Heute keine Bergwertung

Nach den für uns ungewohnten Höhenmetern gestern, gab es heute ein Zeitfahren. Dem angedrohten Regen möglichst schnell davon fahren, war das Motto des Tages, zumal ich für den Technik Rucksack eine Regenhülle vergessen habe 🙄🙈. Allerdings habe ich die Feuchtigkeitsempfindlichen Geräte in den Wasserdichten Packtaschen verstauen können. Der Rucksack ist eigentlich für die „Gepäcktransport Zeit“ gedacht…da ich meine Technik lieber im Handgepäck habe😎

Die Nacht war „etwas“ nervig, da mir immer mal wieder eine Mücke 🦟ins Ohr säuselte, während Uwe friedlich schlummerte. Diese blöden Viecher! Warum können die sich nicht mit meinen Beinen zufrieden geben…das linke Bein hat schon insgesamt 8 Stiche, da macht einer mehr oder weniger nichts aus…aber Nein! Diese freche Mücke musste mich immer wieder vom einschlafen abhalten…wobei gar nicht sagen kann ob es nur eine, oder ein ganzes Rudel war. Meine Uhr sagt zwar, dass ich knapp 9 Stunden geschlafen habe, aber mir kam es so vor, als ob ich kaum eine Stunde am Stück geschlafen habe.

Während des guten Frühstücks gab es der ersten fetten Schauer. Für uns Motivation genug, zügig und ohne viel Pause nach Bremen zu fahren…immer die Wetter App im Blick.

Das erste Drittel der heutigen Route führte durch die Wümmeniederung, wobei die Rodau, Wiedau und der Trochelbach immer mal wieder unseren Weg kreuzten. Bei Sonnenschein wäre der Eindruck noch besser gewesen, aber das Blätterdach hat den Regen sehr gut abgehalten. Von leichtem Regen, dann zu Niesel-piesel und dann war der Regen plötzlich weg!!

Weiter ging es auf Nebenstraßen, durch kleine Ortschaften, Maisplantagen, und immer wieder über Bäche und kleine Flüsschen. Je näher wir Bremen kamen, desto größer wurden die Ansiedlungen, aber mit wenig Autoverkehr. Sonntag? Oder Ferienzeit? Dann hatten wir noch einen Gewerbepark zu überwinden, um schließlich bei den StadtWerkenBremen langsam an die Weser zu gelangen.

Mit Pause machen und schauen war nicht viel…um 13 Uhr sollte es fett in Bremen regen…was dann auch genauso kam. Gut 800 Meter hatten wir noch bis zum Hotel, als es anfing zu regnen…Gott sei Dank erst vorsichtig. Der Platzregen machte sich erst breit, als wir unter dem geräumigen Hotel Vordach standen. So ungefähr muss sich ein Sechser im Lotto anfühlen 😎

Tageskilometer

Die heutigen Höhenmeter haben sich in der Mehrzahl durch Überqueren von Autobahnen ergeben. Mein Gerät sagt 70 Höhenmeter, Uwes Garmin 135.

Es geht los

Juchhu! Unsere Ostfriesland Rundfahrt startet. In diesem Jahr haben wir uns für einen späteren Start entschieden, da wir Anfang des Jahres von einer (zutreffenden) Langzeitwetterprognose beeinflusst worden sind. Wie kalt und ungemütlich es im Mai/Juni sein kann, haben wir ja im letzten Jahr erlebt. Bisher sind wir auch sehr zufrieden mit unserer Entscheidung. Es war ja entweder kalt, oder gleich sehr heiß…von Regen, Hagel und Gewitterstürmen will ich gar nicht erst anfangen. Die Aussichten jetzt sind ganz gut. Angenehme Temperatur, aber leider viel Wind😒,aber wie heißt es doch so schön…“einen“ Tod muss man sterben. Lieber Wind, als Hitze…allerdings kann man sich nicht wirklich auf die Vorhersage verlassen. Wir haben schon einige warme Sachen zu Hause gelassen, da es scheinbar wieder sommerlich heiß ♨ wird. Damit verringert sich auch das Reisegepäck😎Vier Tage müssen wir ja selbst transportieren.

Im Frühtau zu Berge wir ziehen

Ursprünglich wollten wir mit der Bahn nach Oldenburg fahren, wo die offizielle Tour beginnt…die für uns neue Luxusvariante, mit Gepäck Transport😎 Diverse unglückliche und auch nicht (alle) von der Bahn verschuldeten Vorfälle, haben uns dazu bewogen, gleich von zu Hause zu starten. Von Winsen durch die Lüneburger Heide zur ersten Übernachtung nach Bothel…in der Nähe von Schneverdingen. Uwe hat noch gute Erinnerungen an eine Radtour vor 40 Jahren. Hinter Niederhaverbeck den Spitzbubenweg zu befahren, ist für Uwe ein guter Grund gleich in Winsen zu starten.

Mit reichlich Vorfreude sind wir kurz nach 9 Uhr bei sehr schönem Wetter aufgebrochen. Die alt bekannten Wege, über Wulfsen, Toppenstedt dann auf welligen Wegen vorbei an der Waldklause nach Garstedt. Der nicht enden wollende Anstieg vor Egestorf war ein kleiner Test für unsere, in den letzten Wochen verweichlichten Beinmuskeln. Mit ein bisschen innerlichem Jammern, und den Bildern der Tour de France vor dem geistigen Auge, sind wir aber gut gekraxelt. Hinter Döhle ließen wir den Autoverkehr hinter uns, und begegneten nur noch Fußgängern, Radfahren, oder Pferdekutschen, aber da die Heide noch nicht blüht, hielt sich das Verkehrsaufkommen so früh noch in Grenzen in Grenzen.

Sehr schnell hatten wir Wilsede, und somit unser Sylvester Restaurant erreicht 😎 vor 12 Uhr und mit dem Aufmachen. Im Garten haben wir uns mit Buchweizen Kuchen und Kaffee gestärkt.

Im Eingangsbereich des Restaurant haben Schwalben die erste Brut schon großgezogen und starten nun den Bau eines zweiten Nestes.

Nach genügender Erholungspause sind wir auf teils sandigen, aber befahrbaren Wegen weiter, mehr rauf als runter gefahren. Hinter Niederhaverbeck kamen wir dann zum Spitzbubenweg, der zuerst noch recht großzügig war, aber später immer schmaler wurde. Wildromantisch ist eine gute Beschreibung.

Im wahrsten Sinne des Wortes ging es über Stock und Stein auf immer schmaler werdender Spur. Anhalten und Fotos machen war schwierig bis unmöglich. Nachfolgende Radfahrer, Gegenverkehr und sehr konzentriertes Fahren ließen das nicht zu…aber wir fahren ja noch zurück. Beim zweiten Mal ist es schon Routine🤣

So schlimm war Grauen aber nicht, Gebell gab es auch nicht…und am Ziel in Bothel hatten wir die 70 km knapp überschritten. Der erste Tag hat uns gut gefallen. Mit reichlich Steigung zwar anstrengend, aber trotzdem Klasse! Jetzt freuen wir uns auf ein leckeres Abendessen im Biergarten 😀🍴🍷Das haben wir uns verdient 😎