, und immer wieder über Bäche und kleine Flüsschen. Je näher wir Bremen kamen, desto größer wurden die Ansiedlungen, aber mit wenig Autoverkehr. Sonntag? Oder Ferienzeit? Dann hatten wir noch einen Gewerbepark zu überwinden, um schließlich bei den StadtWerkenBremen langsam an die Weser zu gelangen.

Mit Pause machen und schauen war nicht viel…um 13 Uhr sollte es fett in Bremen regen…was dann auch genauso kam. Gut 800 Meter hatten wir noch bis zum Hotel, als es anfing zu regnen…Gott sei Dank erst vorsichtig. Der Platzregen machte sich erst breit, als wir unter dem geräumigen Hotel Vordach standen. So ungefähr muss sich ein Sechser im Lotto anfühlen 😎

Tageskilometer

Die heutigen Höhenmeter haben sich in der Mehrzahl durch Überqueren von Autobahnen ergeben. Mein Gerät sagt 70 Höhenmeter, Uwes Garmin 135.

Es geht los

Juchhu! Unsere Ostfriesland Rundfahrt startet. In diesem Jahr haben wir uns für einen späteren Start entschieden, da wir Anfang des Jahres von einer (zutreffenden) Langzeitwetterprognose beeinflusst worden sind. Wie kalt und ungemütlich es im Mai/Juni sein kann, haben wir ja im letzten Jahr erlebt. Bisher sind wir auch sehr zufrieden mit unserer Entscheidung. Es war ja entweder kalt, oder gleich sehr heiß…von Regen, Hagel und Gewitterstürmen will ich gar nicht erst anfangen. Die Aussichten jetzt sind ganz gut. Angenehme Temperatur, aber leider viel Wind😒,aber wie heißt es doch so schön…“einen“ Tod muss man sterben. Lieber Wind, als Hitze…allerdings kann man sich nicht wirklich auf die Vorhersage verlassen. Wir haben schon einige warme Sachen zu Hause gelassen, da es scheinbar wieder sommerlich heiß ♨ wird. Damit verringert sich auch das Reisegepäck😎Vier Tage müssen wir ja selbst transportieren.

Im Frühtau zu Berge wir ziehen

Ursprünglich wollten wir mit der Bahn nach Oldenburg fahren, wo die offizielle Tour beginnt…die für uns neue Luxusvariante, mit Gepäck Transport😎 Diverse unglückliche und auch nicht (alle) von der Bahn verschuldeten Vorfälle, haben uns dazu bewogen, gleich von zu Hause zu starten. Von Winsen durch die Lüneburger Heide zur ersten Übernachtung nach Bothel…in der Nähe von Schneverdingen. Uwe hat noch gute Erinnerungen an eine Radtour vor 40 Jahren. Hinter Niederhaverbeck den Spitzbubenweg zu befahren, ist für Uwe ein guter Grund gleich in Winsen zu starten.

Mit reichlich Vorfreude sind wir kurz nach 9 Uhr bei sehr schönem Wetter aufgebrochen. Die alt bekannten Wege, über Wulfsen, Toppenstedt dann auf welligen Wegen vorbei an der Waldklause nach Garstedt. Der nicht enden wollende Anstieg vor Egestorf war ein kleiner Test für unsere, in den letzten Wochen verweichlichten Beinmuskeln. Mit ein bisschen innerlichem Jammern, und den Bildern der Tour de France vor dem geistigen Auge, sind wir aber gut gekraxelt. Hinter Döhle ließen wir den Autoverkehr hinter uns, und begegneten nur noch Fußgängern, Radfahren, oder Pferdekutschen, aber da die Heide noch nicht blüht, hielt sich das Verkehrsaufkommen so früh noch in Grenzen in Grenzen.

Sehr schnell hatten wir Wilsede, und somit unser Sylvester Restaurant erreicht 😎 vor 12 Uhr und mit dem Aufmachen. Im Garten haben wir uns mit Buchweizen Kuchen und Kaffee gestärkt.

Im Eingangsbereich des Restaurant haben Schwalben die erste Brut schon großgezogen und starten nun den Bau eines zweiten Nestes.

Nach genügender Erholungspause sind wir auf teils sandigen, aber befahrbaren Wegen weiter, mehr rauf als runter gefahren. Hinter Niederhaverbeck kamen wir dann zum Spitzbubenweg, der zuerst noch recht großzügig war, aber später immer schmaler wurde. Wildromantisch ist eine gute Beschreibung.

Im wahrsten Sinne des Wortes ging es über Stock und Stein auf immer schmaler werdender Spur. Anhalten und Fotos machen war schwierig bis unmöglich. Nachfolgende Radfahrer, Gegenverkehr und sehr konzentriertes Fahren ließen das nicht zu…aber wir fahren ja noch zurück. Beim zweiten Mal ist es schon Routine🤣

So schlimm war Grauen aber nicht, Gebell gab es auch nicht…und am Ziel in Bothel hatten wir die 70 km knapp überschritten. Der erste Tag hat uns gut gefallen. Mit reichlich Steigung zwar anstrengend, aber trotzdem Klasse! Jetzt freuen wir uns auf ein leckeres Abendessen im Biergarten 😀🍴🍷Das haben wir uns verdient 😎

Winter 2026

Ich wähle die Überschrift in der Hoffnung, dass nicht wieder 15 Jahre mit zu warmen Wintern vergehen.

Winterwunderland

Natürlich liegt der besondere Zauber auch in der Seltenheit. Wir genießen nun schon 10 Tage winterliche Verhältnisse…die vor Jahren ganz normal und viel länger dauerten. Das die Medien gleich von Katastrophen berichten, ist dem Klick-Journalismus geschuldet; verkauft sich halt besser…und macht viele Leute unnötig panisch…weil man dem glaubt, was man liest, und nicht mehr dem eigenen Wissen.

Einfach nur genießen 😎

Durch die Harburger Berge

Da wir auf der Winsen – Bremen Tour ein sehr ordentliches „gegen den Wind Berg Training“ hatten, kam uns die Idee, unsere Kondition an richtigen Bergen zu testen. Auf alten Wegen sind wir an der Bahn längs, bis Harburg und dann zum Außenmühlen Teich gefahren. Das gute Restaurant haben wir heute rechts liegen lassen,😉und schon ging es stetig ansteigend in die Harburger Berge „hoch“.

Zwar haben wir das Steil Stück durch das Appelbüttler Tal – quasi die „Hirschberger Wand“ des Nordens – ausgelassen, und haben die ein wenig angenehmer (nur was die Steigung angeht) zu fahrende Bremer Straße genommen, aber schweißtreibend genug war es trotzdem.

Immer noch auf leicht ansteigendem Weg haben wir die A7 überquert und sind kurz drauf auf schönen Waldwegen durch einen Buchenwald gefahren. Erfrischend und einfach herrlich. Ein sehr abwechslungsreiches rauf und runter auf unterschiedlichen Wegen folgte. Die Autobahnen, A1, A261, A7 und A39 haben wir diverse Male über,- oder unterquert.

Die rasanteste Abfahrt hatten wir hinter Klecken. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 38 km/h sind wir mit großer Freude auf Helmsdorf zu gesaust. Das hat Spaß gemacht…der Mühe Lohn🤩.

Das Seevetal, auf die Hoster Mühle zu, ist immer wieder ein Augenschmaus. Einziger Nachteil, es ging wieder bergauf, aber wir sind doch ganz gut in Form. Die Amelinghausen Runde sind wir in diesem Jahr noch nicht gefahren…da gibt es auch reichlich Höhenmeter zu absolvieren 🫠Das sollte nun gut machbar sein.

Verden – Bremen

Der Besuch bei Philipp und Alex war super schön und auch sehr lecker…und klein Ava ist einfach zum verlieben 😍

Heute morgen hatten wir gar keine Chance dem Wind auszuweichen. Zu 90 Prozent kam er kräftig von vorne…aber wir sind ja voll im Training. Landschaftlich gefiel uns der Anfang und das Ende besonders gut. Ein Teil der Strecke verlief leider an Straßen, die gut befahren sind…von Autos. Entweder habe ich bei der Planung nicht aufgepasst, oder der Weser Radweg verläuft wirklich so blöde.

Trotzdem gab es links und rechts Schönes zu sehen. Einige wenige Störche, die noch Energie tanken sind uns auch aufgefallen. Manchmal auch Regen von vorne… der starke Wind hat aber gleich alles wieder trocken gepustet…manchmal hat er also auch was Gutes.

In Bremen wurden wir noch von der CSD Parade ausgebremst. Gestern Abend in der fröhlichen Runde haben wir alle noch CSD Erlebnisse zum besten gegeben…übervolle Züge, gesperrte Straßen, lustige und bunte Menschen…all das haben wir Stunden später hautnah erlebt…Plus eine 30 minütige Zug Verspätung, weil der Lok Führer zu spät kam….

Die Belohnung gab es aber, als wir endlich Harburg erreichten. Der Elbe längs hat uns der Wind nach Hause geblasen. Angefühlt hat es sich, als hätten wir einen Raketenantrieb gezündet! Jippyee!!!

Auf nach Verden

…oder, Uwe bremst auch für Frösche.

Ausgeruht und, nach einem guten Frühstück, frisch gestärkt, ist die Kälte heute morgen fast an mir abgeprallt. Barfuß und mit Sandalen habe ich es gut geschafft, aber in der ersten Stunde habe ich meine Handschuhe doch vermisst. Wir haben mehr oder weniger den direkten und somit den landschaftlich nicht so schönen Weg genommen. Wald, und somit etwas Schutz, gab es dennoch 😉

Windig war es von Anfang an, aber leider mit steigendem Potenzial. Mal von der Seite, mal direkt von vorne 🤢…aber, soetwas sind wir gewohnt…unser tägliches Berg Training gib uns…

Da ich davon absehe, jedesmal einen Unfallbericht zu schreiben, wenn wir eine Radtour machen…schreibe ich jetzt nur, dass Uwe auch für Frösche bremst…und den Osteoporose Test hat er wieder bestanden.

Ganz zufällig lag mein Lieblings Bastel Bedarfsladen auf dem Weg…da musste ich doch rein schauen…und eine klitzekleine Kleinigkeit kaufen😍

Jetzt machen wir uns hübsch, um dann später zu Philipp zu radeln…und auch wieder zurück zum Hotel.

Die Statistik darf natürlich nicht fehlen und wird 😎…vielleicht auch noch der Wetter-Wind-Bericht

Ausflug nach Bremen

…wobei der Ausgangspunkt der liebe Philipp in Verden ist. Die Idee hatten wir schon länger, aber nun lockt die kleine Ava, die im April zur Welt gekommen ist.

Das Wetter hat auch sein übriges dazu beigetragen erst jetzt zu fahren.  Juni und Juli waren bis auf wenige Tage verregnet. Letzte Woche bei 36 Grad war ebenfalls nicht unser Ding. Bewegungsloses Sitzen war schweißtreibend genug.

Heute sind die Voraussetztungen nahezu perfekt. Vielleicht ein bisschen kühl, aber wir wollen nicht meckern. Losgefahren bei strahlendem Sonnenschein, aber gerade mal 15 Grad 🥶. Es ging relativ früh (9:30 Uhr) los, da ab 13/14 Uhr der Wind kräftig auffrischen sollte…und zwar von vorn.

Die hügelige Wegführung sorgte schnell dafür, dass uns warm wurde. Feld-, Wald- und Teerwege sorgten für Abwechslung. Das schönste und gleichzeitig anstrengenste Wegstück, ist kurz hinter Asendorf…eigentlich herrliche, Auto – und fast Menschen freie Natur. Ein Duft von Sommer lag in der Luft, da noch Heu gemacht wurde. Allerdings spürt man auch den nahenden Herbst…in dem Zusammenhang ist es sehr vorteilhaft Helm zu tragen…die vielen fallenden Eicheln richten so jedenfalls kaum Schaden an.

Die Kunststätte Brossard haben wir rechts liegen lassen und sind halblinks den staubig und steinigen Waldweg bergauf gefahren…was man so fahren nennt! Trotz der leichten Quälerei 🥵 haben wir Natur genossen. Natürlich ging es später wieder bergab! Gott sei Dank auf einigermaßen gutem Asphalt. Das rollte von ganz alleine.

Im Weiteren konnten wir auch die lila blühende Heide genießen. Einfach wunderschön. Zur Mittagszeit, als sich der kleine Hunger meldete, tauchte wie aus den Nichts ein schöner Platz für eine kleine Mahlzeit auf. Pefekt!

Kurz bevor der Wind anstrengend wurde hatten wir unser heutiges Ziel, Stemmen, erreicht. Sehr unbekannter Ort, hat aber ein schönes Tagungshotel mit angeschlossenem Restaurant…worauf wir uns schon freuen. Nun noch die Statistik…

Führung hinter den Kulissen der Kopenhagener Oper

Natürlich ist, wie überall, auf den großen Bühnen Sommerpause. So auch in Kopenhagen an der neuen Oper. Allerdings habe ich per Zufall entdeckt, dass es Karten für ein Führung hinter den Kulissen gibt. Das ist ja auch ziemlich interessant. Zumal man dabei auch meist etwas Insiderwissen erfährt.

Die Oper Kopenhagen verdankt ihre Existenz einer großzügigen Spende des dänischen Reeders Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller, der zur Zeit der Schenkung 88 Jahre alt war und mit sanftem Druck eine Fertigstellung des komplexen Baus in nur 3,5 Jahren hin bekam…“Ich habe nicht mehr soviel Zeit!“, war seine Aussage! Er ist dann aber noch stolze 99 Jahre alt geworden. Dank ausgefeilter Akustik und modernster Bühnentechnik gilt das Opernhaus als einer der besten Opernsäle der Welt. Insgesamt 6 bewegliche Bühnen, auf den verschiedene Opern Aufführungen aufgebaut werden können, gibt es. So ist es möglich mehrere verschiedene Aufführungen in einer Woche anzubieten. Ein kompletter Bühnen Wechsel innerhalb von wenigen Minuten ist möglich…wenn man sein Handwerk versteht.

Der großzügige Mäzen sorgte mit teils eigenwilligen Wünschen für Aufregung, aber als sehr erfolgreicher Geschäftsmann, war es für ihn ein leichtes sich durchzusetzen…außerdem war er ja der alleinige Geldgeber. Die Sitze z. B. aus England kommend, sind in blauem Samt, anstatt rot wie in den meisten Opernhäusern, gehalten…und mussten einer 5 stündigen Sitzprobe standhalten, der Wagnertest 😉. Die Decke wurde aufwändig mit Blattgold belegt…1,5 Kilo Gold wurden verwendet…ohne dass es kitschig aussieht. Einzig Königin Margrethe II. hatte die Wahl. Die Königin konnte sich aussuchen wo sie die Königsloge haben wollte. Das verwendete Holz im Saal, wie außerhalb ist Ahorn…so behandelt, das es aussieht wie die Streich Instrumente im Orchester. Auf jede Kleinigkeit wurde geachtet.

Der Standort ist präzise gegenüber der Frederik Kirche, die ja auch Marmor Kirche genannt wird. Haargenau mittig…Rosshaargenau…die Reiterstaute von König Frederik V. ist ebenfalls genau mittig vor der Kirche aufgestellt.

…von innerhalb des Operngebäudes aufgenommen

Ja, die Begeisterung hat mich total erwischt. Dabei waren wir früh morgens schon im Ausnahme Zustand. Das Rathaus hat es ebenfalls in sich. Wir hatten keine Zeit für eine Führung, aber allein der optische Eindruck hat sich gelohnt.

Was eindrucksvoller war, kann ich gar nicht sagen, aber die Uhr mit all den Details ist schon unglaublich. Was Menschen alles schaffen…wenn sie nur wollen!

Nun noch ein Nachtrag zur Königlichen Bibliothek…heute kann ich ein Foto nachliefern. Man kann erkennen, wie die Gebäude in einander übergehen…neu zu alt.

Beim Schreiben ist mir, wie schon häufig, aufgefallen, dass ich teilweise vergessen habe zu fotografieren. Heute in der Oper ist mir das besonders aufgefallen. Die Informationen waren so spannend, das ich vergessen habe die Beweise zu fotografieren 😉aber man hat ja noch das Gedächtnis…

Zum Abschuss eines eh schon tollen Tages waren wir noch sehr gut essen! Man gönnt sich ja sonst nichts. NORRLYST…sehr zu empfehlen

Soweit die Füße tragen und die Schiffe fahren.

Abgesehen von einigen heftige Böen, die einen fast wegpusten, ist das Wetter uns gewogen. Mal Sonne, mal Wolken, aber kein Regen.

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir Richtung Schloss Amalienborg aufgebrochen. Der Weg führte uns über den nun sehr exklusiven Teil der gestern erwähnten Einkaufsstraße, bis zum Festplatz, der im Sommer mit schöner Blumenanlage aufwartet und im Winter zur Eislaufbahn umgewandelt wird. Von hier sind es nur wenige Meter zum malerischen Nyhaven…und es war kein Fehler vor 10 Uhr unterwegs zu sein. Alle Geschäfte sind noch geschlossen 😉

Bei Königs, also Schloss Amalienborg, konnten wir einen kleinen Wach-Wechsel beobachten. Frederic und Mary waren zwar zu Hause, aber gerade nicht verfügbar. Die markante „Marble Church“, die Marmor Kirche haben wir uns auch von innen angesehen. Schwanen Orgel und die hohe Kuppel sind sehenswert, außerdem eine gute Gelegenheit den Füßen eine Rast zu geben.

Weiter ging es zum Gefion Brunnen, der groß und imposant da steht und auch als Wunschbrunnen benutzt wird. Die Figurengruppe zeigt Gefion, die Asenjungfrau aus der germanischen Mythologie und ihre zu Stieren verwandelten Söhne, die mit einem Pflug eine Furche zwischen der Insel Seeland und Schweden herauspflügen um damit Seeland vom Festland zu trennen. Von einem sehr großen Wahrzeichen zu einem der kleinsten ist nicht sehr weit, man muss nur den unglaublichen Massen von Asiaten folgen, die alle ein Selfie mit der kleinen Meerjungfrau machen wollen…😳

Nach gut 10 000 Schritten wollten wir eine kleine Fährfahrt machen. Nur kurz das Hafenbecken queren, an der neuen Königlichen Oper einen Kaffee zu trinken…um dann gestärkt weiter nach Christiania zu gehen. Es wurde mehr. Wir sind quasi von den Landungsbrücken nach Finkenwerder gefahren, um zur Elbphilharmonie zu kommen. Also von hinten durch die Brust ins Auge. Dabei sind wir nur in die falsche Fähre eingestiegen. Anstatt eine Station nach gegenüber zu fahren, haben wir eine Rundfahrten durch die neue XL HafenCity Kopenhagens gemacht. Die Umwandlung vom gewerblichen Hafen zum bewohnten Hafen ist fast komplett. Die Irrfahrt hat uns aber sehr gut gefallen und den Füßen gut getan.

Die Oper schauen wir uns morgen noch genauer an. Christiania ist die einst freie Kommune. Da es aber zu hoher Kriminalität kam, wurde wieder der staatliche Riegel vorgeschoben. Optisch hat sich aber nicht viel verändert. Es sieht überall sehr alternativ aus. Das krasse Gegenteil war der anschließende Besuch in der neuen Königlichen Bibliothek. Architektonisch ein sehr neuer, angeschrägter Kubus Bau, der aber direkten Zugang zum Schloss Christiansborg hat…integriert ist die alten Bibliothek.

Schloß Christiansborg ist weltweit das einzige Gebäude, das alle drei Staatgewalten, Legislative (Folketinget), Exekutive (Statsministeriet) und Judikative (Højesteret) unter einem Dach vereint…und dazu noch die königlichen Prunkräume für Empfänge, Staatsbankette und sonstige mediale Ereignisse. Gleich nebenan ist die ehemals schöne alte Börse, die aber im April 2024 einem Dachdecker zum Opfer gefallen und abgebrannt ist. Der ganze Komplex, bzw. die Reste, sind eingehaust und werden mühsam und teuer wieder rekonstruiert. Am 26. September 2024 legte König Frederik X. den Grundstein für die Rekonstruktion der Börse.

Schloss Christiansborg auf Slotholmen

Ein schöner Tag mit vielen neuen Eindrücken geht zu Ende. Wir können nachvollziehen, warum die Menschen die hier leben so zufrieden und glücklich sind.